Bolivien – alte Wunden

Das COMPA-Haus mitten in El Alto ist derzeit nicht von den Unruhen betroffen. Eine eingeschlagene Glastür ging auf das Konto eines Betrunkenen.

Am Montagabend hat TEATRO TRONO die Rückreise nach El Alto in Bolivien angetreten. Sie sind mit einem sehr mulmigen Gefühl abgereist: was wird wird uns zu Hause in El Alto erwarten? Bürgerkrieg, Militärputsch, Chaos?

Unser Freund und Kollege, der Journalist Thomas Guthmann gehört seit Jahren zu COMPA/Teatro Trono und hat COMPA Berlin mit gegründet. Er lebt jetzt wieder seit drei Jahren in La Paz und arbeitet in El Alto. Von ihm haben wir am 12.11. eine Einschätzung zur politischen Lage in Bolivien bekommen, die sich vor allem in La Paz und dem höher gelegenen El Alto weiter zuspitzt.

„Am 11. November ist Evo Morales ins Exil nach Mexiko gegangen. Er ist gegangen nachdem ihn das Militär zum Rücktritt aufgefordert hat. Einen Tag zuvor hatte er zu einem Dialog aufgerufen, den die Opposition, die sich auf der Siegerstraße sah, abgelehnt hat. Sein Angebot hätte sicherlich früher kommen können. Lange Zeit hat sich die Regierung gegenüber den Protesten stur gestellt und nicht reagiert. Als einige Polizeieinheiten rebellierten, konnte die MAS  (Movimiento al Socialismo) ihre Position nicht mehr halten. Inzwischen sind neben dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten auch die Mehrheit der Minister*innen offiziell zurückgetreten. Diesen Rücktritten schließen sich auch immer mehr Parlamentarier*innen an. Weiterlesen…

DAS FINALE – Die Zukunft sind wir!

Es ist wieder soweit! DAS FINALE steht vor der Tür. Unter dem Motto „Die Zukunft sind wir!“ bestreiten junge KünstlerInnen aus Bolivien, Kenia und Uganda die letzte Aufführung der 20. KinderKulturKarawane. Mit dabei sind auch der Schirmherr der KinderKulturKarawane, Ron Williams und Ehrengäste aus Uganda und Tansania.
Die Moderation liegt bei Anke Ziegler.

Teatro Trono bei FFF in Hamburg

Die Leute von Teatro Trono tragen bunte Farben und sind wie Clowns geschminkt während sie trommeln.
Die Gruppe trug bunte Farben bei sich, um auffallender zu sein.

Am Freitag dem 27.09. hat die Theatergruppe Teatro Trono zusammen mit einer zehnten Klasse aus der Fritz-Schumacher-Schule (Hamburg-Langenhorn) eine Musikperformance, die sie vorher vorbereitet hatten, in der Fridays-for-futture-Demo aufgeführt. Viele Menschen waren begeistert von der Aufführung, sodass sie anfingen mitzumachen und im Takt zu klatschen.

Die Schüler haben Videos von der Performance gemacht.
Die Zuschauser sind sehr beeindruckt von der Performance.

Die Theatergruppe hatte auch zwei eigene Stücke vorbereitet, in denen die SchülerInnen im Takt mit geklatscht haben, obwohl dies nicht einstudiert war. Außerdem haben zwei Mädchen von Teatro Trono Schilder für die Demo hochgehalten und getanzt, um mit den Schildern noch mehr aufzufallen.

Die Schüler machen auch mit eigen gebastelten Instrumenten mit.
Alle machen mit ihren eigenen Instrumenten mit.

Die Mitglieder von Teatro Trono hatten die Idee, dass jede/r mitmachen können sollte, auch die, die keine richtigen Instrumente haben. Die Idee war, dass jede/r aus Müll ein Instrument basteln und dies dann verwenden könnte. So konnte jede/r mitmachen und noch dazu Nachhaltigkeit zeigen. Alle waren  beeindruckt von der Idee und haben begeistert mitgemacht.

Anfangs hatten die SchülerInnen bedenken, weil es erstmal viel schwerer aussah als es dann letzten Endes war. Es haben jedoch alle SchülerInnen mitgemacht, und obwohl ein paar von ihnen erstmal ein bisschen Übung benötigten haben sie es in drei Tagen doch geschafft und konnten so bei der Demo mitspielen.

Die Schüler haben in der Schule mit der Gruppe Plakate und Schilder für den Streik geschrieben. Auf dem Beispiel im Bild sieht man den Text "Politiker wacht auf!"
Ein Schild zum Streik der Schüler zeigt den Schriftzug:,,Politiker wacht auf!“

Klimakrise – Bagonza Kataroogo (Sosolya) im Interview

Bagonza ist der künstlerische Leiter der Sosolya Undugu Dance Academy aus Uganda. Im Mai/Juni war Bagonza zu Gast um das Projekt „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ in vier Hamburger Schulen und in drei Schulen bundesweit (u.a. IGS Oldenburg) vorzubereiten. Die Gruppe besteht aus Jugendlichen aus Kampala, der Hauptstadt Ugandas, die oftmals mangelnde Zukunftsperspektiven haben. Innerhalb der Gruppe werden sie von Künstler*innen in traditionellem Tanz und Musik sowie Theater unterrichtet. Als Teil der Undugu-Bewegug setzt sich Sosolya für Frieden und kulturelle Vielfalt, aber auch für den Klimaschutz ein. Bagonza Herman erzählt in dem Interview von seiner Arbeit mit den Jugendlichen und von den Hoffnungen, die er für die Zukunft Ugandas, aber auch für die ganze Welt hat.
Das Gespräch führte Anna Überschär, die ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr bei Werkstatt Zukunft macht. Mehr Infos https://werkstatt-zukunft.org/index.php

 

Veränderung beginnt bei dir selbst! – Klima Challenges

Wochenlang hat unsere Freiwillige im FSJ-Kultur, Anna Petsch, daran gearbeitet diesen „Challenge Kalender“ zu entwickeln. Recherchieren, formulieren, gestalten – wieder verwerfen, neu schreiben…
Und nun geht das Ergebnis zum Start der HAMBURGER KLIMAWOCHE am 22.09.2019 online. 24 Challenge-Türchen lassen sich nacheinander öffenen. Hinter jedem Türchen steckt eine Herausforderung, die man annehmen kann – oder auch nicht.

Das Thema Klimawandel wird immer mehr zur heißen Sache. Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme in unbekanntem Ausmaß suchen unseren Planeten heim, und der Trend ist, dass sich das Klima weiter verändern wird, wenn wir keine Kehrtwende innerhalb unserer Gesellschaften einleiten. Politische Klimastrategien müssen beschlossen werden und Unternehmen nachhaltiger werden. Weiterlesen…

Scientists for Future: Aufruf an die Politik


Mehr als 26.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben den Aufruf der „Scientists for Future“ im Frühjahr 2019 unterschrieben. Hier erneut ein dringender und dramatischer Apell an die Politikerinnen und Politiker die Forderungen der jungen Generation ernstzunehmen und endlich eine ambitionierte KlimaSTRATEGIE zu entwickeln und nicht viele kleine Einzelmaßnahmen.
Die Wissenschaft ist sich einig: UNSERE ZUKUNFT IST IN GEFAHR!

20 Jahre: Eine Bühne für die Jugend der Welt

Mit Kultur zu globaler Gerechtigkeit

Die NAFSI AFRICA ACROBATS starten am 19.08. beim Kinder-und Jugendzirkus Charivari mit Workshops und Aufführungen und sind am folgenden Wochenende beim LurUPina-Festival in Hamburg zu Gast.
Am 18. August 2000 war der „PARADA ZIRK“ aus Bukarest zu Gast bei „La Strada“ in Bremen – ein Straßenkunst-Festival, das es immer noch gibt. Das war der Start der 1. KinderKulturKarawane, einer einzigartigen Erfolgsgeschichte: Das mehrfach ausgezeichnete Projekt ermöglicht es Kindern und Jugendlichen aus Ländern des globalen Südens, mit Akrobatik, Tanz, Theater und Musik das Publikum in Deutschland und Europa zu begeistern. Viele der teilnehmenden Jugendlichen stammen aus benachteiligten Verhältnissen. „Wir wollen den Beifall des Publikums nicht wegen unseres schweren Schicksals, sondern für unsere hohe künstlerische Leistung auf der Bühne“, sagte ein Projektleiter aus Südafrika dazu.
 

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