M.U.K.A.-Project 2026

Tanz-Theater, Südafrika

Foto: Anne Oschatz

Tourplan 2026   Pressefotos & weitere Infos

Tourzeitraum: September – November 2026
Anzahl Personen: 6 Personen + 1 Tourbegleiter:in
Sprache: Englisch, isiZulu
Workshop: Musik, Theater, Tanz, Gewaltprävention, Contemporary & Afro-Fusion Dance, Movement & Identity, Genderrollen im Tanz, Dekoloniale Perspektiven im künstlerischen Ausdruck
SDGs: 5, 10, 16

Das aktuelle Stück: The Chain

The Chain ist eine zeitgenössische Tanz- und Theaterproduktion, die fünf miteinander verbundene Lebensgeschichten junger Frauen aus Südafrika erzählt. Die einzelnen Erzählungen greifen wie Glieder einer Kette ineinander und machen sichtbar, wie individuelle Biografien in größere gesellschaftliche und historische Macht Strukturen eingebettet sind.

Eine Vielzahl sozialer Missstände und Probleme, die in den SDGs 5, 10 und 16 der Vereinten Nationen aufgeführt sind, werden von fünf jungen Frauen thematisiert, die sich gemeinsam in einer kalten und dunklen Gefängniszelle in Südafrika eingeschlossen wiederfinden.

Jede von ihnen erzählt ihre Leidensgeschichte, die durch eine traditionelle afrikanische Erzählweise wie eine Kette miteinander verbunden sind. Gesang, Tanz und Trommeln sind die besonderen Zutaten dieser Inszenierung.

AUTOR UND REGIE:

Brian Nhlanhla „Spider“ Phakathi

TANZWORKSHOPS:

MUKA Project & Phoenix College Cast

LAUFZEIT:

50 Minuten

DISKUSSION MIT DEN DARSTELLERN NACH DER VORSTELLUNG:

10 Minuten.

Über M.U.K.A.-Project

Hillbrow, ein sozialer Brennpunkt im Zentrum von Johannesburg ist extrem dicht besiedelt und ein hartes Pflaster: Gewalt und Straßenkriminalität, Drogen und Prostitution, Vergewaltigung und Verwahrlosung, HIV/Aids und Armut sind bestimmende Themen im Alltag der Kinder und Jugendlichen – wie auch in den Theaterstücken und Workshops der jungen M.U.K.A. – Schauspieler:innen. Mit der Theaterarbeit lernen sie, ihre Sorgen und Hoffnungen kreativ auszudrücken. Und sie zeigen anderen jungen Menschen, die auf der Straße leben, Alternativen zur Gewalt ihres Alltags auf.

1994 – das Ende der Apartheid – war für die Menschen in Südafrika eine Zeit voller Umbrüche. Viele Jugendliche zog es von den Townships in die Zentren der Städte, wo sie sich häufig auf der Straße wieder fanden. Hier nahm das M.U.K.A.-Project 1995 seinen Anfang. In einem „Shelter“ der Evangelischen Friedenskirche Johannesburg, trafen sich Jugendliche, die ursprünglich aus Soweto stammten, und begannen gemeinsam Theaterstücke zu entwickeln. Sie nannten sich „Most United Knowledgeable Artists“ – kurz M.U.K.A. – und verarbeiteten in ihren Inszenierungen ihre Erfahrungen als Straßenkinder. Für ihre Auftritte machten sie Straßen, Gemeindezentren und Kirchen zu ihrer Bühne. Heute ist das Projekt eine feste Institution in Hillbrow. Durch das M.U.K.A. Project kommen Kinder und Jugendliche aus allen Bevölkerungsgruppen des Ghettos zusammen.

Künstlerische Arbeit und soziales Engagement sind eng verknüpft: Das M.U.K.A. Project ist Mitglied in der Johannesburger Allianz für Straßenkinder (JASC), arbeitet in verschiedenen Suppenküchen für Bedürftige, unterstützt arbeitslose Jugendliche mit Stipendien und ist in Frauenhäusern aktiv.

Das Projekt arbeitet mit daran, den Stadtteil lebenswert zu machen und ist in vielen Schulen in Johannesburg engagiert, auch im Rahmen des Programmes „Adopt-a-school“.
Ein wichtiger Teil der Arbeit sind Workshops zur gewaltfreien Konfliktlösung und Prävention von Gewalt, vor allem in Schulen. Regelmäßig werden Nachbarn und Eltern der Jugendlichen zu kostenlosen Aufführungen, Community-Workshops und Gesprächen eingeladen.

Weitere Informationen


Facebook-Seite von M.U.K.A.