Junger Künstler in Guatemala erschossen

Victor Leiva

Am Abend des 2. Februar wurde der junge und engagierte Künstler Victor Leiva (24) auf offener Straße erschossen. Victor Leiva war Mitbegründer des Jugendkulturprojektes „Caja Ludica“ in Guatemala City und dort Artist, Tänzer und Schauspieler. Wie viele seiner Kollegen war er auch sehr engagiert in Sachen Menschenrechte, mit denen es zur Zeit – vor allem für junge Menschen – in Guatemala nicht weit her zu sein scheint.

Jung sein ist in Guatemala schon alleine verdächtig. Jung und engagiert sein heiß, sich in Lebensgefahr zu bringen. Schon 2009 sind 3 Kollegen von Victor leica ermordet worden. Die KinderKulturKarawane wird das Projekt in Guatemala in Kürze besuchen (das war schon vor dem Attentat geplant), um auszuloten ob bald eine Gruppe von Caja Ludica nach Europa zur KKK eingeladen werden kann.

Weitere Informationen
Video zur Arbeit von Caja Ludica

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Alice in Wonderland

Szenenfoto aus "Alice in Wonderland"

Das FREEDOM THEATRE konnte am 23.1.2011 eine weitere Premiere der StudentInnen der Actin School des Projektes in Jenin erleben: Alice in Wonderland. Natürlich hält sich die palästinensische Fassung nur bedingt an das Original aus dem Jahr 1865. Die „Alice“ aus Jenin entflieht der realen Welt mit Armut, Unterdrückung und Konservatiusmus und trifft auf phantastische Charaktere, die mit ihr ihr bisheriges Leben reflektieren, und sie zu Veränderungen herausfordern. So steht Alice vor der Aufgabe, ihre Identität zu hinterfragen: was ist „richtig“? Was „falsch“? Was ist „normal“ und was „unnormal“?
Die Inszenierung durch die Studentinnen der „Acting School“ ist bunt, vielfältig und eindringlich. Sie ist aber auch für die ganze Familie gemacht. Musik, Tanz, „fliegende“ DarstellerInnen verbinden sich mit phantasievollen und farbenfrohen Kostümen und einer ausgeklügelten Lichttechnik zu einem „Gesamtkunstwerk“, dass das Publikum begeistert.

Promovideo zur Premiere des Stückes: Alice in Wonderland

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KinderKulturKarawane erhält zum 4. Mal Auszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die KinderKulturKarawane zum 4. Mal in Folge als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Aktionen, die die Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen. Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln und zeigen eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann.
Die Auszeichnungen werden am 23. Februar 2011 bei der Bildungsmesse didacta in Stuttgart übergeben.

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Bildung für nachhaltige Entwicklung

„Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. Der einzelne erfährt durch Bildung für nachhaltige Entwicklung: Mein Handeln hat Konsequenzen. Nicht nur für mich und mein Umfeld, sondern auch für andere. Ich kann etwas tun, um die Welt ein Stück zu verbessern. Ein solches Denken ist dringend notwendig, um Veränderungen anzustoßen und drängende globale Probleme wie den Raubbau an der Natur oder die ungleiche Verteilung von Reichtum anzugehen.“  (UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“)

Von Beginn an, also seit dem Jahr 2005, ist die KinderKulturKarawane schon dreimal in ununterbrochener Folge als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet worden. Das liegt auf der Hand, wenn man sieht, auf wie vielfältige Weise die KinderKulturKarawane Lernmöglichkeiten eröffnet für nachhaltiges Handeln. Die Begegnung mit den Gruppen der KinderKulturKarawane erfordert die Auseinandersetzung mit globalen Zusammenhängen und Herausforderungen wie den Klimawandel oder globale Gerechtigkeit. Und sie erfordert eine Analyse der komplexen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ursachen dieser Probleme, weil sonst ein Dialog auf Augenhöhe nicht möglich ist.
Die Vermittlung von interkultureller und sozialer Kompetenz, vor allem aber von Handlungskompetenz, ist deshalb mit den Gruppen der KinderKulturKarawane nicht nur erfolgreich sondern auch nachhaltig, weil in der Begegnung von Gleichaltrigen „peer-to-peer-Learning“ ermöglicht wird und vor allem „authentisches Lernen“. Die Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen durch die Jugendlichen der KinderKulturKarawane erscheint Jugendlichen als ebenso selbstverständlich wie autonomes Handeln – beides wesentliche Aspekte der Handlungskompetenz. Da dies nur auf interdisziplinärem Wissen und vorausschauendem Denken begründet sein kann, erscheint dann nahezu folgerichtig.
Die Gruppen der KinderKulturKarawane selbst sind in der Regel ebenfalls Projekte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, auch wenn es bei den wenigsten so formuliert wird, weil sie oft erst hier davon erfahren.Wir schaffen mit den Begegnungen weitgehend selbstbestimmte Lernräume für eine zukunftsfähige Entwicklung. Im gleichberechtigten Dialog wird weltoffen und neue Perspektiven integrierend Wissen aufgebaut, auf dessen Basis die Jugendlichen gemeinsam und selbstständig planen und handeln können. Ohne Empathie für andere zeigen zu können ist ein ehrlicher Austausch nicht möglich. „Gerechtigkeit“ wird zur Entscheidungs- und Handlungsgrundlage der jungen Menschen und zur Basis, sich und andere motivieren können, aktiv zu werden.
Die KinderKulturKarawane steht auch 2010/2011 wieder in der Empfehlungsliste für Schulen der Hamburger Bildungsagenda Bildung für nachhaltige Entwicklung. Und sie ist ein Projekt im Aktionsplan der Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“.

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Die KinderKulturKarawane 2011

Auch im Jahr 2011 wird es wieder eine KinderKulturKarawane geben! Sechse Gruppen aus drei Kontinenten werden traditonellen Tanz, skurriles Straßentheater, Musik und Tänze aus Südafrika, Theater und Tanztheater mit Marionetten präsentieren. Mit dabei im Frühjahr zum ersten Mal eine Gruppe aus Zimbabwe: „Intombi Zomqangala“, die mit „Umfazi“ (Die Frau) ein mitreissendes Tanz-Theater auf die Bühne bringt. Zum ersten Mal haben wir auch ein Theaterensemble aus Peru dabei: „Arena y Esteras“ aus Villa El Salvador. „Alte Bekannte“ sind dagegen „Teatro Trono“ aus El Alto (Bolivien), der „Golden Youth Club“ aus Winterveldt (Südafrika) und die Gruppe „Jamoka“ aus Antananarico (Madagaskar). Diese Gruppe war 2006 bis Anfang Dezember unterwegs – und hat sehr gefroren.
Aus Palästina wird wieder „The Freedom Theatre“ dabei sein. Mit einem Ensemble der 2. Klasse der Theaterschule des Projektes aus Jenin werden wieder Realitäten des palästinensischen Alltags auf die Bühne gebracht.
Mehr Infos Folgen in Kürze.
Teatro Trono (Bolivien), Straßenkünste – 18.5. – 18.7.2011
Intomni Zomqangala (Simbabwe), Tanz-Theater – 22.5. – 15.7.2011
The Golden Youth Club (Südafrika), Musik und Tanz – 29.8. – 15.11.2011
Arena y Esteras (Peru), Theater –  29.8. – 15.11.2011
The Freedom Theatre (Palästina), Theater – 8.9. – 7.11.2011
Jamoka (Madagaskar), Tanz und Marionetten – 13.9. – 8.11.2011

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„Voll begeistert“ – M.U.K.A. – Project zu Gast in Weil der Stadt

„Das Projekt bei uns war einfach klasse, die Klassen 7 und 8 „voll“ begeistert. Die jungen AfrikanerInnen haben sofort zu unseren Jugendlichen einen Draht gefunden und alle haben super mitgemacht. Einfach toll, was man nur mit Rhythmus und Sprache machen kann! Am Ende kamen auch noch andere Klassen dazu, mit dem Ergebnis, dass am Ende alle (Kinder, Lehrer,…) außer Rand und Band waren. Herr Neininger hatte im Vorfeld noch ein afrikanisches Lied gesungen und das haben die Gäste dann auch noch aufgegriffen. Also, einfach eine mitreißende, motivierende Veranstaltung, bei der ein großes kulturelles Miteinander gelebt und gefeiert wurde!“ (Konrektorin Beate Renz, Merklingen).
Einen Eindruck von den Begeisterung in Weil der Stadt bekommt auch durch einen Radiobericht, der hier als zur Verfügung steht.Trommel- und Tanzworkshop in Weil der Stadt

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M.U.K.A. – Project muss 22 neue Kinder „finanzieren“

M.U.K.A.-Project ist eine Institution in Hillbrow, einem der Brennpunkt-Stadtteile in der Innenstadt Johannesburgs. Mehr als 50 Kinder, 30 Jugendliche und 15 junge Erwachsene proben in drei Gruppen Theaterstücke und Tanzchoreographien. Sie machen Musik, organisieren Workshops, trommeln, texten und tanzen. Aus der Handvoll Straßenkinder von einst sind professionelle Theater- und Projektmanager geworden.
In den ersten Monaten des Jahres 2010 sind 22 Kinder neu zum M.U.K.A.-Project gekommen. Diese Kinder stammen aus schwierigen sozialen Verhältnissen, die meisten kommen aus kaputten Familien, einige sind Waisen, viele haben Gewalt und Missbrauch erfahren. Alle diese Kinder sind mit HIV infiziert oder durch den Tod von Familienangehörigen indirekt von HIV und Aids betroffen. Aus diesen Gründen brauchen sie eine besondere Unterstützung, die über die theaterpädagogische Arbeit weit hinausgeht. Das M.U.K.A.-Project benötigt für diese Kinder dringend finanzielle Hilfe für Schulgebühren, warme Mahlzeiten, Schlafplätze und psychologische Betreuung.

http://de.betterplace.org/projects/3669-m-dot-u-k-dot-a-project-jugendtheater-aus-sudafrik

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