Chaitanya Dance Group

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Chaithanya Mahila Mandali (CMM) in Hyderabad setzt sich seit 2001 für Frauen in der Prostitution und ihre Kinder ein.
Die Gründerin Jayamma Bandari, die selbst von ihrem Ehemann zur Prostitution gezwungen wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht,
Frauen, die das gleiche Schicksal erfahren, zu helfen. Mit ihren Programmen erreicht die Organisation über 3.200 schutzbedürftigund benachteiligte Kinder sowie über 3.900 Frauen, die in Hyderabad zur Prostitution gezwungen oder von der Prostitution leben müssen.

Das Ziel von Chaithanya Mahila Mandali ist, den Kindern von Frauen in der Prostitution durch unterstützende Begleitung und eine gute Schul- und Berufsausbildung die Möglichkeit und Fähigkeit zu vermitteln, später einmal ein eigenständiges, würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu führen.


CMM unterstützt u.a. Hunderte Mädchen aus dem Slum beim Schulbesuch. Die Kinder bekommen Hefte, Stifte, Taschen und werden nachmittags in sieben Nachhilfezentren betreut. Das sind schlichte Wellblechhütten, doch hier bieten jeweils zwei Nachhilfelehrer Unterstützung, die gar nicht hoch genug geschätzt werden kann. „Die meisten Erwachsenen im Viertel sind nur kurz oder gar nicht zur Schule gegangen und können bei den Hausaufgaben nicht helfen“. Wenn die Kinder ohne die Aufgaben in die Schule kommen, werden sie dort bestraft. „Und irgendwann gehen sie einfach nicht mehr hin.“ Wenn man die Kinder im Nachhilfezentrum fragt, was sie einmal werden möchten, antworten überraschend viele mit „Polizist“ oder „Polizistin“. „Alle Jungs hier im Viertel rauchen und trinken, das ist sehr schlimm geworden“, erklärt eine 12-Jährige. Sie will diese Entwicklung aufhalten und den Verkauf von Guramba und anderen Drogen im Slum stoppen. Ein kleiner Junge, der auch Polizist werden möchte, sagt: „Ich möchte die Mädchen beschützen.“

Zu den weiteren Aufgaben von CMM gehören:

    • Prävention von HIV/AIDS bei von in der Prostitution lebenden Frauen und Kindern
    • Medizinische Versorgung, psychosoziale Betreuung und Ernährungsunterstützung von an AIDS erkrankten Frauen und Kindern
    • Aufklärungskampagnen gegen Menschenhandel und sexuelle kommerzielle Ausbeutung in Armutsvierteln Hyderabads und Schulen auf dem Land
    • Aufbau von Child Support Groups zur Unterstützung von Kindern in Armutsvierteln Hyderabads und Schulen auf dem Land
    • Pädagogische Beratung von Lehrern und infrastrukturelle Unterstützung von Schulen auf dem Land, um diese kinderfreundlicher zu machen und um die hohe Schulabbruchquote vor allem junger Mädchen zu verhindern
    • Aufbau und Betrieb eines „IT-Kompetenzzentrums“ zur Verbesserung der Chancen von Kindern und Jugendlichen in Berufsfeldern der stark wachsenden IT-Branche in Hyderabad
    • Berufliche Trainings für Mädchen und junge Frauen in der Prostitution zur Rehabilitation und Stärkung sowie dem Aufbau alternativer Berufs- und Einkommensperspektiven.Chaithanya

Chaitanya Happy Home

Das Chaithanya Happy Home ist ein Kinderhaus für besonders gefährdete von Müttern in der Prostitution. „Diese Mädchen sind besonderen Risiken ausgesetzt“, sagt Jayamma. Nicht selten werden sie vom Freier der Mutter ebenfalls zur Prostitution gezwungen oder von den Eltern jung verheiratet, um vermeintlich in Sicherheit gebracht zu werden. „Wir wollen verhindern, dass auch die nächste Generation im Rotlichtmilieu landet“, sagt Jayamma.

Im Happy Home leben die Kinder in Sicherheit, werden liebevoll betreut und bei ihrem Schulbesuch und ihrer Ausbildung unterstützt. Doch das aktuelle Haus platzt mit 42 Mädchen und einem Jungen aus allen Nähten. Jeder freie Fleck in der ersten Etage ist mit Stockbetten vollgestellt. Wenn alle ihre Hefte für die Hausarbeiten ausbreiten, ist der Boden im Gemeinschaftsraum oder die Terrasse voll.

Wenn die Hausaufgaben dann erledigt sind ist Platz genug zum Tanzen – einer Leidenschaft von vielen Mädchen des Happy Home. Sie üben klassischen und traditionellen indischen Tanz ebenso wie die modernden Tanzformen Indiens, allen voran Bollywood-Choreographien. Aber auch Gitarrenspiel, Keyboards und Gesang ist in den engen Räumen zu hören.

Tanztherapie nutzt die Bewegung, um die soziale, kognitive, emotionale und körperliche Entwicklung der Kinder im Happy Home zu fördern. Sie haben bereits emotionale Probleme, intellektuelle Defizite und lebensbedrohliche Krankheiten erlebt und durchlebt, und durch die Tanztherapie bekommen sie neue Energie ihrer emotionale und körperliche Entwicklung verbessert sich erheblich.

Video zum Projekt: https://www.bono-direkthilfe.org/portfolio/chaithanya-mahila-mandali/

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