Interview mit Juliano Mer-Khamis

Ein sehr eindringliches und klares Interview mit Juliano Mer-Khamis aus der Gründungszeit des Freedom Theatre im Flüchtlingslager von Jenin wurde von Firas Khoury und Sari Bisharat kunstvoll zu einem Video verarbeitet, dass bei YouTube eingesehen werden kann: Interview mit Juliano Mer-Khamis .

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Soliparty für COMPA in Berlin

Das Jugend- und Kulturdorf vom COMPA in Bolivien nimmt immer mehr Gestalt an. Es ist ein sehr spannendes und wichtiges Projekt für junge Menschen in Bolivien, in dem Kreativität gefördert, Selbstbestimmung gelernt und Utopien Realität werden können. Ein solches Projekt kostet natürlich Geld. Und darum geht bei der Soli-Party am 10.6.2011 in Berlin.

Programm und Einladungsflyer zur Soli Party für das Jugend- und Kulturdorf in Bolivien

Programm und Einladungsflyer zur Soli Party für das Jugend- und Kulturdorf in Bolivien

www.compatrono.com

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Zirkus- und Theaterschule in Granada wird 10!

Workshop im Rahmen der KinderKulturKarawane 2007

Präsentation der Workshopergebnisse mit der Escuela im Rahmen der KinderKulturKarawane

Die „Escuela de la Comedia y del Mimo“ wird 10! 2001 gründeten Kids, die mit dem Clown und Artisten Diego Gené in der „Casa de los tres Mundos“ zusammen trainierten, zusammen das Projekt. Seitdem gab es 11 Inszenierungen, viele Improviationen und über 600 Aufführungen in Nicaragua, Zentralamerika und in Europa (u.a. 2005 und 2007 im Rahmen der KinderKulturKarawane).
Die meisten der „Kids von damals“ hat inzwischen die weitereführende Schile abgeschlossen, studiert oder bildet sich anderweitig weiter. Sie sind heute die Trainer_innen von 65 Kinder in Malerei, Zirkus, Theater und Puppenspiel. Auch Nachwuchs gibt es inzwischen – und vor allem die weitgehend selbst gebaute „Zirkusschule“, deren Wände z.T. mit alten Plastikflaschen isoliert sind.
Wir gratulieren dem Projekt sehr, sehr herzlich
Mehr Informationen gibt es hier: www.escueladecomedia.org/es

 

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The Freedom Theatre in Europa

Die Student_innen der Schauspielschule des FREEDOM THEATRE aus Jenin (Palästina) sind zurzeit dabei, unter der Regie von Nabil al Raee, dem Künstlerischen Direktor der Schauspielschule, ihre neueste Performance zu inszenieren, die sie demnächst in Europa präsentieren werden.
„Sho Kman?“ – „Und was noch?“ zeigt die palästinensische Realität durch die Augen derjenigen, die während der zweiten Intifada aufgewachsen sind. Inszeniert und gespielt von Studentinnen und Studenten des zweiten Ausbildungsgangs der Schauspielschule des „Freedom Theatre“ aus dem Flüchtlingslager Jenin und der Stadt Jenin. Die Performance basiert auf intensiver Körpersprache und zeigt ohne viele Worte Charaktere und Situationen des täglichen Lebens und der Geschichte Palästinas. „Das Stück wurde für ein internationales Publikum entworfen, das sich für den schwarzen Humor und die Ironie der Palästinenser begeistern wird“, so der Regisseur Nabil al Raee. Denn das Lachen über das eigene Unglück sei eine angeborene Kunst in Palästina. („Lachen ist die Höflichkeit der Verzweiflung“, Pierre Desproges).
Die Europa-Premiere findet am 28. Juni in Aubervilliers in Frankreich statt. Dort wird die Gruppe am „23èmes Rencontres du Jeune Théâtre Européen du 1er au 10 juillet 2011“ in Grenoble teilnehmen. Deutschlandpremiere wird am 6. September um 19.30 Uhr im Staatstheater Braunschweig sein.

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Tanz, Gesang und Schauspiel starker junger Frauen

Junge Tänzerinnen von "Intombi Zomqangala" aus Simbabwe. Szenenfoto aus "UMFAZI - Die Frau"

„Mitreißende Performance „Umfazi“ aus Zimbabwe“, schreibt Heinz Wagner im Österreichischen „Kurier“ über die Europapremiere von INTOMBI ZOMQANGALA aus Simbabwe mit ihren Stück „Umfazi“ (Die Frau). „Geballte Power. Und so friedlich, wenngleich bestimmt. Zehn Frauen, ein Mann. Stimmen, Körper, einige Instrumente. Vor allem Trommeln und Umqangalas. Letztere bestehen aus einem ausgehöhlten Kürbis, einem gebogenen Holz und einer Metallsaite, die in der Mitte auch noch mal am Bogen fixiert und damit in zwei klingende Strecken geteilt ist. Eine Stunde lang bringt die Gruppe Intombi Zomqangala aber nicht nur Tänze und Lieder ihrer Heimat Zimbabwe. Die Crew erzählt in „Umfazi“ (Die Frau) tänzerisch, gesanglich und darstellerisch in drei Akten den Kampf von Frauen gegen Unterdrückung, Diskriminierung und vor allem (sexuelle) Gewalt. Und stellt dabei ihre Kraft und Lebensfreude im Streben nach gleichen Rechten dar – ansteckend.“ Den ganzen Artikel kann man hier lesen.
Unter dem Titel „Ein Tanzdrama gegen Missstände“ hat OE1 einen Radiobeitrag ausgestrahlt (4:33 min.), den man sich hier anhören kann.

 

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Die KinderKulturKarawane startet in die Saison 2011

Clowns des Teatro Trono

Teatro Trono - tiefgründig, witzig, skurril

Am 22.5. startet in Neustadt an der Weinstraße die diesjährige KinderKulturKarawane mit einem Auftritt von TEATRO TRONO aus El Alto in Bolivien. „En la calle“ wird die 7-köpfige Theatergruppe in diesem Jahr auf der Bühne präsentieren, ein Programm, das sich aus verschiedenen kleinen Szenen aus dem schier unerschöpflichen Repertoire der Gruppe zusammensetzt. Teatro Trono wird bis Ende Juli unterwegs sein und Aufführungen und Workshops durchführen. (www.kinderkulturkarawane.de/gruppen_2011/TeatroTrono/)
Einen Tag später startet INTOMBI ZOMQANGALA aus Bulawayo in Zimbabwe seine Rundreise im „Dschungel“, dem Kinder- und Jugendtheater der Stadt Wien (10.30 Uhr und 19.30 Uhr, Museumsplatz 1). Das junge Ensemble präsentiert seine Tanz-Theaterinszenierung „Umfazi“ (Die Frau), ein ebenso unterhaltendes wie ermutigendes Tanzdrame in drei Aufzügen. Die Gruppe verbindet auf der Bühne traditionellen Tanz mit modernen Elementen, Schauspiel und Gesang. Bis zum 17. Juli wird die Gruppe mit Aufführungen und Workshops in Deutschland und Österreich unterwegs sein. (www.kinderkulturkarawane.de/gruppen_2011/Intombi/)

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Foyer spezial: Freiheitskämpfer – Das Freedom Theatre in Dschenin

Die Filmemacherin Vera Drude besuchte zusammen mit dem Kameramann Robert Kummer Juliano Mer Khamis und seine jungen Schauspieler in Dschenin bei den Proben und auf dem Festival und begleitete sie in ihrem Alltag. Schon damals legten militante Islamisten Brandsätze in das Theater und Juliano Mer Khamis erhielt Morddrohungen.  Aus Anlass des Tides von Juliano Mer-Khamis wiederholt der ZDF-Theaterkanal  am Montag, 11.4.2011 um 19.00 Uhr die Dokumentation „Freiheitskämpfer“.

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Juliano, wir deine Kinder, wir gehen deinen Weg weiter!

Juliano Mer-Khamis wurde am 7.4.2011 im Kibbuz Ramot Menashe neben seiner Mutter nach bewegenden Abschiedsfeiern beigesetzt. Eine Welle der Betroffenheit, des Abscheus über den feigen Mord und der Solidarität mit dem Projekt bewegt sich durch Palästina und Europa. In Deutschland haben alle großen Zeitungen über den Mord berichtet. Theater, Freunde, Unterstützer organisierten Traueranzeigen und Gedenkveranstaltungen in den nächsten Tagen. Im Hintergrund steht bei allen: wie wird es mit dem FREEDOM THEATRE jetzt weitergehen? Wie können wir einen Beitrag zur Zukunft des Projektes beitragen?
Die Studenten der „Acting School“ des „The Freedom Theatre“ haben am Grab von Juliano Mer-Khamis einen Weg vorgegeben:

“Juliano, your mother’s children have passed away, your mother Arna has passed away and so did you – but your children are going to stay, following your path on the way to the freedom battle, and we will go on with your revolution’s promise, the Jasmine revolution.
“The Revolutionary message will not pass away. It will come storming the yellow sands and the mountains covered by almond trees, blowing the jasmine revolution out of the freedom fighter’s hands, from here, from the Freedom Theatre’s stage, where men were and are made to be free and engaged in the cultural revolutionary battle for Freedom.
“In thousands of silences only one violin is playing, and in thousands of silences only one voice is rising up, it’s the freedom fighters’ voices, to which you taught how to carry the cultural gun on their shoulders.”
Juliano’s Children

Die Tournee des FREEDOM THEATRE im Herbst durch Deutschland und Österreich wird weite vorbereitet, vielleicht wird sie wichtiger denn je. Tsafrir Cohen, Mitarbeiter von „medico international“ hat diesen 7. April zwischen Jenin, Haifa und dem Kibbuz Ramot Menashe zusammengefasst:

Juliano Mer Khamis – Sein letzter Tag
Der Abschied entsprach seinem Leben. Der letzte Weg des Juliano Mer Khamis machte die sichtbaren und unsichtbaren Grenzen zwischen Israelis und Palästinensern schmerzhaft bewusst, doch an jedem Ort, an dem sein Leichnam Station machte, konnten eben diese Grenzen, für einen kurzen Augenblick aufgehoben, ja gesprengt werden.
Es waren bedrückende Momente, als sich am Vormittag Tausende vor dem Al Midan Theatre in der israelischen Hafenstadt Haifa versammelten. Julianos Stadt. Die Menschen strömen hinein ins Dunkle des Bühnenraums, da ist der Sarg aufgebahrt, dann hinaus. Geblendet von der Frühlingssonne bilden sie Menschentrauben. Es sind israelische Palästinenser – manche nennen sie israelische Araber -, jüdische Israelis und mehrere Dutzend Palästinenser aus der Westbank, die eine Sondergenehmigung für den Tag erhalten hatten. Größen der Theater- und Filmbranche, Aktivisten, Nachbarn, die alte Garde der israelischen Kommunisten. Der einzigen Partei, die sich als Heimat beider Völker verstanden hatte und sich dies zum zentralen Slogan machte. In dieser verschlafenen nordisraelischen Stadt gibt es manche Straßen, in denen Juden und Palästinenser selbstverständlicher miteinander leben als anderswo. Und jetzt, eine kurze Momentaufnahme, scheinen diese überschaubaren Koexistenz-Kieze sich auf die zentrale Straße auszubreiten. Da hissen mehrere Aktivistinnen die palästinensische Fahne. Doch die Polizei greift nicht ein und kümmert sich lediglich um den Verkehr, und die Teilnehmer wispern unbeeindruckt weiter auf Hebräisch und auf Arabisch. Immer wieder brechen Menschen in Tränen aus, vor allem die Schauspielschüler und die Mitarbeiter des Freedom Theatre Jenin wissen nicht wohin mit ihrer Trauer, in dieser fremden Stadt ihrer Besatzer, die sie größtenteils zum ersten Mal sehen. Als Jenny, die Witwe kommt, in Schwarz, ihr von blonden Haaren umrahmtes Gesicht kreidebleich, hochschwanger, beherrscht sich kaum noch jemand.
Von Haifa fährt ein Korso nach Jalame, dem berüchtigten Checkpoint nahe Jenin, der Israel von den besetzten Gebieten trennt. Palästinenser aus der Westbank und Gaza erhalten kaum Genehmigungen Israel zu betreten, folglich können viele Wegbegleiter dem Begräbnis nicht beiwohnen. Auf der anderen Seite können jetzt Freunde aus Jenin und der restlichen Westbank um seinen Leichnam trauern. Ein Sonderkorridor wird für den Sarg eröffnet. Es sind israelischen Soldaten und Offiziere, nicht die gewohnten unverschämten Kräfte der privaten Sicherheitsfirmen, die uns empfangen. Mit Respekt. Wir können nicht mit auf die andere Seite, die Sicherheitsprozeduren wären zu umfangreich, wir kämmen nicht rechtzeitig zurück. Zu Hunderten stehen wir am Zaun, schauen auf die andere Seite, auf die Westbank. Das Gefühl der Ohnmacht steigt. Doch als der rote Leichenwagen Juliano und einige Begleiter auf die andere Seite bringt, gibt es stehende Ovationen. Juliano hat diese unüberwindbare Grenze überschritten.
Der rote Leichenwagen kommt zurück, und wir fahren weiter zum Kibbuz Ramot Menashe. Dort ist Arna, Julianos Mutter und Gründerin des Freedom Theatre begraben. Eine Grenzgängerin, Jüdin und Kommunistin, verheiratet mit einem Palästinenser. Da gab es kaum einen Friedhof, der sie aufgenommen hätte. Ein idyllischer Ort, besonders jetzt, während des kurzen Frühlings. Wildmohn, Margariten, Narzissen, sattes Grün der Wiesen wechselt sich ab mit blühendem Mischwald. Hier wird Juliano zu Grabe getragen. Es ist spät am Nachmittag, und die Menschen sind gefasst. Kaum einer bricht noch laut in Tränen aus. Es soll eine richtige Feier sein, keine Trauerfeier, wir sollen klatschen wie nach einem geglückten Theaterabend. Die Reden werden in Arabisch, dann Hebräisch gehalten. Ein jüdischer Aktivist und Holocaustüberlebender spricht, ein palästinensischer Theatermacher, ein israelischer Filmemacher, ein palästinensischer Widerstandskämpfer bzw. Ex-Terrorist. Es klingt selbstverständlich, eine Übersetzung ist irgendwie nicht nötig. Es war ein palästinensisches Ereignis, und es war ein jüdisch-israelisches Ereignis. Und beide Elemente gingen ineinander über, und es war ein Moment selbstverständlichen Zusammenseins. Es wurde Abend, und wir gingen auseinander, jeder an seinen Ort.

Siehe auch „100 Prozente Juliano“ auf „Quantara.de“

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Juliano Mer Khamis wurde am 4.4.11 erschossen

Juliano Mer-Kharmis bei einer Diskussion von "medico international" im Herbst 2009 in Frankfurt

Wir sind fassungslos! Juliano Mer-Khamis ist heute, am 4.4.11, in Jenin (Palästina) auf offener Straße durch mehrer Kugeln getötet worden. Die genauen Umstände sind noch unklar. Juliano haben wir 2009 kennen gelernt und im Herbst mit einem Ensemble des von ihm wieder eröffneten Freedom Theatre im Flüchtlingslager in Jenin eine erste sehr erfolgreiche Europa-Tour im Rahmen der KinderKulturKarawane organisiert. Für den Herbst ist eine weitere Tour mit dem zweiten Jahrgang der „Acting School“ des Projektes geplant. Juliano hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.
Siehe auch: http://www.medico.de/themen/krieg/nahost/dokumente/auf-der-mauer/3979/

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Dauerhaft abschalten! – Grossdemonstration am 26.3.2011

Anti-Atom-Demo am 26.03.2011

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