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Theater-Stage-Camp 2020 im Harz

Unser derzeitiger Praktikant Yannik hatte Anfang Oktober die Gelegenheit, am Feriencamp des JEW Hamburg mit Mitgliedern von KCC teilzunehmen. Im Bericht erzählt er, wie er die Ferienfreizeit erlebt hat:

„Hinter uns liegen zwei intensive Wochen Feriencamp in Sankt Andreasberg im Harz in Kooperation mit dem Jugenderholungswerk Hamburg e.V.. Dieses wurde gemeinsam mit fünf jungen Erwachsenen des Kigamboni Community Center (KCC) und ihrem Leiter Nassoro Mkwesso aus Tansania auf die Beine gestellt und war für alle Beteiligten eine unvergessliche Ferienfreizeit. Auf dieser Reise konnten sich 23 Jugendliche aus Hamburg im Alter von 13 bis 15 Jahren in Akrobatik, Tanz und Theater auf hohem Niveau erproben. Die idyllische Lage der Jugendherberge, zwischen Wäldern und Bergen, bot für die Jugendlichen einen wunderbaren Ort zum Ausgleich ihres Alltags und viel Raum für Bewegung und Aktivität.

Foto: © Thorsten Baering

Das Jugenderholungswerk Hamburg (JEW) bietet allen Jugendlichen mit ihren Ferienfreizeiten ganz besondere Erlebniserfahrungen. Dabei muss niemand aufgrund von finanziellen Gründen zuhause bleiben. Das JEW verfolgt das Ziel, durch Spiel, Spaß, Bewegung, Abenteuer, Action, Ausruhen und Erholung die bestmöglichen Ferien für alle Jugendlichen zu ermöglichen.

Bilderstrecke „Theater-Stage-Camp 2020 im Harz“ (11 Bilder)

Es war das erste Kooperationsprojekt zwischen der Kinderkulturkarawane und dem JEW und somit eine neue Erfahrung für uns Betreuer*innen und alle Jugendlichen. In den ersten Tagen konnten wir die unterschiedlichen Angebote kennenlernen, um uns dann für eine Kerngruppe zu entscheiden. Die täglichen Workshops boten uns Raum, uns auszuprobieren und unbekannte Kräfte und Fähigkeiten zu entdecken. Im gemeinsamen Warm-Up mit der ganzen Gruppe wurde gespielt, gesprungen, gerannt, gedehnt und Kraftübungen gemacht. Wir haben gemeinsam einen „Corona-Tanz“ einstudiert und in den einzelnen Gruppen eine Menge an neuen Fähigkeiten erlernt.

Bei vielen von uns war eine große Veränderung sichtbar, von anfangs Zurückhaltung oder Ablehnung bis hin zu einer strahlenden und selbstbewussten Haltung auf der Bühne. Mit viel Energie und Motivation übten wir immer wieder Kunsttücke und Abläufe ein, um sie dann vor der Gruppe zu präsentieren. Vor allem die starke Gruppengemeinschaft, die sich während der Freizeit bilden konnte, hat einige von uns besonders motiviert, auch an den Angeboten teilzunehmen. In kurzer Zeit lernten wir in unterschiedlichsten Formationen Pyramiden zu bauen und dies mit dynamischer Akrobatik zu verbinden. Wir erlernten verschiedene Tanzchoreografien, von Modern Dance bis hin zu traditionellem Tanz und erprobten uns in Theater. Die durch einen Film inspirierten einstudierten Theaterszenen haben eine emotionale Bedeutung für die KCC Gruppe und konnten im Theaterspiel entsprechend engagiert umgesetzt werden.

Bilderstrecke „Theater-Stage-Camp 2020 im Harz“ (7 Bilder)

Neben den Workshops gab es auch noch Zeit für unterschiedlichste Freizeitaktivitäten. Wir waren im Hochseilgarten, in der Schlittschuhhalle, im Schwimmbad, auf der Sommerrodelbahn und haben die Umgebung und die Städtchen in der Nähe erkundet. Es wurden abwechslungsreiche Abendprogramme gestaltet und gebastelt. Auch in dieser Zeit entstand eine interaktive Dynamik zwischen uns und unseren Workshopleiter*innen von KCC.

In der zweiten Woche wurde noch einmal intensiv auf die große Abschlussaufführung hingearbeitet und auch die Jugendlichen, die anfänglich noch Zurückhaltung zeigten, wurden in wichtige Rollen in das Programm integriert. Die einstudierten Einzelarbeiten aus Tanz, Akrobatik und Theater wurden zu einem Stück zusammengeführt und am Ende der Woche gefilmt, da es aufgrund der Corona-Situation leider nicht möglich war, öffentlich vor Publikum oder den Eltern aufzutreten. Für die Aufführung haben wir gemeinsam T-Shirts per Siebdruck gestaltet. Unter der Woche hatten wir auch den einen oder anderen Gast zu Besuch, der sich unser buntes Programm nicht entgehen lassen wollte. Vor allem die Tänze und die Akrobatik waren sehr beliebt bei uns. So haben wir auch die Freizeit genutzt, um neue Akrobatikfiguren zu erproben oder die erlernten Tänze und die Musik als Hingucker für den Discoabend vorzubereiten.

Vor allem der intensive Austausch zwischen allen Gruppen wurde sehr deutlich. Auch die KCC Gruppe konnte durch die gemeinsamen Aktivitäten einiges dazu lernen, wie beispielsweise das Schlittschuhlaufen und es entstanden einige echte Freundschaften untereinander. Der Abschied am Tag der Rückreise war für uns alle sehr emotional und berührend. Mit einem Tanz für die wartenden Eltern haben wir unsere Gemeinschaft verabschiedet. Alle Teilnehmer*innen hoffen auf ein schnelles Wiedersehen und behalten bis dahin die gemeinsamen Erinnerungen in guter Erinnerung.“

Beim Abschied wurden einige Tränen vergossen