Macht COVID 19 die KiKuKa unmöglich?

Macht COVID 19 die KiKuKa unmöglich?

Gruß aus Indien von THE DREAMCATCHERS

Als wir am 24. März das erste Mal über COVID-19 und die Auswirkungen auf die KinderKulturKarawane berichteten waren wir alle noch sehr zuversichtlich, dass zumindest im Herbst die KinderKulturKarawane und die Projekte „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ und „CulPeer4change“ stattfinden werden.

Fünf Wochen später scheint die Pandemie überall auf der Welt das Leben auf ein Überleben zu reduzieren. Und wie immer stellt sich heraus, dass sich die globale Ungerechtigkeit auch hier zeigt: denen, die sowieso nichts haben, werden auch die letzten Chancen geraubt, Geld für dieses Überleben zu verdienen. Die Nachrichten von unseren Partnern in Argentinien, Bolivien, Indien, Peru und Südafrika machen uns betroffen – und hilflos.
Wir werden davon in den nächsten Tagen berichten.

Der Förderverein der KinderKulturKarawane hat jetzt einen Aufruf an seine Mitglieder – und alle FreundInnen der KinderKulturKarawane gerichtet: Diese Krise fordert unsere Solidarität!

Wir wissen zurzeit sehr, sehr wenig! Werden im Herbst Schulen und andere öffentliche Einrichtungen wieder „normal“ arbeiten? Haben Schulen im Herbst überhaupt noch Raum und Zeit, die eingeladene Gruppe zu empfangen? Wie sieht es mit dem öffentlichen Kulturbereich dann aus? Werden die Jugendherbergen wieder geöffnet haben – wenn es sie dann überhaupt noch gibt? Wie wird dies bei unseren KollegInnen in Bulgarien, Dänemark, Österreich, Italien, Slowenien und Polen im Herbst aussehen?

Fragen über Fragen
Sind dann Reisen innerhalb Europas wieder problemlos möglich? Können aber unsere Partner aus dem Globalen Süden überhaupt in Europa einreisen? Wird es dann wieder einen verlässlichen interkontinentalen Flugverkehr geben? Werden die Botschaften wieder Visa ausstellen?
Können unsere Partner rechtzeitig wieder zusammen proben und trainieren? Werden Eltern und Erziehungsberechtigte ihre Kinder überhaupt nach Europa reisen lassen – in diesen Zeiten?
Das alles sind Fragen die uns und die KollegInnen unserer europäischen Partner seit zwei Wochen intensiv beschäftigen und immer wieder schlaflose Nächte bereiten. Viele Emails mit Fragen, Ideen und Lösungsvorschlägen gehen hin und her. Video-Konferenzen und Telefonate ohne Ende…

Und immer wieder neue Hiobsbotschaften, die schlimmer sind als befürchtet – sich aber zum Glück als nicht ganz so dramatisch herausstellen. Eins kristallisiert sich aber leider immer mehr heraus: eine KinderKulturKarawane, wie wir sie seit 20 Jahren kennen, wird es in diesem Jahr wohl eher nicht geben. Sie scheint wegen all der oben genannten Unwägbarkeiten einfach nicht mehr planbar. Aber vielleicht geschehen noch Wunder?

Jeden Freitag treffen sich die Jugendlichen von ARENA Y ESTERAS online. Sie wollen damit auch ein Zeichen setzen: WIR MACHEN THEATER!

PLAN C
Und dennoch: je dramatischer die Lage für die KiKuKa wird, desto mehr wollen alle, dass es sie auch in diesem Jahr gibt! Wir arbeiten mit ALLEN Partnern am „Plan C“!
Wir haben jetzt soviel Erfahrung sammeln können mit Online-Kommunikation und Online-Kooperation, dass wir überlegen, die KinderKulturKarawane virtuell und kreativ auf den „Weg“ zu schicken. Die Vorbereitungsbesuche werden schon so geplant – warum dann nicht auch die Austauschprojekte im Herbst?!

Solidarität
Wir wissen alle, es wäre kein auch nur annähernd gleichwertiger Ersatz für die KinderKulturKarawane! Aber es ist eine Chance, die Verbindung nicht abreißen zu lassen, kreative und inhaltiche Prozesse global zu initiieren und den Projekten zu zumindest zu einem kleinen „Einkommen“ zu verhelfen. Zudem könnte das auch ein kleines Zeichen der Solidarität sein.

Macht COVID 19 die KiKuKa unmöglich?

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