Sie hat über 5.000 Mädchen befreit – Triveni Archarya

Triveni Acharya setzt sich mit der Rescue Foundation in Indien seit 1997 gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution ein. Hunderttausende Mädchen und Frauen werden in den Rotlichtvierteln der indischen Großstädte unter unvorstellbaren
Bedingungen zur Prostitution gezwungen. Die Rescue Foundation hilft ihnen mit Rettungseinsätzen, bei denen die unschuldigen Opfer befreit und im Anschluss medizinisch und psychologisch betreut werden.

Mit ihrem Team aus Informanten, versteckten Ermittlern, Ärzten, Psychologen,
Rechtsanwälten, Lehrern und Betreuern, die Tag für Tag für die jungen Frauen da sind, hat die Rescue Foundation bis heute bereits über 5.000 Mädchen aus der
Zwangsprostitution befreit und in ihren Schutzzentren aufgenommen.

Ihr unermüdlicher Kampf gegen Menschenhändler, Zuhälter und Bordellbesitzer hat
Triveni Acharya in den letzten Jahren weit über die indischen Landesgrenzen hinaus
bekannt gemacht. Mit der Verleihung des „Civil Courage Prize“ in den USA sowie dem „Stree Shakti“ Award von Sonia Gandhi gehört Triveni Acharya zu den beeindruckendsten und international anerkanntesten Menschenrechtsaktivistinnen. Zuletzt wurde sie 2013 „World of Children Humanitarian Award Honoree“. Hier ein Video, in dem über die Arbeit der Rescue Foundation und die Asuzeichnung berichtet wird:

Das Leben nach der Zwangsprostitution
Überblick über die Programme und Aktivitäten der Rescue Foundation

Wenn die Nacht hereinbricht, beginnt die Arbeit für die Ermittler der Rescue Foundation. Getarnt als Freier suchen sie in den Rotlichtvierteln von Mumbai, Pune und Delhi nach minderjährigen Mädchen und jungen Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden.

Fünf Jahre war Sita in der Prostitution in Pune und hoffte jeden Tag, dass sie gerettet würde. Einige Male stürmte die Polizei das Bordell, in dem sie gefangen war, um nach Minderjährigen zu suchen. Und immer wurde Sita zusammen mit anderen jungen Mädchen hinter dem Wassertank versteckt. Die Zuhälter drohten den eingeschüchterten Mädchen: „Wenn irgendjemand einen Mucks macht, bringen wir euch alle um!“ Bitter war die Enttäuschung, als Sita und die anderen Mädchen von ihrem Versteck aus hörten, wie die Polizei wieder ging. Die Hoffnung, gerettet zu werden, schwand von Mal zu Mal.

Doch eines Tages kam die Polizei wieder. Gemeinsam mit der Rescue Foundation wurde eine Razzia durchgeführt. Diesmal wurde jeder Winkel des Bordells durchsucht, da die Organisation Hinweise bekommen hatte, dass in diesem Bordell Minderjährige festgehalten würden. Nach einer Stunde intensiver Suche konnten Sita und fünf andere Mädchen endlich befreit werden.

Schutz nach jahrelanger Ausbeutung
Heute lebt Sita im Schutzzentrum der Rescue Foundation in Pune. Die fünf Jahre in der Zwangsprostitution haben Körper und Seele des Mädchens zerstört. Triveni Acharya, Leiterin der Rescue Foundation, nimmt sich jedem Mädchen an. Sie hört ihnen zu, spricht mit ihnen und hilft den Mädchen, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten. Ihre warme, einfühlsame und liebenswerte Art gibt den Mädchen Vertrauen. Für viele ist Triveni Acharya wie eine Mutter, die sie in den Arm nimmt, ihnen Mut zuspricht und für sie da ist.

Die Rescue Foundation betreibt in Mumbai, Pune und Boisar Schutzzentren für junge Frauen. In diesen können die Mädchen nach ihrer Rettung aus den Bordellen solange wohnen, bis sie in ihre Heimat und zu ihren Familien zurückkehren können oder in der Lage sind, auf eigenen Füßen zu stehen.

Die jungen Frauen werden medizinisch und psychologisch betreut und können an verschiedenen Workshops und Freizeitprogrammen teilnehmen. Yoga, Karate, Tanzen, Handarbeiten und Malen hilft den jungen Frauen, ihr Selbstwertgefühl wieder zu erlangen. Neben dem normalen Schulunterricht werden zudem Ausbildungsprogramme zur Kosmetikerin oder Schneiderin angeboten. Für die jungen Frauen eröffnet dies neue Perspektiven. Auch Sita hat nach der schrecklichen Zeit in der Prostitution Mut gefasst und sich neue Ziele gesetzt. Seit einem Monat nimmt sie an der Ausbildung zur Kosmetikerin teil und lernt im täglichen Schulunterricht Lesen und Schreiben. Für sie hat ein neues Leben begonnen.

Kampf um Gerechtigkeit
Während der Zeit, in der die jungen Frauen in den Schutzzentren der Rescue Foundation sind, werden gerichtliche Verfahren gegen die Bordellbesitzer und soweit möglich gegen die Schlepper eingeleitet. Die Strafverfolgung ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Rescue Foundation. Triveni Acharya kämpft für Gerechtigkeit: „Die Verbrecher müssen angemessen bestraft werden und die jungen Frauen sollen ihre Rechte bekommen“, so die Leiterin.Im Jahr 2013 konnte die Rescue Foundation über 300 Mädchen aus der Zwangsprostitution befreien. Triveni Acharya hat ihr Ziel fest vor Augen: „Wir werden unsere Suche nach den Mädchen solange weiterführen, bis alle gerettet sind!“

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Die Steppenkids begeistern beim Hafenfest in Wedel

Nicht nur Groß, sondern vor allem auch die Kleinen waren mehr als fasziniert von den leuchtenden Kostümen, dem Kehlkopfgesang, den Pferdekopfgeigen, den traditionellen Tänzen und auch von der HipHop Einlage, die die mongolische Gruppe „Steppenkids“ zum Wedeler Hafenfest 2014 am vergangenen Sonntag mitbrachte.

Für die 15. KinderKulturKarawane ist die Gruppe aus Ulaanbaatar Ende Mai angereist und eröffnete beim KinderKulturFest im Duisburger Innenhafen die diesjährige KinderKulturKarawane. Am vergangenen Sonntag trat die Gruppe beim Wedeler Hafenfest auf.

Pressebericht über einen Auftritt der Gruppe in Lörrach (PDF)

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KinderKulturKarawane – DAS QUARTETT

Jetzt ist es endlich erschienen: DAS QUARTETT der KinderKulturKarawane! Fast 10 Jahre alt ist die Idee, ein solches Quartett zu produzieren. Rechtzeitig zum 15. Jubiläum der KKK konnten wir sie endlich in die Tat umsetzen – dank der engagierten Unterstützung unserer Praktikantin Patrizia Haupt und unserer FSJ-Kultur-Freiwilligen Viktoria Schmid.

Supertrumpf
Aus den 91 Gruppen aus 32 Ländern und 4 Kontinenten, die in den 15 Jahren der KinderKulturKarawane ihre Künste in Europa vorgestellt haben, wurden 32 Gruppen von uns herausgesucht, die in die 8 Genres passen: Theater, Zirkus, Akrobatik, Traditioneller Tanz, Moderner Tanz, Traditionelle Musik, Moderne Musik und Paraden/Karneval.
Man kann DAS QUARTETT klassisch oder als „Supertrumpf“ spielen, wie früher das Auto- oder Flugzeug-Quartett. „Gestochen“ wird etwa mit der Entfernung der Heimatstadt nach Hamburg, der Anzahl der Teilnahmen an der KKK, der Zahl der Tourtage oder der Anzahl der Google-Treffer. Bewusst haben wir keine Qualitätsbewertungen eingeführt – wie sollte das auch gehen?!

Eine Bühne für die Jugend der Welt
DAS QUARTETT ist für all jene, die schon länger mit der KKK verbunden sind, eine kleine Zeitreise durch die 15-jährige Geschichte des Projektes. Es lässt zudem die unglaubliche Bandbreite kultureller Jugendprojekte weltweit erahnen und belegt eindrücklich die Kreativität junger Menschen und die Vielfalt der Kulturen.
Bei dieser kleinen Zeitreise spürt man förmlich, wie die KKK zu einer Bühne für die Jugend der Welt geworden ist.

Umsonst…
…ist DAS QUARTETT nicht zu haben. Nicht nur, weil Kultur auch einen Gegenwert hat, sondern vor allem, weil DAS QUARTETT dazu beitragen soll, die KinderKulturKarawane weiter zu entwickeln und wegfallende Zuschüsse zumindest zum Teil zu ersetzen.
Für 6 Euro verkaufen wir das Kartenspiel. Das ist der Preis, wenn Sie DAS QUARTETT bei einem Auftritt oder einem Workshop der Gruppen der KKK erwerben. Wir schicken es aber auch gerne per Post zu. Dann kommen noch einmal 1,80 Euro für Verpackung und Porto hinzu, insgesamt sind es dann also 7,80 Euro.
Bei Abnahme von 5 Spielen werden 30 Euro fällig – Porto und Verpackung übernehmen wir. Ab 10 Exemplaren kostet das Quartett nur noch 5 Euro pro Stück – auch hier übernehmen wir natürlich Porto und Verpackung.

So geht’s:
Einfach 7,80 Euro auf unser Konto überweisen und die Adresse dort angeben und innerhalb von 1 –  2 Tagen ist DAS QUARTETT bei Ihnen. Zur Sicherheit können Sie gerne auch noch eine kurze E-Mail mit der Adresse und dem Überweisungsdatum schicken (info@kinderkulturkarawane.de).
Unsere Bankverbindung:
Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH
IBAN: DE71 4306 0967 2027 3073 00
BIC: GENODEM1GLS

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DAS QUARTETT im Detail

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„Steppenkids“ starten 15. KinderKulturKarawane

Mit ihrem Auftritt im Duisburger Innenhafen haben die „Steppenkids“ aus der mongolischen Hauptstadt Ulaan Bataar gleichzeitig das 17. KinderKulturFestival und die 15. KinderKulturKarawane eröffenet. Eine ebenso beeindruckende wie begeisternde Show zeigten die Kids aus dem Projekt „Huuhed Zaluuchuud“ im Zentrum vom Ulaan Bataar. Sie waren drei Tage zuvor aus der Mongolei angereist und werden bis zum 14.7. in ganz Deutschland und Österreich unterwegs sein (siehe Veranstaltungskalender).

7 Gruppen aus 3 Kontinenten
Die 15. KinderKulturKarawane (KKK) bringt im Jubiläumsjahr 7 Gruppen aus Argentinien, Kenia, Kolumbien, der Mongolei, Palästina, Südafrika und Tanzania nach Europo und wird so wieder „Eine Bühne für die Jugend der Welt“ bieten. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr ein Projekt aus Deutschland eine Gruppe der KKK besuchen: Der „Zirkus Willibald“ aus Hamburg Wilhelmsburg besucht die Freundinnen und Freunde von „Arena y Esteras“ und wird intensiv mit Schülerinnen und Schülern zusammen asrbeiten und ein Programm entwickelen, das dann beim „FESTICIRCO“ in Villa El Salvador präsentiert wird. Start der Reise ist der 22. Juni.

14-tägige Projekte
Neben den „üblichen“ Veranstaltungen mit Aufführung und Workshop, wird es in diesem Jahr noch mehr Projekte geben über mehrere Tage dauern. Allein in Hamburg sind 4 Schulen in solche Projekte eingebunden, an deren Ende jeweils die Aufführung der gemeinsamen Produktion steht. Aber auch in anderen Städten sind einzelne Gruppen mehrere Tage zu Gast: Köln, Berlin, Ahrensburg, Aachen, Marburg und Oldenburg. Diese längeren Aufenthalte sorgen immer wieder für partnerschaftliche und spannende Begegnungen, die zu Kontakten führen, die lange über die KKK hinaus anhalten.

DAS FINALE
Nach knapp 300 Aufführungen und Workshops treffen die fünf Herbstgruppen der KinderKulturKarawane Ende Oktober wieder in Hamburg zusammen. Am 31.10. wird es die große Geburtstag-Gala im Bürgerhaus Wilhelmsburg geben: DAS FINALE. Neben den KKK-Gruppen werden Gäste von nah und fern erwartet und ein packendes Programm gestalten, das zurecht „Eine Bühne für die Jugend der Welt“ genannt wird.

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Big Mama Laboratorio in Ljubljana

Am 25. Mai spielte BIG MAMA LABORATORIO aus Buenos Aires im „Mini Teatre“ in Ljubljana vor einem internationalen Publikum. Anschließend fand ein Gespräch mit dem Publikum statt – und ein Geburtstagsständchen für Matias.

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Cultura Viva Comunitaria – lebendiger denn jeh!

Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass dieser „1. Congreso Latinoamericano Cultura Viva Comunitaria“, der vor knapp einem Jahr in La Paz und El Alto (Bolivien) stattfand und vor allem von COMPA/Teatro Trono organisiert worden war, so positive Entwicklungen nach sich ziehen würde:
Aus der Initiative, die damals schon so groß und kreativ war, hat sich über den ganzen Subkontinent eine riesige Bewegung entfaltet. Erster großer Erfolg war die Konferenz der Kulturminister Lateinmamerikas Mitte April in Costa Rica. Sie war ausschließlich der „Cultura Viva Comunitaria“ gewidmet.
Der zweite „Paukenschlag“ kam kurz danach: die Stadt La Paz hat den 22. Mai zum „Tag der Cultura Viva Comunitaria“ erklärt.
Jetzt laufen in El Alto und La Paz die Vorbereitungen, diesen Tag zu gestalten, die ganze Kraft der Kultur auf die Straßen zu bringen.

Hier noch ein „offizielles Video“ von der Konferenz der Kulturminister in Costa Rica, dass viele Stimmen berichten lässt, was Cultural Viva Comunitari den eigentlich bedeutet.

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KULTUR FEHLT – NOCH!

Seit Monaten wird in der UN diskutiert, was denn nach 2015 aus den „Millenium Developmnent Goals“ werden soll. Acht dieser Ziele waren damals beschlossen worden, u.a. die Halbierung der Armut weltweit. Erfolgreich war der Versuch, diese Ziele zu erreichen, nicht.
Nichtsdestotrotz steht man kurz vor den entscheidenden Sitzungen, die „Post-2015-Agenda“ zu beschliessen. Es geht dabei offensichtlich um die alten MDG, um Ergänzungen dazu und um den Klimawandel. Sie werden dann wohl „Sustainable Development Goals“ heißen. Diskutiert wird vor allem wie die konkrekten Zielsetzungen aussehen sollen, also die Fragen, bis wann genau welches Ziel erreicht werden soll.

Die Kultur spielt dabei nur eine mehr als randständige Rolle. Dabei ist innerhalb der UN schon vor 15 Jahren der Zusammenhang von Kultur und Entwicklung diskutiert worden und man kam zu der Übereinkunft dass „Kultur nicht ein Hemmnis von Entwicklung ist, sondern im Gegenteil: sie ist die Basis jeder Entwicklung“. Genau diese Erkenntnisse und Beschlüsse spielten aber schon bei den MDG überhaupt keine Rolle. Überlegungen, Kultur in irgendeiner Form als weiteres MDG einzubringen, wurden ad acta gelegt.

JETZT aber ist der Zeitpunkt gekommen, insbesondere im Zusammenhang mit „UN-Konvention zum Schutz und Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“, der Kultur ihren entscheidenden Stellenwert in den neuen „Sustainable Development Goals“ zu verschaffen. Ein Bündnis von internationalen Netzwerken hat deshalb zur weltweiten Kampagne Culture as a Goal aufgerufen.

JEDE/R ist aufgerufen, sich daran zu beteiligen und mit seiner Unterschrift und der Verbreitung der Idee in seinen Netzwerken. Unter www.culture2015goal.net findet man alle weiteren Informationen.

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„Mutoto Anatembeya“ – MUTOTO CHAUD wieder auf Tournee

„Allein sind wir nichts, nur durch Zusammenhalt entsteht unsere Kraft“ – diese positive Energie der Akrobatik- und Theatergruppe Mutoto Chaud mit Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 26 Jahren aus Lubumbashi in der Dem. Rep. Kongo hat schon 2005 und 2007 im Rahmen der KinderKulturKarawane das Publikum begeistert. Nun ist Mutoto Chaud wieder da – auf Einladung des Münsteraner Vereins „Mutoto e.V.„-  und mit einem zweiteiligen Bühnenprogramm für drei Monate in Deutschland unterwegs.

„Festung Europa“ heißt die neue Theaterproduktion von Mutoto Chaud, die sich mit dem Thema Flucht und Migration auseinandersetzt. Das Stück erzählt die Geschichte von Musafiri, dessen Familie ihr Grundstück verkauft, damit der junge Ingenieur nach Mikili (Europa) reisen kann. Das Schiff kentert vor der Küste Europas. Musafiri ist der einzige Überlebende. Er wird von der Polizei verhaftet. Wegen Schlepperei und illegaler Einreise geht er für zehn Jahre ins Gefängnis. Mit leeren Taschen kehrt der Gescheiterte nach Kongo zurück. Gibt es für ihn dort noch Hoffnung?

Mit der Show „Mutoto Anatembeya: Das Kind läuft“ setzt Mutoto Chaud die Reihe ihrer Akrobatikprogramme fort. Aus den Elementen Artistik, Tanz, Gesang und Musik formt die Gruppe eine spektakuläre Aufführung: Mit hinreißender Leichtigkeit, begleitet von ihren hervorragenden Trommlern (Ditumba), Kalindula- und Banjo-Spielern verbindet sich eine kongolesische Tanz- und Gesangsshow mit atemberaubendem, akrobatischen Können.

Noch gibt es freie Termine. Interessierte wenden sich direkt an:
Mutoto e.V., Richard Nawezi
Tel.: 0251/234557, info@mutoto.de

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Kehlkopfgesang, HipHop und Pferdekopfgeigen

Kehlkopfgesang und Hiphop? Beatbox und Pferdekopfgeigen? Passt das zusammen??? Es klingt auf den ersten Blick etwas widersprüchlich, das Programm, das die STEPPENKIDS aus Ulaanbataar in diesem Jahr bei der KinderKulturKarawane präsentieren wollen. Wenn man aber ein wenig mehr übr die Hintergründe erfährt, wird das Konzept hinter diesem Programm deutlich.
Die sieben jungen KünstlerInnen zwischen 12 und 16 Jahren stammen aus dem „Special Center for Children’s Training and Education” in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar. Das Center sorgt momentan für mehr als 170 Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 21 Jahren. Viele der Kinder und Jugendlichen sind Waisen, die auf der Straße lebten, denn der Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft nach 1990 führte in der Mongolei zu vielen wirtschaftlichen Problemen. Viele Betriebe mussten schließen, die Arbeitslosigkeit stieg stark an. Eltern waren ohne Einkommen, vernachlässigten ihre Kinder und deren Ausbildung. In der Folge endeten viele von ihnen auf den Straßen und in der Kanalisation von Ulaanbaatar.

Schule und Talentförderung
Im Spezialkomplex sollen sie ihre schulische Ausbildung beginnen oder fortsetzten. Das Heim sorgt später auch für die berufliche Ausbildung der Jugendlichen und hilft ihnen, Arbeitsplätze zu finden. Wichtig ist auch die kulturelle Arbeit. Unter dem Titel „Huuhed zaluuchuud“, was auf Deutsch „Kinder und Jugend“ heißt, werden die Talente der Jugendlichen gefördert. Im Musik- und Tanzunterricht gewinnen sie an Selbstbewusstsein und stärken ihren Teamgeist. Neben einem Musiklehrer und einer Sozialarbeiterin unterstützen auch verschiedenen NRO und Studenten die Talentförderung und üben mit den Kindern Zirkustechniken, Ballett und modernen Tanz. Die Musikgruppe des Heims ist bereits zu Auftritten nach Japan gereist und spielt auch oft zu verschiedenen Anlässen in Ulaanbaatar.

Das Programm der Steppenkids
Die Bindung an die musikalische Tradition ist auch bei den Kids in der Mongolei noch sehr große. Natürlich sind sie auch an den modernen Musik- und Tanzformen interessiert. Und so findet sich dann eben Beatbox und HipHop im Programm der Gruppe. Aber eben auch die Pferdekopfgeige und der Kehlkopfgesang.
Die Pferdekopfgeige ist ein traditionsreiches Instrument und eines der nationalen Symbole der Mongolei. Um ihren Ursprung ranken sich viele Legenden, doch sie alle thematisieren den Tod eines geliebten Pferdes. So erinnert der Klang der Geige an den Wind in der mongolischen Steppe und das Wiehern eines Pferdes. Das Instrument besteht aus einem rechteckigen oder trapezförmigen Resonanzkörper und einem langen Hals, der von einem geschnitzten Pferdekopf gekrönt ist. Die Geige ist nur mit zwei Seiten bespannt, was eine feinfühlige Grifftechnik erforderlich macht.
Der mongolische Kehlkopfgesang, oder auch Khoomei, ist eine Art des Oberton- und Untertongesangs und ebenfalls eine alte Tradition in dem von China und Russland umschlossenen Land. Die Sängerinnen und Sänger imitieren mit Hilfe einer speziellen Technik, die ihren Stimmen einen besonderen Klang verleiht, Geräusche der Natur.

Der Start der Tour ist am 31.5.2014 in Duisburg. Danach geht es nach Hannover und Lörrach. Mehr Termine unter
http://www.kinderkulturkarawane.de/

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