Kategorien
Uncategorized

Internationaler Tag der Jugend: FSJler Tobi im Interview

Am heutigen 12. August ist der Internationale Tag der Jugend, der in diesem Jahr unter dem Motto „Engagement der Jugend für globales Handeln“ steht. Passend dazu haben wir ein Interview mit unserem FSJler Tobi geführt, der gestern seinen letzten Tag bei uns hatte und nun sein FSJ-Kultur bei der KinderKulturKarawane beendet. Wir danken dir sehr für dein Engagement Tobi und wünschen dir alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!

 

Tobi, du hast seit 2019 dein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur bei der KinderKulturKarawane gemacht. Was waren deine Aufgaben?
Ich hatte sehr viele verschiedene Aufgaben, aber meine Schwerpunkte waren das Dokumentieren bei den Workshops der einzelnen Gruppen und das Dolmetschen vor Ort.

Wie würdest du die Methode Peer-to-Peer Lernen beschreiben und was sind dabei die Vorteile, um voneinander zu lernen?
Peer-to-Peer Lernen beschreibt das gegenseitige Lernen zwischen Gleichaltrigen. Ich denke der Vorteil ist primär einfach, dass man sich im selben Alter besser versteht, da man in der selben Generation groß geworden ist. Das macht es meiner Meinung nach leichter, voneinander zu lernen.

Du hast dich in der letzten Zeit mit Konzepten wie LGTBQ+ und Themen rund um BIPOC beschäftigt, wie würdest du die Debatte charakterisieren?
LGBTQ+ ist ja einfach eine Abkürzung für verschiedene Begriffe der Sexualität beziehungsweise des Geschlechts. In beiden Fällen gibt es sehr viele Variationen, welche in der heutigen Gesellschaft aber oft als „nicht normal“ angesehen werden. Ich denke, dass dies verschiedene Gründe hat. Ein großer Grund ist, denke ich, jedoch die Erziehung von Menschen, die noch ein sehr veraltetes Weltbild haben. So ähnlich ist es bei BIPOC, was kurzgesagt ein Begriff für die Diversität verschiedener Hautfarben ist. Ich denke auch hier kommt es Größtenteils von der Erziehung, in der Menschen von damals, die einfach nicht mit Menschen aus dem Ausland aufgewachsen sind, ihre Kinder auf diese Weise erziehen, weil sie Angst vor neuem haben.

Wie sind diese Themen mit der KinderKulturKarawane verknüpft und wie würdest du den Umgang mit Vielfalt und Diversität bei der KinderKulturKarawane beschreiben?
BIPOC ist stark mit der KinderKulturKarawane verbunden, da die Gruppen aus verschiedenen Kontinenten kommen und somit eigentlich immer eine andere Hautfarbe haben als der „Standard“ hier in Deutschland. Von dem was ich mitbekommen habe, wird hier aber größtenteils gut damit umgegangen. In den Schulklassen gab es immer Toleranz und Offenheit gegenüber den unbekannten Kulturen und anstatt sich gegenseitig runterzumachen, haben beide Seiten voneinander gelernt.

Wie hast du dich bei der KinderKulturKarawane gefühlt und was nimmst du aus dem Projekt für die Zukunft mit?
Die KinderKulturKarawane hat mir immer ein Gefühl gegeben, als gäbe es noch so viel, was ich lernen kann, besonders über andere Kulturen. Ich war in meinem Leben nicht viel im Ausland und da war es für mich eine sehr schöne Erfahrung, einmal persönlich mit anderen Kulturen im Kontakt zu sein, selbst mit ihnen zu kommunizieren und von ihrer Kultur zu lernen aber auch vieles von unserer Kultur näherzubringen.

Was hat dir bei der Arbeit im Projekt am besten gefallen und welche Tipps oder Hinweise möchtest du zukünftigen FJSler*innen mitteilen?
Am meisten gefiel mir der kulturelle Austausch und dass es immer wieder etwas Neues gab. Jede Gruppe brachte auf ihre eigene Weise interessante und bunte Eigenschaften mit. Ich würde zukünftigen FSJLer*innen einfach raten und mir von ihnen wünschen, dass sie offen sind und sich den Gruppen öffnen. Denn diese Gruppen haben alle ein Herz aus Gold welches sie mit Liebe teilen.

Lieber Tobi, vielen Dank für das Interview und alles Gute für deinen weiteren Weg!