KULTUR FEHLT – NOCH!

Seit Monaten wird in der UN diskutiert, was denn nach 2015 aus den „Millenium Developmnent Goals“ werden soll. Acht dieser Ziele waren damals beschlossen worden, u.a. die Halbierung der Armut weltweit. Erfolgreich war der Versuch, diese Ziele zu erreichen, nicht.
Nichtsdestotrotz steht man kurz vor den entscheidenden Sitzungen, die „Post-2015-Agenda“ zu beschliessen. Es geht dabei offensichtlich um die alten MDG, um Ergänzungen dazu und um den Klimawandel. Sie werden dann wohl „Sustainable Development Goals“ heißen. Diskutiert wird vor allem wie die konkrekten Zielsetzungen aussehen sollen, also die Fragen, bis wann genau welches Ziel erreicht werden soll.

Die Kultur spielt dabei nur eine mehr als randständige Rolle. Dabei ist innerhalb der UN schon vor 15 Jahren der Zusammenhang von Kultur und Entwicklung diskutiert worden und man kam zu der Übereinkunft dass „Kultur nicht ein Hemmnis von Entwicklung ist, sondern im Gegenteil: sie ist die Basis jeder Entwicklung“. Genau diese Erkenntnisse und Beschlüsse spielten aber schon bei den MDG überhaupt keine Rolle. Überlegungen, Kultur in irgendeiner Form als weiteres MDG einzubringen, wurden ad acta gelegt.

JETZT aber ist der Zeitpunkt gekommen, insbesondere im Zusammenhang mit „UN-Konvention zum Schutz und Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“, der Kultur ihren entscheidenden Stellenwert in den neuen „Sustainable Development Goals“ zu verschaffen. Ein Bündnis von internationalen Netzwerken hat deshalb zur weltweiten Kampagne Culture as a Goal aufgerufen.

JEDE/R ist aufgerufen, sich daran zu beteiligen und mit seiner Unterschrift und der Verbreitung der Idee in seinen Netzwerken. Unter www.culture2015goal.net findet man alle weiteren Informationen.

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