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Ein virtueller Blick nach Äthiopien

Auch mit dem Zirkusprojekt „Circus Debere Berhan“ aus Äthiopien haben bereits die ersten virtuellen Begegnungen stattgefunden. Zur Vorbereitung wurde in Äthiopien exklusiv für die KinderKulturKarawane ein Video produziert, in dem das Zirkusprojekt und die jugendlichen Künstler*innen vorgestellt werden.

Die Vorbereitungen für einen digitalen Austausch mit der äthiopischen Gruppe waren mit vielen Schwierigkeiten verbunden: Neben den Auswirkungen der Pandemie war das Land dieses Jahr auch von politischen Unruhen betroffen. Eine Zeitlang wurde sogar das Internet in Äthiopien komplett abgeschaltet, so dass ein Austausch mit der Gruppe unmöglich war.

In Heinsberg hat als erstes eine Grundschulklasse am virtuellen Austausch teilgenommen. Zur Vorbereitung haben sie sich das Einführungsvideo aus Äthiopien angesehen und sogar mehrere Kunststücke aus dem Video selbst ausprobiert. Außerdem haben sie mit ihrer Lehrerin ein äthiopisches Dorf gebastelt.

Bilderstrecke „Ein virtueller Blick nach Äthiopien“ (7 Bilder)

Die Kinder hatten jede Menge Fragen an die Gruppe aus Äthiopien, die von Projektleiter Teklu Ashagir gerne beantwortet wurden und viele Einsichten in das Leben vor Ort geben konnten:

Wie groß sind die Klassen in Äthiopien?
Die Klassen sind groß, es sind 40 bis 60 Schüler in einer Klasse. Es gibt aber einen Unterschied zwischen privaten und öffentlichen Schulen. In Privatschulen sind es nur 20 bis 30 Schüler pro Klasse. 

Wer ist reich in Äthiopien? Wer ist arm?
Einige wenige Menschen sind sehr sehr reich, dann gibt es eine ganze Menge Leute aus der Mittelklasse und leider auch viele Menschen, die in sehr armen Verhältnissen leben.

Gibt es immer Strom in Debere Berhan / Äthiopien?
Ja, in den Städten gibt es immer Strom. Aber auf dem Land gibt es meistens keinen Strom. Deswegen wird gerade ein Staudamm am Blauen Nil gebaut: der ‚Große Renaissance-Staudamm‘.“

Auch eine neunte Klasse der Gesamtschule Brand in Aachen hat am virtuellen Austausch teilgenommen. Nachdem sich die Klasse das Vorbereitungsvideo der Gruppe angesehen hatte, wurde im Englischunterricht der virtuelle Austausch ermöglicht. Das Interesse war so groß, dass von der Klasse über eine Stunde lang Fragen an Projektleiter Teklu Ashagir und Zirkustrainer Yisak gestellt wurden. Es wären noch mehr Fragen gestellt worden aber die Schulstunde war leider schon vorbei.

Mitte September war die KinderKulturKarawane bereits am Eric-Kandel-Gymnasium in Ahrensburg zu Gast. Die UNESCO-Projektschule ist einer unserer jahrelangen Kooperationspartner, die mit viel Engagement Ziele der Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Praxis umsetzten. An zwei Tagen haben wir an der Schule das Projekt „Circus Debere Berhan“ vorgestellt, um eine erste Begegnung mit der Arbeit des Projektes und den Artist*innen aus Debere Berhan zu ermöglichen. Insgesamt konnten ca. 240 Schüler*innen an dem Angebot teilnehmen und sich durch einen Vortrag und eine kleine Filmvorstellung nach Äthiopien entführen lassen. Es war eine großartige Gelegenheit für die Schüler*innen, durch das bereitgestellte Videomaterial unseres Partnerprojektes in Äthiopien eine Begegnung auf andere Weise mit dem Projekt und den Jugendlichen aus Äthiopien zu erleben

Wir sind glücklich über das große Interesse bei den digitalen Formaten und freuen uns auf weitere erfolgreiche Interaktionen mit der Gruppe aus Äthiopien.