„Herausragendes und wirksames Engagement für eine enkeltaugliche Zukunft“

Wir sind mit unserem Projekt „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ jetzt als „Projekt Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet worden und damit auch Mitglied eines spannenden Netwerkes. Mit Stolz und großer Freude werden wir jetzt das Logo nutzen.

Um herausragend und wirksames Engagement für eine Nachhaltige Entwicklung zu unterstützen, verleihen die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) in Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) jedes Jahr die Auszeichnung „Projekt Nachhaltigkeit“. Eine Expertenjury hat jetzt entschieden, wer die diesjährigen 40 Preisträger*innen sind.

„Die Gewinnerprojekte von Projekt Nachhaltigkeit bilden seit vielen Jahren das Fundament von Engagement vor Ort für eine enkeltaugliche Zukunft. Dass dieses Engagement unter den derzeit schwierigen Bedingungen trotzdem nicht nachlässt, ist bemerkenswert und setzt ein wichtiges Zeichen für unseren gemeinsamen Weg aus der Krise. Die diesjährigen Gewinner zeichnen sich daher ganz besonders als Vorbilder und Gestalter für ein nachhaltiges Morgen aus“, erklärte Markus Lewe, Jurymitglied, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung und Oberbürgermeister der Stadt Münster.

KinderKulturKarawane 2020: Dieses Jahr mal anders

Liebe Freundinnen und Freunde der KinderKulturKarawane,
 
auch an uns ist die durch COVID-19 ausgelöste Krise nicht spurlos vorbeigegangen. Nun ist es offiziell: 2020 werden keine persönlichen Begegnungen mit den Gruppen der KinderKulturKarawane möglich sein. Dafür werden wir den Austausch und die Teilnahme am Projekt dieses Jahr digital anbieten.
 
Mit großer Vorfreude haben wir dem diesjährigen Programm und den vielen jungen, talentierten Künstler*innen sowie dem begeisterten Publikum entgegengesehen. Für unsere Gruppen ist es natürlich ein besonderer Verlust, ebenso für alle Teilnehmer*innen, für die besonders die Workshops als Begegnungsformat eine Bereicherung darstellen.
 
Daher haben wir in den letzten Wochen bereits intensiv an möglichen Alternativen gearbeitet, um den wunderbaren Austausch möglich zu machen. In dieser herausfordernden Zeit stehen solidarisches Handeln und ein verantwortliches Miteinander an erster Stelle. Dem Verzicht und allen Einschränkungen zum Trotz birgt die Situation auch eine Chance – vielleicht sogar Potenzial für Wandel und zusätzliche Möglichkeiten. Es wird spürbar, wie wichtig kulturelle Begegnungen und künstlerische Auseinandersetzungen besonders in diesen Zeiten bleiben. Wir schauen jetzt konstruktiv auf die Zeit nach der Krise, in der wir internationalen Kulturaustausch wieder hautnah erleben können. Bis dahin bieten wir umfangreiche Formate für Online-Begegnung und Austausch an.
 
Diese Formate sind flexibel und einfach einsetzbar, sowohl für den (Schul-)Unterricht, als auch für den Kultur- und Festivalbetrieb und Formate kultureller Bildung. Mit den Kostenbeiträgen können wir die Arbeit unserer Partner im globalen Süden weiterhin unterstützen und Kontinuität wahren. Alle Gruppen, die für das Jahr 2020 eingeplant waren, werden im kommenden Jahr erneut eingeladen. Die Angebote bieten daher auch eine Plattform für eine langfristige Vorbereitung der Begegnungen im Jahr 2021.
 
Alle Informationen zu den Online-Formaten gibt es ab sofort hier

Das ganze Leben ist ein Quiz…

Kann man mit Quizzen Schülerinnen und Schülern die SDGs näherbringen? Kann man mit Quizzen überhaupt Interesse an komplexen Themen wecken. Wie könnte das gehen? Diese Fragen stellte sich von Beginn an das europäische Projekt CulPeer4change, in dem Kommunen und NRO aus Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Italien, Österreich, Polen, Slowenien sowie NGOs aus Tansania und Bolivien daran arbeiten die SDG in der schulischen Bildung zu verankern.

Gerade in Zeiten von Corona und dem damit verbundenen „Homeschooling“ wäre es ein Experiment wert, dachten sich zwei LehrerInnen einer 7. Klasse an einer Aachener Gesamtschule.

Mehr dazu

Hamburg unterstützt Partnerprojekte in Dar es Salaam

Eigentlich sollte es in diesem Jahr verschiedene Feierlichkeiten und Aktionen geben, um das 10-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft Hamburg – Dar es Salaam zu feiern. Ende Juni waren die „offiziellen Feierlichkeiten“ in Dar es Salaam geplant. In Hamburg sollte es verschiende Projekte und Aktivitäten im Rahmen der ALTONALE geben und im September noch einmal eher inhaltliche Veranstaltungen und Austausch zum Thema Klimawandel.
In all diese Aktivitäten in Dar es Salaam und hier in Hamburg waren unsere Partner des KIGAMBONI COMMUNITY CENTRE vielfältig eingebunden.

Die Pandemie ist auch in Tansania angekommen
Und dann kam die Corona-Pandemie! Inzwischen sind alle bis zum Sommer alle Aktivitäten ganz abgesagt oder auf nächstes Jahr verlegt. Möglicherweise gibt es die Veranstaltungen im September in Hamburg. Fraglich ist allerdings, ob da auch Fachleute aus Dar es Salaam beteiligt sein können.
Sicher ist aber, dass die Pandemie in Dar es Salaam angekommen ist und sie breitet sich vor allem in den Wohngebieten der ärmeren Bevölkerung schnell aus.

In Dar es Salaam kann keine Ausgangssperre durchgeführt werden, denn über 70% der Bevölkerung arbeiten im informellen Sektor und sind auf die täglichen Einnahmen angewiesen, um ihre Familie mit Essen zu versorgen. Durch die beengten Lebensverhältnisse ist Abstand halten nicht möglich. Besonders eng wird es auf den Märkten und beim öffentlichen Nahverkehr. Beide Bereiche bieten die meisten Erwerbsmöglichkeiten.

Freiwillige gehen von Haus zu Haus
Wichtig ist jetzt die Bevölkerung zu informieren. Das Kigamboni Community Center und der Dachverband der Tansanischen Jugendorganisationen wollen mit Freiwilligen von Haus zu Haus gehen, um in armen Stadteilen Informationsarbeit zu leisten. Das Ladies Joint Forum will die Menschen in Vingunguti aufklären und dabei insbesondere die Frauen ansprechen.
Dafür brauchen die Freiwilligen Schutzbekleidung. Damit es nicht bei der Information bleibt, braucht es Handwasch-Handwasch-Stationen – fließendes Wasser zum Händewaschen gibt es kaum – und Masken, die für Menschen in diesen Stadtteilen erschwinglich sind.

Auch in anderen Bereichen sind wichtige Maßnahmen für die Bevölkerung geplant, die aber nur mit Unterstützung aus Hamburg (und natürlich gerne auch anderen Regionen Deutschlands) zu organisieren sind.

Deshalb bittet der Freundeskreis Hamburg-Dar es Salaam e.V. um finanzielle Unterstützung ( Der gesamte Aufruf ist hier als PDF abrufbar ):
IBAN: DE84 8306 5408 0004 8587 19
BIC: GENO DEF1 SLR
STICHWORT „Corona Hilfe Dar“

Kigamboni Community Centre plant COVID 19 – Aufklärung

Zumindest Musik können die Kids im KCC-Shelter machen.

Tansania hat bisher nicht zu 100% geschlossen. Alle Schulen, Colleges und Universitäten wurden aber geschlossen und alle Versammlungen wurden abgesagt. Das KCC hat deshalb alle Aktivitäten also eine breite Palette sozialer Aktivitäten, wie Nachhilfe-und Tagesbetreuungskurse, Sprachkurse, Berufsausbildung und Talentförderungsprogramme einstellen müssen. All diese Aktivitäten wurden bis auf weiteres von der Regierung verboten. Im KCC sind normalerweise täglich mehr als 200 Kinder und Jugendliche, aber jetzt ist das KCC derzeit leer und niemand weiß, wann die Situation wieder zur Normalität zurückkehren wird.

Das KCC ist wirtschaftlich sehr stark von der Pandemie betroffen. Es hängen über 75% der Einnahmen des KCC entweder von Spenden oder Zuschüssen ab, weitere 25% stammen aus unseren Einkommen schaffenden Aktivitäten wie dem Verkauf unserer handgefertigten Produkte, der Vermietung von Musikanlagen, Zelten, Stühlen und von Auftritten bei verschiedenen Veranstaltungen. Weder Spenden, Zuschüsse noch Einkommen schaffende Aktivitäten können zurzeit durchgeführt werden. Alle unsere Auftritte sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene wurden aufgrund der anhaltenden Pandemie von Covid 19 abgesagt.Konkret: die Gruppe des KCC wird im Herbst weder bei der KinderKulturKarawane noch bei Culpeer4change dabei sein. Auch das Austauschprojekt mit dem HAUS 3 in Hamburg-Altona ist auf das nächste Jahr verschoben worden.

Für viele in der Kigamboni ist die Situation noch schlimmer. Obwohl unsere Regierung das Land nicht abgeriegelt hat, wurde die sozioökonomische Situation verschärft, da viele Menschen zu Hause bleiben müssen und deshalb überhaupt kein Einkommen haben. Es wird kein Geld für Lebensmittel verdient, so dass der auch die Aufgabe von Unternehmen auf den Straßen viele Familien in Schwierigkeiten bringt. Man hat der Bevölkerung zwar beigebracht und mobilisiert, die Hände mit Seife und Desinfektionsmitteln zu waschen, doch die Preise für Desinfektionsmittel sind Tag für Tag gestiegen, so dass viele Menschen sich das nicht leisten können.

Die Kids vom KCC-Shelter sind mit Masken ausgerüstet.

Über die Lage des Shelter hatten wir bereits berichtet – dort ist durch die vielfältige Unterstützung gerade auch aus Deutschland die Situation erst einmal etwas entspannter. Allerdings bleibt die Langedweile und Perspektivlosigkeit. Deshalb versucht das KCC ein Projekt zu starten, bei dem durch praktische Arbeiten Einkommen und Perspektive geschaffen werden kann.

Ein weiteres Projekt des KCC ist eine Kampagne im näheren Umfeld des Zentrums. Sie wird vom KCC in Zusammenarbeit mit der Verantwortlichen für Gesundheit und Bildung des Districts geplant und durchgeführt werden. Von Haus zu Haus wollen die jungen AktivistInnen des KCC gehen und über das richtige und sinnvolle Verhalten (Hygiene, Abstand etc.) in Zeiten der Pandemie aufklären. Sie hoffen, dass sie bis zu 10.000 Menschen erreichen können. Menschen die sonst keine Informationen bekommen würden. Die Stadt Hamburg prüft derzeit, wie diese Arbeit unterstzützt werden kann.

 

COVID-19-Lockdown bedroht die Zukunft von M.U.K.A.-Project

Eigentlich wären die jungen KünstlerInnen von M.U.K.A.-Project aktuell von Italien wieder zurück in Köln -im Rahmen von CulPeer4change. Danach im Rahmen dieses Projektes noch Stationen in Slowenien, Polen, Österreich und Bulgarien und dann natürlich noch reichlich Zeit für die KiKuKa.

Gründer und Leiter von MUKA, diesem wunderen Kultur- und Sozialprojekt aus dem Johannesburger Stadtteil Hillbrow, war Anfang März zur Vorbereitung der Besuche bei den CulPeer4change – PartnerInnen in Europa. Dann ging es plötzlich Schlag auf Schlag: ein Staat nach dem anderen macht seine Grenzen dicht in Europa. Mit Müh und Not konnte Brian dann noch aus Wien zurückfliegen.

Kaum war er zurück begann in Südafrika der Shut-Down. Brian schreibt dazu: „dass sich unser Land seit dem 25. März unter Hausarrest befindet und dieser letzte Woche von unserem Präsidenten Cyril Ramaphosa bis Ende April verlängert wurde. Erst dann werden sie entscheiden, ob der Lockdown aufgehoben oder erneut verlängert werden soll. (Inzwischen wissen wir, dass s in Südafrika seit dem 1. Mai zaghafte Locherungen gibt).
Das bedeutet, dass alle Bereiche unserer Arbeit (Proben, Büroarbeit, Schulprojekte, Aufführungen, Workshops, bezahlte Führungen und Aufführungen usw.) mit sofortiger Wirkung verschoben oder abgesagt wurden.“

Brian 2012 in Plowdiw, Bulgarien

„Mit dem Inkrafttreten des Lockdown wegen COVID-19 beginnt das Projekt zu zerbröseln. Und es häufen sich die Schulden bei den Vermietern (die keinen Spaß verstehen!)“, meint Brian. „Alle lokalen Geldgeber haben seither wegen des Lockdowns ihre Zusagen zur Unterstützung unserer Programme bis auf weiteres abgesagt.“

Die sechs wichtigsten größeren Veranstaltungen, die für M.U.K.A. – Project das ganze Jahr finanziell abgesichert hätten, sind abgesagt. Unter anderem eben CulPeer4change und die KinderKulturKarwane, eine Fest von WESSA, dem Internationalen Programm für Jugendpartnerschaften, oder das Südafrikanische Nationale Kunstfestival 2020.Da hilft auch aktuell wenig, dass die Tour mit CulPeer4change und KinderKulturKarawane praktisch genau um eine Jahr verschoben ist, denn auch die Projektmittel fließen erst dann. Das Video zum Stück I AM SORRY kann man sich hier ansehen.

Als sind die großen Fragen für M.U.K.A. – Project, wie sie Nachrungsmittel für die M.U.K.A. – Kids bezahlen können, woher die Miete für das Büro kommen sollen und wie sie Löhne zahlen können, von denen ja auch wieder die private Miete und Lebensmittel bezahlt werden müssen.

Wer M.U.K.A. – Project (oder andere Gruppen der KiKuKa) unterstützen möchte kann dies gerne mit einer Spende an den Förderverein der KinderKulturKarawane tun. Bitte den Namen der Gruppe angeben, für die die Unterstützung gedacht ist.
Förderverein KinderKulturKarawane e.V.
IBAN: DE60 4306 0967 4100 0875 00
GLS Bank Bochum

Das größte Problem ist derzeit die Lebensmittelversorgung für uns alle!

BERICHT VON THE DREAMCATCHERS

Eigentlich sollte Abi von THE DREAMCATCHERS im Mai nach Deutschland kommen, um „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ vorzubereiten. Covid 19 hat das unmöglich gemacht. Es gibt einen kurzen Bericht der Dreamcatchers „zur Lage“.

Zurzeit ist es sehr schwer hier in Indien zu leben, weil aufgrund der Corona-Sperre niemand nach draußen gehen und seiner Arbeit folgen darf. Alle Familien haben also finanzielle Probleme. Das soziale Leben ist völlig zum Erliegen gekommen. Unsere Arbeit versuchen wir durch Videokonferenzen und Online-Kurse fortzusetzen. Das größte Problem ist derzeit die Lebensmittelversorgung für uns alle. Denn niemand ist in der Lage seiner Arbeit nachzugehen. Es gibt keine Möglichkeit Geld zu verdienen und Nahrung zu bekommen. Die Regierung versucht, einige Leute mit ein bisschen Geld zu unterstützen, aber das ist nicht genug und es ist nicht für alle.

Glücklicherweise sind alle Dreamcatcher und alle meine Familienmitglieder gesund. Aber die armen Menschen und diejenigen, die auf der Straße leben, haben weder eine medizinische Unterstützung noch Nahrung und Wasser. Die Situation ist für das ganze Land völlig neu. Überall ist nur die Polizei draußen auf den Straßen und sie kontrolliert das gesamte Leben der Menschen, manchmal mit strengen Regeln und Gewalt. Es ist eine schwierige Zeit, nicht nur in Indien. Ich denke, überall auf der Welt kämpfen die Menschen ums Überleben.

Ganz aktuell hat Abi noch eine Sprachnachricht geschickt.

Mehr Informationen auch unter www.klimaretter.hamburg.

 

Wir machen Theater! – Arena y Esteras und COVID 19

Ana Sofia, die Mitbegründerin von Arena y Esteras, hat uns einen kleinen Bericht zur Situation in Peru und wie die Gruppe aktuell damit umgeht, geschickt. Es ist beeindruckend wie große die Not ist, aber auch, wie Arena y Esteras praktische Solidarität übt. Den Bericht haben habe wir bei klimaretter.hamburg komplett veröffentlicht.

Auch wenn alles geschlossen ist, natürlich auch das Kulturhaus von Arena y Esteras, bleiben die Kids dort alle verbunden. Jeden Freitag gibt es dort eine Video-Konferenz, bei der viele mitmachen können. Man tauscht sich aus, freut sich dass alle gesund sind. Vielleicht wird bald auf dieses Weise auch die Theaterarbeit wieder ein bisschen möglich.

Allen ist aber ein ganz besonderes Anliegen dieser Online-Treffen, dass sie damit ausdrücken wollen: WIR MACHEN THEATER! Wenn auch die Türen des Kulturzentrums geschlossen sind, „unsere Herzen sind nach wie offen“. „Unsere Wünsche und unsere Träume sind geblieben! Wir wollen weiter Theater machen. Wir wollen weiter Geschichten erzählen!“

Der Bericht von Ana Sofia endet dann passenderweise: „Wir umarmen euch ganz fest aus der Ferne und vertrauen darauf, dass bald wieder eine Zeit kommt, in der wir uns wieder ohne Angst umarmen und unseren Herzschlag spüren können!“

 

Macht COVID 19 die KiKuKa unmöglich?

Gruß aus Indien von THE DREAMCATCHERS

Als wir am 24. März das erste Mal über COVID-19 und die Auswirkungen auf die KinderKulturKarawane berichteten waren wir alle noch sehr zuversichtlich, dass zumindest im Herbst die KinderKulturKarawane und die Projekte „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ und „CulPeer4change“ stattfinden werden.

Fünf Wochen später scheint die Pandemie überall auf der Welt das Leben auf ein Überleben zu reduzieren. Und wie immer stellt sich heraus, dass sich die globale Ungerechtigkeit auch hier zeigt: denen, die sowieso nichts haben, werden auch die letzten Chancen geraubt, Geld für dieses Überleben zu verdienen. Die Nachrichten von unseren Partnern in Argentinien, Bolivien, Indien, Peru und Südafrika machen uns betroffen – und hilflos.
Wir werden davon in den nächsten Tagen berichten.

Der Förderverein der KinderKulturKarawane hat jetzt einen Aufruf an seine Mitglieder – und alle FreundInnen der KinderKulturKarawane gerichtet: Diese Krise fordert unsere Solidarität!

Wir wissen zurzeit sehr, sehr wenig! Werden im Herbst Schulen und andere öffentliche Einrichtungen wieder „normal“ arbeiten? Haben Schulen im Herbst überhaupt noch Raum und Zeit, die eingeladene Gruppe zu empfangen? Wie sieht es mit dem öffentlichen Kulturbereich dann aus? Werden die Jugendherbergen wieder geöffnet haben – wenn es sie dann überhaupt noch gibt? Wie wird dies bei unseren KollegInnen in Bulgarien, Dänemark, Österreich, Italien, Slowenien und Polen im Herbst aussehen?

Fragen über Fragen
Sind dann Reisen innerhalb Europas wieder problemlos möglich? Können aber unsere Partner aus dem Globalen Süden überhaupt in Europa einreisen? Wird es dann wieder einen verlässlichen interkontinentalen Flugverkehr geben? Werden die Botschaften wieder Visa ausstellen?
Können unsere Partner rechtzeitig wieder zusammen proben und trainieren? Werden Eltern und Erziehungsberechtigte ihre Kinder überhaupt nach Europa reisen lassen – in diesen Zeiten?
Das alles sind Fragen die uns und die KollegInnen unserer europäischen Partner seit zwei Wochen intensiv beschäftigen und immer wieder schlaflose Nächte bereiten. Viele Emails mit Fragen, Ideen und Lösungsvorschlägen gehen hin und her. Video-Konferenzen und Telefonate ohne Ende…

Und immer wieder neue Hiobsbotschaften, die schlimmer sind als befürchtet – sich aber zum Glück als nicht ganz so dramatisch herausstellen. Eins kristallisiert sich aber leider immer mehr heraus: eine KinderKulturKarawane, wie wir sie seit 20 Jahren kennen, wird es in diesem Jahr wohl eher nicht geben. Sie scheint wegen all der oben genannten Unwägbarkeiten einfach nicht mehr planbar. Aber vielleicht geschehen noch Wunder?

Jeden Freitag treffen sich die Jugendlichen von ARENA Y ESTERAS online. Sie wollen damit auch ein Zeichen setzen: WIR MACHEN THEATER!

PLAN C
Und dennoch: je dramatischer die Lage für die KiKuKa wird, desto mehr wollen alle, dass es sie auch in diesem Jahr gibt! Wir arbeiten mit ALLEN Partnern am „Plan C“!
Wir haben jetzt soviel Erfahrung sammeln können mit Online-Kommunikation und Online-Kooperation, dass wir überlegen, die KinderKulturKarawane virtuell und kreativ auf den „Weg“ zu schicken. Die Vorbereitungsbesuche werden schon so geplant – warum dann nicht auch die Austauschprojekte im Herbst?!

Solidarität
Wir wissen alle, es wäre kein auch nur annähernd gleichwertiger Ersatz für die KinderKulturKarawane! Aber es ist eine Chance, die Verbindung nicht abreißen zu lassen, kreative und inhaltiche Prozesse global zu initiieren und den Projekten zu zumindest zu einem kleinen „Einkommen“ zu verhelfen. Zudem könnte das auch ein kleines Zeichen der Solidarität sein.

KCC-Shelter benötigt dringend Unterstützung!

Corona ist auch in Tanzania angekommen. Die Zahlen der erkrankten Menschen steigen derzeit immer mehr an und die Preise für Lebensmittel steigen ebenso. Auch dadurch wurde das KIGAMBONI COMMUNITY CENTRE in eine enorme Notlage gebracht!

Insbsondere das KCC Shelter ist davon betroffen, denn über 30 Kinder müssen täglich versorgt werden. Die Menschen, die sonst oft Lebensmittel gespendet haben, kommen nun wegen der Pandemie nicht mehr. Es fehlt im Shelter derzeit an allem: Lebensmittel (Reis, Bohnen, Maismehl, Zucker, Salz, ….) Hygienartikel wie Seife sowie UND natürlich wäre auch die Anschaffung von Mundschutz und Handschuhen wünschenswert! Hier findet ihr ein Video zur derzeitigen Situation im Shelter!

 

Jeder Cent zählt! Pamoja e.V. , der Kölner Unterstützungsverein vom KCC ist dankbar für jede Spende für das Shelter.

Spendenkonto:
Pamoja e.V.
Bank: Volksbank Köln Bonn eG
IBAN: DE20 3806 0186 4606 4760 14
BIC: GENODED1BRS
Verwendungszweck: Corona-Hilfe Shelter