Ivan Nogales über COMPA / Teatro Trono

Ivan Nogales aus El Alto (Bolivien), Gründer von COMPA/Teatro Trono, ist in Hamburg Referent der Veranstaltung zum BUEN VIVIR

Die Tour von TEATRO TRONO aus El Alto (Bolivien) geht am 4.11.2013 in Berlin zu Ende. Vorher ist die Gruppe noch fast 1 Woche in Hamburg zu Gast wird u.a. DAS FINALE. mit gestalten (29.10.13). Aber die Gruppe wird auch insgesamt vier Mal ihr Stück „Bis zum letzten Tropfen“ spielen: zweimal an Schulen, dazu im KÖLIBRI am 30.10.13 und beim PAN-Theater in Wedel am 31.10.13.
Darüber wird es zwei Veranstaltungen mit IVAN NOGALES geben, dem Gründer, Visionär und Sprecher des Projektes in El Alto. Am 31.10.13 wird er beim Instituto Cervantes zum BUEN VIVIR sprechen. Am 1.11.13 berichtet er im KÖLIBRI (20.00 h) auf Einladung der Rosa Luxemburg Stiftung über den 1. Lateinamerikanischen Kongress „Cultura Viva Comuntaria“ – seine Geschichte, seine Konsequenzen und die Perspektiven.
Hier ein sehr informatives Video, in dem Ivan Nogales über die Arbeit von COMPA / Teatro Trono in Bolivien erzählt. Es ist allerdings auf Spanisch. Aber die Bilder sprechen zum Teil auch für sich:

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Stoppt das Sterben an Europas Aussengrenzen!

Anlässlich der Bootskatastrophen vor Lampedusa der letzten Tage, im Gedenken an die unzähligen Todesopfer der europäischen Abschottungspolitik fordert PRO ASYL Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auf, alles zu tun, was in ihrer Macht steht, um das Sterben an Europas Außengrenzen zu beenden!
Am 24. und 25. Oktober tagen die Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel. Dort hat die Bundeskanzlerin die Gelegenheit, ihr politisches Gewicht in Europa für eine Abkehr von der tödlichen Abschottungspolitik einzusetzen.
Fordern Sie jetzt mit PRO ASYL Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auf, die tödliche Abschottungspolitik Europas endlich zu beenden!

Brief an die Bundeskanzlerin unterzeichnen und abschicken

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Malala Yousafzai: Bildung macht uns Frauen stark!

Nein, die 16-jährige Malala Yousafzai hat den Friedens-Nobelpreis nicht bekommen (sondern die „Organisation für das Verbot von Chemiewaffen“ (OPCW), also die Chemiewaffen-Kontrolleure, die zuletzt in Syrien unter Lebensgefahr die Giftgasanschläge untersucht haben), dafür aber den „Sacharow-Preis für Menschenrechte“ der Europäischen Union. Und das ist für eine 16-jährige nahezu unglaublich.
In London wurde ihr Buch „I am Malala“ am 8.10. vorgestellt. Die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai will Politikerin werden. Ihr Ziel sei es, die Zukunft ihres Landes zu verändern, sagte die 16-Jährige in einem BBC-Interview. Obwohl sie selbst vor einem Jahr von den Taliban angegriffen wurde, weil sie sich für das Recht von Mädchen auf Schulbildung eingesetzt hatte, sprach sich Yousafzai für Gespräche mit den Islamisten aus. „Der beste Weg, Probleme zu lösen und den Krieg zu beenden, führt über Dialog und friedliche Mittel“, sagte sie.
Als Politikerin wolle sie ein Recht auf Bildung festschreiben lassen, um „Terrorismus und Extremismus“ den Nährboden zu entziehen, sagte Yousafzai. Allerdings sei die Frage der Terrorismusbekämpfung letztlich „Aufgabe der Regierung, und auch Aufgabe der Amerikaner“.
Unglaublich ist aber auch ihr selbstbewusster und unbefangener Auftritt im US-Fernsehen bei Jon Stewart („The Daily Show“). Ihr couragiertes und überzeugendes Plädoyer für Bildung machte den Moderator für kurze Zeit sprachlos.

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Die Basiskultur Lateinamerikas in Aufbruchstimmung!

CULTURA VIVA COMUNITARIA (Veranstaltung am 1.11.13 in Hamburg)
Mehr als 1200 Menschen aus 18 Ländern Latein- und Mittelamerikas kamen vom 17. bis zum 22. Mai 2013 in La Paz und El Alto, Bolivien zum 1. Lateinamerikansichen Kongress lebendige Basis-/Stadtteilkultur zusammen (wir berichteten bereits). Ihr Ziel: Die Verbesserung der Lebensqualität in den Gemeinden durch eine angemessene öffentliche Kulturpolitik. Mehr als 600 Delegierte aus lokalen und regionalen Kultur-Organisationen und hunderte Teilnehmer_innen formulierten u.a. folgende Forderung: Aus sämtlichen Staatshaushalten Südamerikas sollen mindestens 0,1 % in die Sozio- und Basiskultur fließen. Eine berechtigte, selbstbewusste Ansage, deren Umsetzung sowohl in Südamerika als auch hierzulande allerdings ein fundamentales Umdenken der Politik verlangt.
Der Kongress in Bolivien symbolisierte nicht nur eine unglaubliche Aufbruchstimmung in Lateinamerika, er festigte ebenso das Selbstbewusstsein der Basis-Kulturarbeiter_innen. Und: der Kongress sorgte dafür, dass das Thema auf die Tagesordnung der Kulturminster_innen Iberoamerikas. Sie beschlossen auf ihrer letzten Jahrestagung vor kurzem in Panama, dass bei der nächsten Konferenz der Kulturminster Iberoamerikas 2014 in Costa Rica „Cultura Viva Comunitaria“ das Hauptthema sein wird.
Die Netzwerke „Cultura Viva Comunitaria“ der einzelnen Länder organisieren seit dem Kongress Treffen und bereiten weitere Aktivitäten vor, um das „0,1%-Ziel“ zu realisieren. Zudem wird es weitere kontinentale Kongresse geben im Laufe der kommenden Jahre. Es z.B. auch daran gedacht, einen Kongress in den USA zu organisieren, weil dort äußerst viele Lateinamerikaner_innen leben. Überlegt wurde auch, inwieweit in einiger Zeit nicht eine Iberoamerikanisch-europäische Konferenz stattfinden könnte.
Spätestens an diesem Punkt stellt sich die Frage, ob da nicht verschiedene Welten aufeinandertreffen würden. Zumindest für Deutschland kann die Frage gestellt werden, ob die „Soziokultur“ hier tatsächlich die „Basiskultur“ repräsentiert. Oder hat nicht die kommunale und staatliche Förderung und die damit verbundenen „Erfolgszwänge“ dazu geführt, das der „Mainstream“ auch in der Soziokultur Einzug gehalten hat? Andererseits ist es natürlich wiederum für die Kolleg_innen aus Lateinamerika sehr spannend zu sehen, was sich ändern könnte, wenn es gelingt das 0,1%-Ziel durchzusetzen.

Mit Ivan Nogales (Hauptinitiator und Koordinator des Congreso CVC, COMPA/Teatro Trono aus El Alto, Bolivien), der zurzeit mit “Teatro Trono” im Rahmen der KinderKulturKarawane 2013 in Europa unterwegs ist, konnte einer führenden Köpfe, Vordenker und Visonäre für eine andere kulturelle Bewegung für die Veranstaltung a,m 1.11.13 im KÖLIBRI in Hamburg gewonnen werden. Von ihm wird man viel über die Geschichte, die Idee und die aktuellen Perspektiven der Bewegung für die „Cultura Viva Comunitaria“ erfahren und ins Gespräch kommen.
Moderation: Norbert Hackbusch (Kulturpolitischer Sprecher Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE)

Mehr auf Spanisch: http://culturavivacomunitaria.org/cv/

 

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TREME TERRA in der Marburger „Waggonhalle“

Nur noch wenige Möglichkeiten gibt es, TREME TERRA live zu erleben (siehe weiter unten). Dass es sich lohnt, zeigt dieses Video aus der Waggonhalle in Marburg (3.10.13):

Weitere Termine:

15.10. Altusried, Workshop, 09.00 Uhr, Mittelschule Altusried, Schulstr. 5
15.10. Kempten, 19.00 Uhr, Kolpingsaal, Linggstr. 4
17.10. Lindenberg, Workshop, 09.30 Uhr, Mittelschule, Sonnenhalde 59
17.10. Lindenberg, Aufführung, 19.00 Uhr, Mittelschule, Sonnenhalde 59
19.10. Castrop-Rauxel, Workshop, 11.00 Uhr, Jugendzentrum Bogis, Leonhardstr. 2
19.10. Castrop-Rauxel, Aufführung, 19.30 Uhr, Jugendzentrum Bogis, Leonhardstr. 2
Danach ist TREME TERRA für eine Woche in Plovdiv (Bulgarien)
Allerletzte Möglichkeit die Gruppe zu erleben:
29.10. Hamburg-Wilhelmsburg, 19.30 Uhr, Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20
DAS FINALE. (zusammen mit „Teatro Trono“ (Bolivien) und „Espace Masolo“ (DR Kongo)

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Radio-Interview mit TREME TERRA in Marburg

Am 3. Okober spielte TREME TERRA in Marburg in der „Waggonhalle“ im Rahmen der KinderKulturKarawane. Kurz vor dem Auftritt sprach „nora“ vom RADIO UNERHÖRT MARBURG mit Ligia von der Gruppe über ihre Performanceshow, und die Bedeutung von Kulturprojekten für die Identität von Schwarzen, afro-Brasilianischen Kindern und Jugendlichen.
Das Interview kann man hier als MP3-Datei downloaden.
Das Script der Sendung ist hier als Word-Datei downloadbar.

Quelle: http://www.freie-radios.net/59132

 

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Bollywood-Feeling und interkulturelles Kennenlernen im HSG (Wilhelmsburg)

Zum 5. Mal besuchte eine Gruppe der KinderKulturKarawane das Helmut-Schmidt-Gymnasium (HSG) in Hamburg-Wilhelmsburg. Diesmal war es die „Experimental Theatre Foundation“aus der Megacity Mumbai (Indien). Sie arbeitete eine Woche mit der Klasse 9c zusammen. Hier ein Bericht einer Schülerin der 9c, entnommen der Website der Schule.

Unsere Klasse,die 9c, hatte in der vorletzten Woche vom 02.09.2013 bis zum 06.09.2013 eine gemeinsame Projektwoche mit der Experimental Theatre Foundation. In der Woche haben wir vieles gelernt,vom Tanzen und Singen bis zur Indischen Kultur.Die Experimental Theatre Foundation stammt übrigens aus Indien aus Mumbai.

Am Montag hat sich die Experimental Theatre Foundation im Bürgerhaus vorgestellt.Die Inder haben uns Tänze vorgeführt und dabei gesungen.Sie haben uns Bilder aus Indien  gezeigt und das mit Theater verbunden.
Dienstag haben wir den ganzen Tag mit der Experimental Theatre Foudation verbracht.Wir haben unsere Klasse zu kleinen Gruppen aufgeteilt,ungefähr 6-7 Personen waren in einer Gruppe,und ein bis zwei Inder von 8 haben sich dann auf vier Gruppen aufgeteilt.Dann haben wir von 8:00-12:00 Uhr kleine Tanzeinlagen oder ein Theaterstück eingeübt, zwischen durch hatten wir natürlich auch Pausen. Dann um 13:00 haben wir noch weiter an den Tanzeinlagen oder Theaterstücken geübt und am Ende des Schultages haben wir dann unser kleines Theaterstück oder Tanzeinlage vor unserer Klasse vorgeführt.Wir haben getanzt,und die Inder haben dann dazu gesungen.
Am Mittwoch hatten wir von 8:00-11:30 Workshop dort haben wir schon die Gruppen fest gelegt für die Aufführung am Freitag und haben uns Gedanken darüber gemacht was wir aufführen,ob wir Theater vorführen oder nur tanzen.

Nach dem Workshop hatten wir erst eine Mittagspause und nach der Mittagspause sind wir gemeinsam mit den Indern in die Innenstadt Hamburgs gefahren und dort sind wir dann mit der Fähre  gefahren.Wir sind wieder in die Gruppen für Freitag gegangen und sind dann mit dem jeweiligen Inder, der uns zu geteilt wurde zusammen rum gegangen und haben denen halt die Innenstadt gezeigt wie z.B Hauptbahnhof und die Alster.Der Ausflug ging von 12:30-16:30 Uhr.

Donnerstag hatten wir von der ersten bis zur fünften Stunde ganz normalen Unterricht und den Rest des Schultages bis 15:00 hatten wir wieder Workshop mit der Experimental Theatre Foundation,da haben wir unser Stück eingeübt was wir am Freitag vorführen wollen.Wir haben besprochen was wir anziehen,in welcher Reihenfolge wir dran kommen und wie wir unsere Haare tragen z.B zu einen Zopf gebunden oder offen und ähnliches.

Am Freitag war dann endlich „Der Tag“, wir haben eine ganz kurze Generalprobe gehabt und haben nochmal kurz die Lieder dazu besprochen,dann wurden wir geschminkt,haben unsere Kostüme angezogen und dann wurden auch schon die drei Klassen reingelassen,denen wir das in der Pausenhalle vorgeführt hatten. Wir waren in vier Gruppen eingeteilt und jede Vorführung ging ungefähr fünf Minuten,einige haben Theater gespielt,Instrumente gespielt und andere haben Tänze vorgeführt und gesungen,aber manche haben auch alles zusammen gemacht.Nach unserer kleinen Vorführung hat unsere Klasse die 9c ein gemeinsames Frühstück vorbereitet.Während des Frühstücks haben sich die Inder bei uns bedankt, jeder hat ein paar nette Worte gesagt und es wurde ganz viel applaudiert.Nach dem Frühstück haben wir als kleines „Danke schön“ eine Karte geschrieben, wo wir einen kleinen Text stehen und alle unterschrieben hatten, überreicht,dazu noch Schokolade.Am Ende haben sich alle von einander verabschiedet,manche mit Umarmungen und manche mit Hände schütteln.
Insgesamt war das eine sehr lehrreiche, erfahrungsvolle und lustige Woche.Wir hatten sehr viel Spaß miteinander, auch wenn die Verständigung mir persönlich zuerst nicht so leicht gefallen ist wie anderen,dennoch hab ich das meiste verstanden.Wir haben vieles über die indische Kultur gelernt,auch über den indischen Tanz und den Gesang.Ich denke jeder aus unserer Klasse hatte Spaß daran,und jeder hat sich darüber gefreut, dass unsere Klasse dieses Projekt machen durfte,und ich glaub jeder Einzelne würde dieses Projekt wieder machen und es den neuen neunten Klassen empfehlen,denn es ist sehr lehrreich und auch mal etwas abwechslungsreiches anstatt Unterricht. Man lernt vieles dazu und bessert auch seine Englischkenntnisse, da man die meiste Zeit nur auf Englisch geredet hat. Auch das Selbstbewusstsein wurde gestärkt,da uns der Leiter der Experimental Theatre Foundation, Manjul Bhardwaj, immer aufgefordert hat,natürlich nur wer wollte, einzeln auf die Bühne zu gehen und das machen kann, was er möchte,man konnte von sich erzählen oder tanzen oder singen halt alles, was man machen möchte. Manjul Bhardwaj wollte, dass wir über unseren „Schatten springen“ und uns nicht vor unserer Klasse schämen. Auf jeden Fall war es ein tolles Erlebnis, eine abwechslungsreiche Woche und das kann man weiter empfehlen.

Bericht: Mathilda Peters/ 9c

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Geht Buen Vivir im schlechten Leben?

Ivan Nogales aus El Alto (Bolivien), Gründer von COMPA/Teatro Trono, ist in Hamburg Referent der Veranstaltung zum BUEN VIVIR

Buen Vivir – so lautet die spanische Übertragung eines indigenen Konzepts aus Südamerika. Das sumak kawsay (Quechua) oder suma qamaña (Aymara) bezeichnet ein ganzheitliches Verständnis der Beziehung zwischen Mensch und Natur, Individuum und Gemeinschaft. 2008 wurde Buen Vivir in der Verfassung Ecuadors verankert; dort wird es als „Zusammenleben in Vielfalt und Harmonie mit der Natur“ verstanden. Seit 2009 ist es auch Teil der bolivianischen Konstitution.
„Gibt es ein BUEN VIVIR im schlechten?“ ist der Titel einer Veranstaltung, die wir zusammen mit dem Instituto Cervantes in Hamburg am 31.10.2013 organisiert haben. Der Referent wird IVAN NOGALES sein, der Gründer und Visionär von COMPA/Teatro Trono in El Alto (Bolivien).
Während sich in Europa und Deutschland vor allem Fortschrittskritiker_innen von dem Konzept inspirieren lassen, ist die Praxis des BUEN VIVIR in Bolivien und Ecuador von vielen Konflikten geprägt. Dabei sind wichtige Fragen, wie ernst die Regierungen tatsächlich das Buen Vivir nehmen, wenn es um konkrete (Entwicklungs-)Projekte geht? Werden durch die aktuelle Politik z.B. in Bolivien nicht die indianischen Nationen geradezu gespalten? Steht die Politik, die Rohstoffe weiterhin auszubeuten wie zuvor (nur jetzt für das „Allgemeinwohl“), tatsächlich im Einklang mit der Natur? Oder ist es nicht ein weitgehend identisches westliches (bzw. nördliches) Entwicklungsmodell, in dem die Natur eben keinen eigenen Rechtsstatus hat?
Können wir in Europa das BUEN VIVIR wirklich als für uns relevantes gesellschaftliches Konzept übernehmen? Lebt dieses Konzept nicht geradezu von der Sicht der Indianer auf die Welt? Und hatten wir nicht dies in ähnlicher Form schon Anfang der 80er Jahre, als es einen ideologischen Run auf die Weltsicht(en) der Indianer Nordamerikas gab?
Wir werden dies ausführlich am 31.10.13 diskutieren.

Vom 17. – 19.10.13 findet in Halle (Saale) eine Symposium statt mit dem Titel:
„Nachhaltigkeit neu leben – Buen Vivir?– Das Gute Leben in Forschung, Schule und Alltag“
Bei der „Heinrich-Böll-Stiftung“ ist eine informative Broschüre zum „Buen Vivir“ erschienen,
ebenso bei der „Rosa-Luxemburg-Stiftung„. (Die Links starten jeweils den Download der Broschüren).

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DAS FINALE.

TREME TERRA aus Sao Paulo (Brasilien) wird bei DAS FINALE. dabei sein.

In vier Wochen geht die KinderKulturKarawane 2013 zu Ende. Währende die „Experimental Theatre Foundation“ am 28.10. von Wien aus zurück nach Mumbai fliegt, sind die anderen drei Gruppen (Treme Terra, Espace Masolo und Teatro Trono) noch einmal für einige Tage in Hamburg zu Gast. Dort finden verschiedene Veranstaltungen mit Teatro Trono statt, vor allem aber DAS FINALE.

In diesem Jahr hat die KinderKulturKarawane (es ist die 14. !) mit sechs Ensembles seit Anfang Mai knapp 300 Aufführungen, Konzerte, Workshops und Workshop-Tage in Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Österreich, Slowenien und vor allem Deutschland absolviert. Die Gruppen waren dabei sehr häufig in Schulen und Jugend(kultur)zentren zu Gast aber ebenso bei großen Festivals, in bekannten Kulturtempeln wie der Hamburger Kampnagel-Fabrik, dem Schauspielhaus Düsseldorf, der Waggonhalle in Marburg
oder dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Grund genug gemeimsan zu feiern:
Mit einem „Knaller“ endet die diesjährige KinderKulturKarawane am 29. Oktober im Bürgerhaus Wilhelmsburg. Drei Musik-, Tanz und Theatergruppen aus Bolivien, Brasilien und der Demokratischen Republik Kongo zeigen an diesem Abend die Highlights ihrer Bühnenshows: Die Brass-Band „Fanfare Masolo“ (ehemalige Straßenkinder aus Kinshasa) werden die Bühne in einen „African Marketplace“ verwandeln. Das Musiktheaterensemble des „Teatro Trono“ aus El Alto in Bolivien ist in Hamburg und insbesondere in Wilhelmsburg schon so bekannt wie beliebt. Neben ihrer mitreißenden Trommelmusik werden sie Szenen aus ihrer satirischen Bühnenshow „Bis zum letzten Tropfen“ präsentieren. Und das achtköpfige Ensemble „Treme Terra“ aus Sao Paulo stellt Auszüge aus ihrer afro-brasilianischen Tanzperformance „Terreiro Urbano“ vor, mit der sie mehrere hundert Zuschauer beim Dortmunder „Micro!Festival“ ebenso begeisterten wie das Publikum in Plovdiv in Bulgarien.
Mehr Informationen hier.

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Süd-Süd-Kulturaustausch

„Teatro Trono“ hat in Bochum Besuch von „Espace Masolo“ bekommen.

Die Chancen für einen jungen Menschen aus Bolivien, einen Gleichaltrigen aus z.B. der Demokratischen Republik Kongo kennenzulernen, sind sehr, sehr gering. Umgekehrt gilt das natürlich ebenso.
Wenn eine solche Begegnung stattfindet, ist sie um so intensiver und schöner. Künstler_innen sind es halt, die sich da begegnen. Und die haben sich was mitzuteilen – auch wenn das sprachlich nicht immer ganz einfach ist.
Die KinderKulturKarawane versucht, solche Begegnungen wo immer möglich zu ermöglichen – wir sind eben „eine große Familie“. So geschehen auch wieder am vergangenen Samstag: Teatro Trono war Gast im Münsteraner „Theater im Pumpenhaus“, um sich die Aufführung von Espace Masolo dorf anzusehen.
Espace Masolo spielte in Münster zusammen mit Jan Klare (Münsteraner Freejazz-Koriphäe) und seinem 30-köpfigen Projekt „The Dorf“. Die Begegnung begann schon einen Tag vor dem Auftritt im Theatersaal und zwar bei einem Workshop zwischen den Nachwuchsmusikern aus Kinshasa und Jan Klare im Probezentrum Hoppengarten. Das Ergebnis dieses Abends war – neben einem voll besetzten Theater – einmal mehr Werbung für solche künstlerischen Projekte, die das Publikum allenthalben begeistern. Auch das „Publikum“ aus Bolivien war „hin  und weg“. Hatten doch die jungen Künstler_innen aus Kinshasa Teatro Trono am Donnerstag vorher bei einer Aufführung in der Schillerschule in Bochum fanden sich prompt am Ende der Aufführung auf der Bühne wieder.

Die nächste Begegnung findet am 29.10. in Hamburg statt. Dort wird DAS FINALE. der KinderKulturKarawane 2013 zelebriert mit einem Programm, dass die Gruppen aus Bolivien, Brasilien und eben der DR Kongo gemeinsame gestalten.

Hier einige Fotos aus Münster und Bochum:

 

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