KinderKulturKarawane bei „Gemeinsam für Afrika!“

Unter dem Motto „Miteinander. Fair. Gerecht!“ startet die Schulaktion von Gemeinsam für Afrika in das diesjährige Kampagnenjahr. Die Aktion des Bündnisses von 24 renommierten Hilfsorganisationen ruft Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland auf, sich im Unterricht, in Aktionen und Projekten mit dem Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft und ihrer Relevanz für Gleichaltrige in Afrika auseinanderzusetzen.
Afrika birgt ein großes Potenzial – seine Jugend. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 25 Jahre. Mit ihren Talenten, ihrer Energie und Dynamik sind diese jungen Menschen die Hoffnungsträger des Kontinents. Zugleich stellen sie aber ihre Gesellschaften auch vor große Herausforderungen. Denn Afrikas Jugend braucht Unterstützung, Rückhalt und Schutz, um ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Sie hat das Recht auf faire Chancen und ein gerechtes Umfeld, um ihre eigene Zukunft und die ihres Kontinents positiv und nachhaltig mitgestalten zu können.
Der Jugend Afrikas faire Chancen zu bieten, ist eine zentrale Aufgabe und Herausforderung für die internationale Gemeinschaft. Sie bedeutet Partnerschaft statt Konkurrenz, gegenseitige Unterstützung statt Ausbeutung und Gerechtigkeit statt Benachteiligung.
Die Unterrichtsmaterialien 2013 behandeln die wesentlichen Merkmale des Aufbaus einer wirtschaftlichen, politischen und sozial-ökologischen Entwicklungspartnerschaft und ihrer Relevanz für Jugendliche in Afrika. Mit Fallbeispielen aus der entwicklungspolitischen Praxis verdeutlichen sie globale – teils ungerechte – Zusammenhänge, regen zum Nachdenken an und zeigen Handlungs-perspektiven auf. Zentrale Themen sind die Schaffung gerechter Handelsstrukturen, Perspektiven in Ausbildung und Arbeit für Jugendliche in Afrika wie in Europa, Klimagerechtigkeit und alternative Wirtschaft und Konsum.
Unter dem Titel „Partnerschaft bedeutet zunächst einmal, sich kennenzulernen“ ist die KinderKulturKarawane Bestandteil des Arbeitsteils der Schulmaterialien für Sek 1 und 2.

Hier kann man die Unterrichtsmaterialien „Miteinander. Fair. Gerecht!“ herunterladen.
Mehr Informationen: http://www.gemeinsam-fuer-afrika.de/schulkampagne/schulaktion-2013-miteinander-fair-gerecht/.

 

 

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Wie neugeboren!

Vater und Sohn paddeln auf der Lahn

Am vergangenen Wochenende konnte Marcelo Bazan die Sonne in Maburg richtig genießen. Zusammen mit seinem Vater und den Marburger Gastgebern der beiden paddelte Marcelo auf der Lahn. Es ist einer der vielen kleinen Momente, die für ihn deutlich werden lassen, dass er eigentlich „wie neugeboren“ ist. Körper und vor allem sein Gefühl sind von der Last der Krankheit befreit. Träume finden wieder ihren Platz, können von Marcelo wieder aufgegriffen werden.
Zur Zeit muss er 2 – 3 Mal pro Woche in die Klinik, um Blut- und Urinwerte messen zu lassen. Seine Medikamente nimmt er peinlich genau ein, immer zur gleichen Uhrzeit. Das wird er zwar für den Rest seine Lebens beibehalten müssen – aber das nimmt Marcelo lächelnd in Kauf. „Ich kann jetzt endlich wieder meinen Kindheitstraum verfolgen, nämlich die Menschen zu einigen.“
Sein Bruder Alex ist wieder zuhause in El Alto bei seiner Ehefrau, die er am Tag vor der Abreise nach Europa geheiratet hatte. Er arbeitet wieder in seinem kleinen Restaurant und überlegt, ob er nicht Englisch lernen soll.
Marcelos Vater wird noch bis zum 2. Mai in Marburg bleiben. Die beiden sind vorher für 2 Tage nach Berlin eingeladen (länger ist es ja wegen der notwendigen Besuche in der Klinik nicht möglich) – das werden sie in Kürze angehen.
Bis Anfang Juni wird Marcelo dann wohl noch allein in Marburg bleiben müssen. Er freut sich – trotz all der Gastfreundschaft in Maburg, trotz all der vielen großzügigen Menschen, die ihm die Transplantation erst ermöglicht haben – dann wieder nach Hause zu kommen. Dort will er wieder in das „ZETA-Projekt“ einsteigen, Musik machen und vor allem sein Jurastudium schnell abschließen.

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DROP BY DROP – H2O

WorkshopteilnehmerInnen in Mumbai

In Mumbai gehen die Vorbereitungen für die KinderKulturKarawane 2013 jetzt in die Phase der Inszenierung. Vom 16. – 20. April organisierte die „Experimental Theatre Foundation“ unter der Leitung von Manul Bhardwaj einen Workshop für Jugendliche, bei dem zunächst die Methodik von „THEATRE OF RELEVANCE“ den Jugendlichen näher gebracht wurde. Später kristallisierten sich dann 7 junge Schauspielerinnen heraus, die das Ensemble bilden werden, das im Herbst nach Europa kommt, um bei der KinderKulturKarawane 2013 dabei zu sein. Das Stück läuft noch unter dem Arbeitstitel „Water – H2O“ und wird aus drei Szenen gebildet, die ein Gesamtlänge von ca. 60 Minuten haben werden.
Ausgangspunkt ist der „Big Bang“, die Entstehung der Erde, später des Wassers. Mit dem Wasser wird Leben möglich. Diese Sequenz wird überwiegend mit Bewegung und Tanz entwickelt werden. In der zweiten Szene wird das friedliche und harmonische Zusammenleben durch den Egoismus einiger zerstört, die Kontrolle über das Wasser erlangen wollen. In der dritten Szene dann ist das Wasser in den Händen einiger weniger. Staudämme, künstliche Flüsse und Wasserspeicher behindern den freien Zugang zu Wasser. Dabei gäbe es so viele Möglichkeiten eines gerechten und ressourcensparenden Umgangs mit Wasser, wenn die Menscheit in der Lage wäre miteinander zu kooperieren.

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Marcelos neues Leben hat begonnen

Chirurg Dr. Zaher Swaid, Oberbürgermeister Vaupel und Raul Bazan, Vater von Alex und Marcelo

„Großer Auftrieb“ in der Marburger Universitätsklinik. Die Klinik hatte anlässlich der Nierentransplantation bei Marcelo Bazan zu einem Pressetermin eingeladen. Nach den einleitenden Worten von Maburgs Oberbürgermeister Vaupel war schnell klar: bei aller Routine mit der die Marburger MedizinerInnen eine Nierentransplantation vornehmen, dies war auch für sie kein gewöhnlicher Fall. Aber eine Transplantation mit „Konsequenzen“, wie der Oberbürgermeister Vaupel erläuterte. Man habe mit der Klinikleitung zusammen beschlossen, über Charity-Aktionen solche Operationen in Zukunft häufiger durchzuführen, gerade bei Menschen aus Ländern, wo Armut und mangelhafte medizinische Versorgung immer wieder lebenserhaltende Behandlungen unmöglich machen.

Marcelo bedankte sich sichtlich bewegt bei allen, die diese Transplantation ermöglicht haben, vor allem aber bei seinem Bruder Alex. Er selbst habe mit der unheilbaren Nierenkrankheit damals alle seine Träume verloren. Jetzt fühle er sich quasi wie neu geboren und spüre, dass er seine alten Träume wieder zurückholen  – und vor allem verwirklichen kann.

Einen Bericht der „Oberhessischen Presse“ vom 5.4.13 findet man hier: Bruderherz_gibt_seine_Niere

Alex ist bereits aus der Klinik entlassen. Sein Genesungsprozess ist soweit fortgeschritten, dass er am 12.4.13 zurück nach Bolivien fliegen kann. Und in 8 – 10 Wochen wird er in El Alto wieder Fußball spielen können.

Marcelo wird voraussichtlich am kommenden Dienstag aus der Klinik entlassen. Er muss aber dann zunächst regelmäßig 2 -3 Mal pro Woche zur Klinik für diverse Untersuchungen. Er wird – sofern der Heilungsprozess weiter so positiv verläuft – Anfang Juni zurück nach Bolivien fliegen können.
Bis dahin hat er aber auch noch eine Menge zu lernen und zu erledigen: welche Tabletten muss er wann genau nehmen, es muss geklärt werden ob alle Medikamente in Bolivien zu beschaffen sind. Er kann zwar in Bolivien auch wieder ein normales Leben führen, muss aber einige wenige Dinge sehr strikt beachten. Sehr gefreut hat ihn, dass er schon jetzt wieder Döner und Nutella essen darf, ja sogar soll. Durch die OP hatte er einige Kilo abgenommen, die „unbedingt wieder drauf müssen“, wie die Oberärztin der Marburger Klinik, Frau Dr. Maier, meinte.

Die Herren Bazan mit ihrer Marburger Gastgeberin, Nina Bittinger

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Mit Kunst gegen die Angst

Zum 2. Jahrestag der Ermordung von Juliano Mer-Khamis, dem Gründer des THE FREEDOM THEATRE im Flüchtlingslager Jenin in Palästina, spricht Nabil Alraee über die Arbeit im Projekt nach der Mord an Juliano, über die Bedeutung der Kunst gerade in Jenin und die Ziele, die sich „The Freedom Theatre“ gesetzt hat.
Das Gespräch fand während der Proben zu „Suicide Note From Palestine“ statt, die neueste Produktion des „The Freedom Theatre“, die heute (4.4.13) Premiere  hat.

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„Connectar Igualdad“ – Kunst und Neue Medien

Seit 2010 versucht die argentinische Regierung das „Digital Gap“ im eigenen Land zu verringern. In allen weiterführenden Schulen des Landes sollen bis zu 3 Millionen Netbooks zur Verfügung stehen, um innovatives Lernen zu fördern.
Seit 2011 gibt es im Zusammenhang mit dem Programm die „Festivales Connectar Igualdad“, bei denen es darum geht, die besten Ergebnisse von „Connectar Igualdad“ aus dem Bereich Kunst und Kultur regional zu präsentieren.
Für diese Festivals im ganzen Land wurde 2012 ein Video produziert – mit jungen KünstlerInnen, die bei „CREAR VALE LA PENA“ in Buenos Aires angefangen haben künstlerisch zu arbeiten. Laura und Brian waren 2004 (mit 19 und 16 Jahren) und 2006 mit „Crear Vale La Pena“ bei der KinderKulturKarawane dabei und haben jetzt als erfolgreiche junge KünstlerInnen in Argentinien das Video für das Ministerium produziert.

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Die Zukunft der Freiheit in Jenin

Juliano Mer-Kharmis bei einer Diskussion von „medico international“ im Herbst 2009 in Frankfurt

Am 4. April ist der zweite Jahrestag des feigen Mordanschlages an JULIANO MER-KHAMIS, des Gründers, Inspirators und Direktors des „The Freedom Theatre“ im Flüchtlingslager Jenin in Palästina. Bis heute ist dieser Mord nicht aufgeklärt. Mit mit den Ermittlungen betraute „Palästinensische Autonomiebehörde“ erweckt seit Beginn der Ermittlungen in keiner Weise den Eindruck, als wolle man den Mord wirklich aufklären. Die israelsiche Regierung hatte zwischen immer wieder die Ermittlungen an sich gerissen, da Juliano Mer-Khamis israelischer Staatsbürger sei. Hier war aber weniger ernsthaftes Interesse an der Aufklärung des Mordes zu spüren als vielmehr die Möglichkeit, das Projekt selbst weiter zu destabilisieren.

THE FREEDOM THEATRE hat tatsächlich in einer Schockstarre verharrt. Die Frage, ob es weitergehen kann und wie es weitergehen kann, wurde über Wochen diskutiert. Bis klar war: „The Freedom Theatre“ (TFT) macht weiter, auch um die Idee „kulturellen Intifada“ von Juliano weiterzuführen, mit Kultur gegen die Besatzung und für eine neue Hoffnung – vor allem für die junge Generation.

Und eben diese junge Generation, im Projekt repräsentiert durch die Studentinnen und Studenten der „Acting School“ des TFT, hat die Premiere der inzwischen zweiten Produktion in diesem Jahr auf den Tag des Mordes an Juliano Mer-Khamis gelegt.

Unter der Regie von Nabil Al Raee spielen die angehenden Schauspielerinnen und Schauspieler SUICIDE NOTE FROM PALESTINE am 4. April zum ersten Mal. Das Stück öffnet einen Blick in die Gefühlswelt der jungen Generation in Palästina, die ebenso hoffnungslos in die Zukunft schaut wie auf die Gegenwart. Das Stück wurde inspiriert von „4:48 Psychose“ der britischen Dramatikerin Sarah Kane und berichtet einmal mehr von den Traumata der Palästinenser.

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Weltwasserjahr 2013 – Lehr- und Informationsmaterialien zum Thema Wasser

Das Thema Wasser gerät durch Klimawandel, Naturkatastrophen, Wasserknappheit und Privatisierung der Wasserversorgung zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Diesen Impuls greift die KinderKulturKarawane mit der Schwerpunktsetzung auf das Thema „Wasser“ auf, und bietet unter folgendem Link http://www.kinderkulturkarawane.de/themen/Wasser/wasser_grundschule.htm eine Übersicht an Informations- und Unterrichtsmaterialien an.
Diese ist nach Zielgruppen, beginnend mit der Grundschule und endend mit der Oberstufe, für Sie sortiert und kommentiert worden. Neben Verweisen zu konkreten Lehrmaterialien liefern diese auch Filmhinweise und bieten kindgerechte Internetseiten zum selbstständigen Erforschen des Themas an. Wasser ist lebensnotwendig – der richtige Umgang und das Wissen um dieses kostbare Gut sind essenziell und gerade für die kommende Generation unerlässlich.

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Theaterdialog Palästina – Deutschland

Konferenz in Lingen

Mehr als 30 TheaterpädagogInnen, TheatermacherInnen und kulturell engagierte Menschen aus Palästina und Deutschland fanden sich vom 11. bis zum 15. März an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Lingen zum „Palästinensisch – Deutschen Dialog über Theater und Theaterpädagogik zusammen. Von deutscher Seite waren neben der Hochschule und dem Theaterpädagogischen Zentrum Lingen, der Arbeitskreis Kirche & Theater e.V. in der Evangelischen Kirche in Deutschland , die Bundesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater, das Junge Schauspiel des Staatstheaters Hannover, der Bundesverband Theaterpädagogik (BUT) und die KinderKulturKarawane vertreten. Aus Palästina waren das „Ashtar Theaters“, Ramallah, das „Yes Theater“, Hebron, das Palästinensische Nationaltheater in Jerusalem, das Tanztheater Diyar, Bethlehem, und das „Dar Al Kalima College“, Bethlehem
vertreten.
Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Strukturierung des Netzwerkes mit den weiteren Planungen und der fachliche Austausch bezüglich der Curricula der Hochschulen und theaterpädagogischen Einrichtungen. Nicht zuletzt ging es aber auch um Überlegungen gemeinsamer Theater- und Austauschprojekte.
Ems-vechte-welle Reporterin Sonia Shoukry berichtete in einem Podcast über die Konferenz:  Theaterdialog Deutschland-Palaestina
Zum Abschluss des Aufenthaltes der Kolleginnen und Kollegen fand am 19.3.13 in Hannover ein Diskussion im „Schauspiel Hannover“ statt, in der es um „Theater in Palästina“ ging. Kunst und Kultur haben in der palästinensischen Gesellschaft einen großen Stellenwert.  Sie sind für die Fragen nach Würde, nach Selbstbestimmung und Identität überlebensnotwendig. Gerade auch im Theater kann kommuniziert werden, wer man ist und können Visionen entwickelt werden, wer man sein möchte. Aus Zuschauern können Akteure werden. Außerdem ist das Theater eine wichtige Brücke zwischen Palästina und der übrigen Welt. „h1 –  fernsehen aus hannover“ hat einen kurzen Bericht über die Diskussion ausgestrahlt:

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Marcelos neue Niere arbeitet!

Eine unglaubliche Erleichterung! Die Transplantation hat geklappt! Der Transplantations-Chirurg hat berichtet, dass es ohne Komplikationen gelungen ist, die Niere von Alex bei Marcelo einzupflanzen. Und – was noch viel wichtiger ist- die Niere hat sofort ihre Arbeit aufgenommen und Urin produziert. Jetzt wird Marcelo in die Intensivstation verlegt und dort umfangreich „verkabelt“. Es muss vieles gemessen und überprüft werden. Vor allem aber, ob der Körper von Marcelo weiterhin die Niere von dessen Bruder Alex behalten mag. Die MitarbeiterInnen der Uni-Klinik sind da aufgrund ihrer umfangreichen Erfahrungen sehr opimistisch.
Und Alex wird mit großer Wahrscheinlichkeit schon morgen wieder in einem normalen Krankenzimmer genesen können.

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