Gruppe 2019

Chaitanya Dance Group

Chaithanya Mahila Mandali (CMM) in Hyderabad setzt sich seit 2001 für Frauen in der Prostitution und ihre Kinder ein. Die Gründerin Jayamma Bandari, die selbst von ihrem Ehemann zur Prostitution gezwungen wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen, die das gleiche Schicksal erfahren, zu helfen. Mit ihren Programmen erreicht die Organisation über 3.200 schutzbedürftige und benachteiligte Kinder sowie über 3.900 Frauen, die in Hyderabad zur Prostitution gezwungen oder von der Prostitution leben müssen.

Das Ziel von Chaithanya Mahila Mandali ist, den Kindern von Frauen in der Prostitution durch unterstützende Begleitung und eine gute Schul- und Berufsausbildung die Möglichkeit und Fähigkeit zu vermitteln, später einmal ein eigenständiges, würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu führen. Weiterlesen…

Nablus Circus School

1999, als die Gewalt und Unruhe vor der zweiten Intifada immer mehr zunahmen, reagierte eine Gruppe kreativer Jugendlicher ganz unerwartet: sie nahmen Clownsnasen und verwandelten lokale Witze und Anekdoten in Clowns-Stücke. Vor allem in den ärmsten und am stärksten benachteiligten Gebieten rund um Nablus führten sie Shows für Kinder auf.

2004 bildete die Gruppe dann die Organisation „Assirk Assaghir“ (Der kleine Zirkus). Die jungen Künstler*innen knüpften Kontakte zu europäischen Zirkussen, die „Assirk Assaghir“ Ausbildung, Ausrüstung und die Möglichkeit boten, im Rahmen des kulturellen Zirkusaustauschs ins Ausland zu reisen.
Als die Gruppe vielfältige Fähigkeiten in verschiedenen Zirkuskünsten erworben hatte, begannen sie, diese an palästinensische Kinder weiterzugeben. 2009 war dann die NABLUS CIRCUS SCHOOL das Ergebnis: ein Ort der Meinungsfreiheit, der Kreativität und der Freude für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene. Weiterlesen…

Sosolya Undugu Dance Academy

Die “Sosolya Undugu Dance Academy” (SUDA) wurde von einer Gruppe junger, talentierter Künstler in der ugandischen Hauptstadt Kampala gegründet. Die Akademie
errichteten sie in der Nähe von Slums, um vor allem ausgeschlossene und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu erreichen und ihre Lust am Leben wieder zu erwecken. Sie ist
für alle Bewohner der Stadt zugänglich.

Professionelle Künstlerinnen und Künstler unterrichten die jungen Talente in traditioneller afrikanischer Musik, Tanz und Schauspiel, dabei achten sie auf individuelle Förderung. Inzwischen gehören schon mehr als 300 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren zu den SchülerInnenn der Akademie. Sie werden in den drei größten Städten Ugandas unterrichtet. Darüber hinaus organisiert SUDA verschiedene Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder, die in den Slums leben. Weiterlesen…

Colectivo El Nido de las Artes

Das « Colectivo el Nido de los Artes » ist eine Gruppe von ursprünglich fünf jungen Menschen, die 2012 in Estelí (Nicaragua) in einem der ärmsten Viertel, Boris Vega, begonnen haben, mit Zirkusworkshops Kunst als Werkzeug für sozialen Wandel zu nutzen. Mit ihrem Projekt „El Nido de los Artes“ wollen sie jungen Menschen Teilnahme an der Gesellschaft ermöglichen. Sie wollen Kindern ohne Perspektiven neue Zukunftschancen eröffnen.

Einer der Gründer des Kollektivs ist für die KinderKulturKarawane ein „alter Bekannter“: er war 2005 und 2008 mit der „Escuela de la Comedia und del Mimo“ aus Granada in Nicaragua als junger Artist mit der KinderKulturKarawane unterwegs. Weiterlesen…

Asociación Tiempos Nuevos Teatro

Der Zugang zu Kultur ist ein Grundrecht, und künstlerisch–kreativer Ausdruck ist ein notwendiger Baustein für die emotionale und ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Zudem ist dies auch in den Kinderrechten festgeschrieben. Deshalb ist für die „Asociación Tiempos Nuevos Teatro“ (TNT) die Kunst Mittel der sozialen Veränderung zu einer gerechten und gleichberechtigten Gesellschaft und für die Anerkennung von Diversität und Respekt vor den fundamentalen Rechten aller Menschen.

Die TNT wurde 1993 gegründet, ein Jahr nach dem Ende des bewaffneten Konflikts in El Salvador, der 1980 begonnen hatte. Die ersten Mitglieder waren Menschen, die der Educación Popular verbunden waren, und die die Rückführung der Bevölkerung in die Gemeinden der sehr ländlichen Region von Chalatenango begleiteten.

In den ersten Theater-Stücken ging es um die Probleme dieser Gemeinden. An wichtigster Stelle stand dabei der Alkoholismus, der nach dem Krieg verstärkt auftrat. Später weitete TNT seine Aktivitäten aus auf Kampagnen zu Frauenrechten, für Umweltschutz, Gesundheit und Menschenrechte. Seit 2004 findet das Projekt im Kulturbereich auch auf nationaler Ebene eine große Anerkennung. Weiterlesen…