Gruppe 2020

The Dreamcatchers | Indien

2009 besuchte Theaterpädagoge Wolfgang Schramm von „Creacting-Net“ aus Schöllkrippen zum ersten Mal die nur von Spendengeldern betriebene „AO Zora School“. Die AO Zora School ist eine kleine Dorfschule mit 100 Schülern in der Nähe von Bodhgaya, Bihar Hathiyar (eine der ärmsten Regionen Indiens). Die Schule dient außerdem 12 Waisen und Halbwaisen als Zuhause. Mit dieser Gruppe von Jungs, alle zwischen 8 und 19 Jahren alt, begann Wolfgang Schramm Improvisationstheater zu machen. Ein sehr motivierter junger Lehrer, Vinod Kumar, wurde dabei als Theaterpädagoge ausgebildet.

Vinod Kumar arbeitete mit den Kindern weiter und so entstand die Theatergruppe „The Dreamcatchers“, die mittlerweile in den umliegenden Dörfern sehr bekannt ist. Einmal im Jahr kommt ein Team von „Creacting Net“ für einen Monat nach Indien, um Vinod zu unterstützen und mit den „Dreamcatchers“ intensiv Theater zu spielen. Am Ende der ca. vierwöchigen Probenzeit gibt es dann immer eine Tournee durch die Region. In den letzten Jahren wurde das Projekt ausgeweitet und auch Kinder aus anderen Schulen zu den Workshops eingeladen. Weiterlesen…

Fuera de Foco Crew | Argentinien

„Um das Unmögliche zu erreichen, braucht man nur etwas länger“, ist das Motto, nach dem „Crear vale la pena“ (CVLP) gegen die Hoffnungslosigkeit in den armen Stadtteilen von Buenos Aires kämpft. Mit außergewöhnlichen Mitteln setzt sich das Projekt für eine bessere Lebensqualität in den benachteiligten Vororten der Metropole ein. „Crear vale la pena“, was so viel heißt wie „Kreativ-Sein lohnt sich“, erarbeitet mit Kindern und Jugendlichen aus diesen Vierteln künstlerische Produktionen, bildet Jugendliche in Bereichen aus, die mit der Arbeit auf und hinter der Bühne zusammenhängen, und baut Kulturzentren auf.

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Circus Debere Berhan | Äthiopien



Die Kunst des sozialen Bewusstseins
Der Zirkus Debere Berhan wurde 1998 gegründet und erhielt ihren Namen von der Stadt, in der alles anfing mit der Vision, das soziale Bewusstsein für verschiedene Fragen der Gesundheit und Diskriminierung zu fördern und die Botschaft der Gleichheit zu verbreiten.

Die Idee des „Theaters für soziale Entwicklung“ hat in Ländern des Globalen Südens eine lange Geschichte. In den 1970er Jahren brachen die Ideen z.B. eines Augusto Boal und das „Theater der Unterdrückten“ spielte eine wichtige Rolle.

Seitdem ist auch die Idee des „Sozialen Zirkus“ eine wachsende Kraft in den Darstellenden Künsten im Globalen Süden. Verstärkt wurde dies durch den Cirque du Soleil, der dem Cirque du Monde Mittel zur Verfügung stellt, um das Konzept des Sozialzirkus zu unterstützen, bei dem „junge Menschen ein Gefühl von Zugehörigkeit, Freiheit, Kreativität, Ausdauer und Disziplin entwickeln“. Weiterlesen…

Kigamboni Community Centre | Tanzania

Eine solidarische, unterstützende und kreative Welt ohne Armut – diese Vision vor Augen gründeten Festo, Rashid, Nassoro und George 2007 ein Gemeindezentrum in Kigamboni, einem Stadtteil von Dar es Salaam in Tansania. Die Vier litten in ihrer Kindheit selbst unter Armut, Misshandlung, Obdachlosigkeit und fehlenden Bildungschancen. Doch die Gemeinde half den jungen Männern, ihre Probleme zu überwinden. Deshalb beschlossen sie, der Kommune etwas zurückzugeben. Mit dem Ziel, Armut durch soziale und wirtschaftliche Entwicklung zu bekämpfen, bietet das Kigamboni Community Centre (KCC) seitdem kostenlose Schulbildung an. Die vielfältigen Talente von Kindern und Jugendlichen aus der Region werden gefördert, um ihre Chancen auf ein selbstständiges Leben zu erhöhen.

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Arena y Esteras | Peru

Das Projekt „Arena y Esteras“ verbindet in seinen Zirkus-Theaterinszenierungen soziale und künstlerische Interessen mit politischem Engagement. Übersetzt heißt „Arena y Esteras“ Sand und Strohmatten. Denn „Villa El Salvador“ (VES) liegt in einem durch Armut und Gewalt geprägten Vorort von Lima (Peru) in einem Wüstengebiet, wo die einfachen Hütten aus Strohmatten hergestellt werden. Drei Viertel der Bevölkerung von VES sind jünger als 25 Jahre, und für sie scheint es dort keine Perspektive zu geben; die Gewaltrate ist eine der höchsten der Region.

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Red Nose Foundation

Die Red Nose Foundation (RNF) ist eine gemeinnützige Organisation in Indonesiens Hauptstadt Jakarta zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen durch Kunst und Bildung. Die RNF arbeitet vor allem zwei Lernzentren im Großraum Jakarta: eines in einer armen Fischergemeinde in Cilincing an den Ufern von Nord – Jakarta und das zweite in einem von einer Mülldeponie geprägten Slum in Jurangmangu Timur in South Tangerang.
In diesen beiden Bildungszentren bietet die Stiftung jede Woche 120 Stunden Kunst und Bildung an und erreicht über 650 benachteiligten Kindern Kultur- und Bildungsmöglichkeiten pro Woche. Weiterlesen…

M.U.K.A. – Project | Südafrika

1994 – das Ende der Apartheid – war für die Menschen in Südafrika eine Zeit voller Umbrüche. Viele Jugendliche zog es von den Townships in die Zentren der Städte, wo sie sich häufig auf der Straße wieder fanden. Hier nahm M.U.K.A.-Project 1995 seinen Anfang. In einem „Shelter“ der Evangelischen Friedenskirche Johannesburg, trafen sich Jugendliche, die ursprünglich aus Soweto stammten, und begannen gemeinsam Theaterstücke zu entwickeln. Sie nannten sich „Most United Knowledgeable Artists“ – kurz M.U.K.A. – und verarbeiteten in ihren Inszenierungen ihre Erfahrungen als Straßenkinder. Für ihre Auftritte machten sie Straßen, Gemeindezentren und Kirchen zu ihrer Bühne.

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