WELTRISIKOBERICHT 2018 ist online

WELTRISIKOBERICHT 2018 ist online

Wie hängt das Katastrophenrisiko eines Landes mit der gesellschaftlichen Situation zusammen? Welchen Einfluss haben Faktoren wie Regierungsführung, Qualität des öffentlichen Gesundheitssystems, Umweltsituation und Bildungsniveau auf die Gefährdung eines Landes durch Naturkatastrophen?

Der WeltRisikoBericht versucht, Antworten auf diese Fragen zu geben. Der WeltRisikoBericht enthält den WeltRisikoIndex. Der Index gibt für 172 Länder weltweit das Risiko an, Opfer einer Katastrophe in Folge von extremen Naturereignissen zu werden. Im Jahr 2018 wurde der WeltRisikoIndex erstmals vom Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum berechnet und methodisch aktualisiert.

Schwerpunkt des Berichtes: Kinderschutz und Kinderrechte

Fast jedes vierte Kind weltweit lebt in einem Land, das von Krisen und Katastrophen betroffen ist. Kinder stellen in diesem Kontext eine besonders vulnerable Bevölkerungsgruppe dar. Das liegt vor allem daran, dass ihre physischen und psychischen Bewältigungskapazitäten noch nicht so ausgereift sind wie die von Erwachsenen und sie somit häufig drastischer und langfristiger unter den negativen Auswirkungen leiden. Zugleich werden ihre Rechte während und nach Katastrophen häufig nicht anerkannt und umgesetzt, obwohl ihnen diese mit der Ratifizierung der Kinderrechtskonvention zugesichert wurden.

Ein übergeordnetes Ziel humanitärer Hilfseinsätze ist es demzufolge, das Überleben und den Schutz von Kindern sicherzustellen und den negativen Konsequenzen von Katastrophen so gut wie möglich entgegenzuwirken. Wesentlich hierfür ist die Errichtung sogenannter Kinderschutzzentren, in denen Kindern Nahrung, Schutz und medizinische sowie psychologische Betreuung zur Verfügung gestellt wird. Eine zentrale Rolle kommt außerdem der Bildung zu. Nach einer Katastrophe sollten Kinder so schnell wie möglich in ein funktionsfähiges staatliches Schulsystem zurückgeführt werden.

In Maßnahmen zur Katastrophenprävention und in Strategiepläne zur Katastrophenreduzierung sollten die besonderen Bedürfnisse von Kindern explizit adressiert werden. Zugleich sollten Kinder bei der Gestaltung miteinbezogen werden, da sie andere Risiken wahrnehmen und identifizieren. Insbesondere in stark von extremen Naturereignissen betroffenen Regionen sollten Aktionspläne für Kinder daher in Kooperation mit Kindern ausgearbeitet werden.

Hier kann der ganze Bericht heruntergeladen werden: https://weltrisikobericht.de/download/1031/.

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