TREME TERRA bringt die Kölner „Glashütte“ zum Beben

Artikel aus der Kölnischen Rundschau vom 24.09.2013

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„Die Blume“ – eine Pantomime

Schon bei der ersten Tour von Teatro Trono im Jahr 1998 war LA FLOR (Die Blume) eine ebenso charmante wie künstlerisch perfekte Pantomime im Programm der Gruppe. 15 Jahre und gefühlte drei Generationen später hat die Pantomime nichts von ihrem Reiz verloren. Zur live gespielten Musik entwickelt sich eine, d.h. eigentlich zwei, Liebesgeschichten, die gleichzeitig den Kreislauf des Lebens mit einbeziehen und Machogehabe als „Liebesverhinderung“ offenlegen.
Romantik und Lebensweisheit pur auf der Bühne der Ratzburger Gelehrtenschule.

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Ein bunter und turbulenter Abschluss

Am Ende des Bühnenprogramms in der Ratzeburger Gelehrtenschule am vergangenen Freitag lief die „Teatro Trono“ dann noch einmal zur Höchstform auf. Gerade die Jüngsten des Ensembles erwiesen sich als wahre „Rampensäue“. Sie konnten ihre Spielfreude kaum bremsen, brachten Breakdance und Volkstanz ein und versprühten eine unbändige Energie.
Ein Zuschauer meinte in der Gesprächsrunde zum Abschluss des Abends, dass die Musik von „Teatro Trono“ so phantastisch sei, dass sich die Samba-Gruppen der Region da einiges abschauen könnten.
„Teatro Trono“ hat an diesem Abend in Ratzeburg deutlich gemacht, dass der „Nachwuchs“ im Projekt die Zukunft der künstlerischen Arbeits sichert.

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Musik, Pantomime, Satire, Spielfreude: TEATRO TRONO

Die „Lauenburgische Gelehrtenschule“ in Ratzeburg war am vergangenen Wochenende für TEATRO TRONO aus El Alto (Bolivien) eine weitere Station im Rahmen der KinderKulturKarawane 2013. Zusammen mit „Terre des Hommes“ hatte der Deutsche Kinderschutzbund nach Ratzeburg eingeladen. Die „Gelehrtenschule“ nahm das Angbeot dankend an und sorgte vor allem mit den Spanisch-Klassen und den Familien der Schüler_innen für die Unterkunft und ein Freizeitprogramm.
„Teatro Trono“ lief am Freitagabend wahrlich zur Höchstform auf. Obwohl sie erst nachmittags aus Emden in Ratzburg angekommen waren, zeigten sie von der ersten bis zur letzten Minuten ihres Bühnenprogramms eine unbändige Spielfreude und höchste künstlerische Qualität.
Nach einem fulminanten musikalischen Weckruf und einer kurzen Pantomie spielte die Gruppe das Stück „Bis zum letzten Tropfen“, in dem es um den Kampf gegen die Privatisierung von Wasser geht. Ausgangspunkt dieses ebenso satirischen wie tiefgründigen Stückes waren die „Wasserkriege“ 2002 in Cochabamba (Bolivien) bei denen sich die Bevölkerung erfolgreich gegen die Privatisierung von Wasser gewehrt hatte.

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Espace Masolo tauscht Lunchpakete in Eisenberg

Marionetten-Tanz im Gangnam-Style zur Begrüßung der Eisenberger Peers

Der Empfang für ESPACE MASOLO hätte begeisterter nicht sein können, als gestern (18.9.) in der Integriertern Gesamtschule (IGS) in Eisenberg. In der Schule wurde die jungen Künstler_innen aus Kinshasa so herzlich aufgenommen, dass sie als erstes den Schüler_innen der IGS Eisenberg ein spontanes Marionetten – Tänzchen im Gangnam-Style präsentierten.
Es gibt seitdem kein anderes Thema mehr an der gesamten Schule, als „Espace Masolo“.

Empfang beim Bürgermeister…

Im Anschluss an das „Willkommen“ in der Schule ging es zur offiziellen Begrüßung durch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Eisenberg, Bernd Frey, ins Rathaus. Als Dank für diese Würdigung wurde der Bürgermeister mit einem Ständchen  der Fanfare Masolo überrascht.

Danach ging es dann endlich in die Gastfamilien. Dort wurde mit Begeisterung mit den Peers Playstation gespielt, es gab Kissenschlachten, Fahrradtouren und natürlich Filme.

Heute morgen gab es dann erstmal ein großes „Hallo“ in der Schule. Die Kids aus Kinshasa – immer noch Thema N° 1 an der Schule – präsentierten ganz stolz ihre Lunchpakete – und begannen die Inhalte zu tauschen.

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1. 2, 3 Wasser marsch! – TEATRO TRONO in Neustrelitz

Ende August war TEATRO TRONO Gast am Gymnasium Carolinum in Neustrelitz. Wie eine Vielzahl von Schüler_innen in ein solches Projekt mit einbezogen werden und davon profitieren können, zeigt der Bericht einer Schülerin aus der 10. Klasse:

1,2,3 Wasser marsch!
„Schatz, möchtest du, dass ich dir noch Trinken für die Schule kaufe?“ ..Ja Mama. Ich möchte Mineralwasser.“
Ein ganz normaler Dialog zwischen einer Mutter und ihrem Kind? Nicht für eine Gruppe von Theaterkünstlern aus Bolivien, die am 26. August 2013 in der Aula des Gymnasiums Carolinum, in der dritten und vierten Unterrichtsstunde, ein paar Theaterstücke zum Besten gaben. In diesen Stücken ging es um das große Thema“Wasser“, das die zehnten Klassen derzeit im Geografieunterricht behandeln. Unter anderem wurden der Wassermangel und die Wasserprivatisierung in Bolivien dargestellt und wie eine Familie ihre Wasserquelle für Geld, von einem Trio von Männern, an diese verkaufte.
Doch nicht nur die Zehntklässler durften die interessanten Stücke sehen, denn einige
Elft-und Zwölftklässler waren auch dabei, die vom Spanischunterricht aus dort teiInahmen.
Die nächsten beiden Unterrichtstunden wurden für eine Gesprächsrunde reserviert und einige Mädchen aus dem Spanischkurs für Frühanfänger aus dem Sprachprofil durften ihnen in der siebten und achten Unterrichtstunden eine Führung durch unsere kleine schöne Stadt darbieten.
In der Gesprächsrunde durften die Schülerinnen und Schüler den Künstlern Fragen zu den Stücken und zu ihren Problemen mit dem Wassermangel daheim stellen. Was die Bolivianer sehr verwirrte war die Tatsache, dass wir unser Wasser in Flaschen im Supermarkt kaufen, denn in Bolivien kann man leider nicht einfach den Wasserhahn
aufdrehen und sich ein Glas sauberes Trinkwasser genehmigen. Die Schauspieler erzählten uns vom Wasserkrieg im Jahre 1999/2000 und erklärten uns, dass sie schmutziges Wasser aus der Leitung bekommen, was erst abgekocht werden muss, damit es einigermaßen trinkbar ist. Doch darauf hat man ja auch nicht immer Lust, also trinkt man, im Bewusstsein aller Folgen, das verschmutzte Wasser.
Bewegt von den Zuständen und dem, was zwei Dolmetscherinnen erzählten, gingen die Schüler in die Pause, woraufhin eine Stadtführung in spanischer Sprache für die Theatergruppe durch Neustrelitz folgte.
So ging ein Tag voller Ernst und Nachdenklichkeit, aber auch Spaß an den neu gesammelten Erfahrungen und dem Kontakt zu Leuten aus Bolivien, deren Muttersprache nun mal spanisch ist, zu Ende.

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Fanfare Masolo rockt Barockkirche

Eigentlich ist es schwer vorstellbar: ehemalige Straßenkinder aus Kinshasa spielt zusammen mit einem ostbayrischen Jugendorchester Beethovens 9. Sinfonie. Wenn man uns bei der Planung der Tour von ESPACE MASOLO aber gesagt hätte, dass die Gruppe dann außerdem noch Teile ihres Programms in einer Barockkirche spielen würde – wir hätten mit dem Kopf geschüttelt. Hätte jemand behauptet, die Gruppe würde sicherlich auch ein Tänzchen vor dem Hochaltar wagen – wir hätten ihn für verrückt erklärt.
Wir sind eines besseren belehrt worden: Am Sonntag spielt die FANFARE MASOLO mit dem Ostbayrischen Jugendorchester in der Barockkirche Oberaltaich Beethovens 9. – und danach Teile ihres eigenen Programms, inklusive des Tänzchens vor dem Hochaltar.

Das ganze Projekt wurde von Hermann Seitz, dem Leiter des Ostbayrischen Jugendorchesters geplant und umgesetzt. Er bewies einen unglaublichen Enthusiasmus bei der Überlegung, mit einer Gruppe der KKK zusammen zu arbeiten und musizieren. Aber sein Engagement ging noch darüber hinaus. Die jungen Musiker des Orchesters verzichteten auf die Hälfte der kleinen Gage, die sie für die Konzerte erhalten. Davon konnte die Fanfare Notenständer und Ersatzteile für ihre Instrumente kaufen. Hermann Seitz hat der Gruppe dann aus den Konzerteinnahmen noch einmal genügend Geld zur Verfügung gestellt, dass heute neue Instrumente gekauft werden für den ESPACE MASOLO angeschafft werden konnten. Und das alles geht vonstatten, „weil es eigentlich das Natürlichste der Welt sein müsste“, meinte Hermann Seitz.

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ETF macht Hamburger Kids stark

Nach 20 Tagen ist am Sonntagnachmittag die Gruppe der EXPERIMENTAL THEATRE FOUNDATION (ETF) aus Mumbai (Indien) aus Hamburg abgereist. Es war für die Gruppe eine sehr interessante und beeindruckende Erfahrung zu Beginn ihrer Tour durch Europa, die noch in verschiedene Regionen Deutschlands führen wird und dann nach Slowenien und Österreich. Von dort geht es Ende Oktober zurück in die Heimat nach Indien.
Beeindruckend war vor allem die vielen Workshops, die die jungen Schauspieler_innen und Tänzer_innen mit ihrem Leiter, Manjul Bhardwaj, in benachteiligten Stadtteilen Hamburgs geben konnten.
Wie schon berichtet startete die Gruppe in Hamburg-Steilshoop ihre Arbeit. Mit Schüler_innen der 8. und 9. Klassen der (Stadteil-)Schule am See führte die Gruppe über 3 Tage Workshops durch, die so beeindruckend waren, dass später auch noch Workshops für 10. Klassen gestaltet wurden. Hinzu kam eine dreistündige Einheit mit Lehrer_innen der Schule. Ein wichtiger Baustein für den Erfolg war sicherlich auch die Tatsache, dass die Jugendlichen in Steilshoop es als besondere Wertschätzung empfanden, dass ein Ensemble aus Indien zu ihnen nach Steilshoop gekommen war und sie zusätzlich noch die Europapremiere der Inszenierung „Drop by Drop: Water!“ erleben durften. Diese Wertschätzung empfanden wohl auch die Eltern der Schüler_innen, denn nur so ist zu erklären, dass an einem Samstag um 18.00 Uhr fast 80 Zuschauer_innen der Aufführung im Haus der Jugend in Steilhoop zusahen und am Schluss begeistert applaudierten.
Die Schule wird im kommenden Jahr wieder eine Gruppe der KidnerKulturKarawane in Zusammenarbeit mit der „Kulturagentin“, die für die Schule zuständig ist, einladen.Überlegt wird, wie man im Vorfeld eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer organisieren kann.

Schon am Montag danach ging es in Wilhelmsburg weiter. Zusammen mit dem Bürgerhaus Wilhelmsburg und der Bildungszentrum Tor zur Welt führt die KinderKulturKarawane dort ein Projekt mit dem Titel „Vielfalt macht stark“ durch. Das Projekt wird über die BKJ (Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung) aus Mitteln des Bundesminsiterium für Bildung und Forschung gefördert.
Zunächst stand eine Aufführung von „Drop by Drop: Water“ im Bürgerhaus Wilhelmsburg auf dem Programm. Danach begann gleich der erste Workshop mit Schüler_innen der 9. Klasse des Helmut-Schmidt-Gymnasiums, der über 5 Tage ging. In der zweiten Woche führte ETF mit Kindern der Elbinselschule einen Workshop durch und danach mit Schüler_innen der Sprachheilschule.
Die Workshop-Ergebnisse wurden am Ende in Präsentationen vorgestellt, bei denen sich auch viele Eltern einfanden.
Die jungen Workshopleiter von ETF überzeugten auf der einen Seite durch ihr Einfühlungsvermögen, zum anderen durch die padägogische Kompetenz, mit der sie die Schüler_innen anleiteten.
Auch hier war wieder eine enorm positive Resonanz vor allem der Schüler_innen zu spüren. Die Lehrer_innen wurden einmal mehr von ihren Schüler_innen überrascht, da Kompetenzen bei diesen sichtbar wurden, die man bislang nicht erkennen konnte. Positives Feedback kam auch von Eltern, die erzählten, dass ihr Kinder „im Moment völlig verändert“ seien.
In Kürze wird ein Auswertungstreffen mit allen beteiligten Erwachsenen stattfinden. Die Kinder und Jugendlichen der Schulen haben ihre Auswertung per Fragebogen bzw. im Unterricht abgegeben.

Den Abschluss des Aufenthaltes macht dann ein Auftritt beim WELTKINDERFEST in den Hamburger Wallanlagen. Dort zeigte ETF auf der Bühne der „India Week Hamburg“ eine20-minütige Tanzshow mit Elementen des Theaterstücks.

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ESPACE MASOLO im Fernsehen

Der regionale Fernsehsender „Oberpfälzer Heimat“ hat am 12.9.13 einen Bericht über das Projekt von ESPACE MASOLO mit dem Oberbayrischen Jugendorchester ausgestrahlt. Zu Wort kommen der Leiter des Jugendorchesters, Hermann Seitz, und die Leiterin des Espace Masolo, Cathy Mondende.
Hier geht es zu dem 7-minütigen Bericht.

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Fanfare Masolo spielt Beethovens 9. Sinfonie

Seit letzten Mittwoch ist ESPACE MASOLO zu Gast beim Ostbayrischen Jugendorchester . Gleich bei Ankunft der Gruppe wurden die Instrumente der jungen Musiker_innen aus Kinshasa eingesammelt und zur Reparatur gegeben. Im Austausch gab es dafür Leihinstrumente. Dann ging es los mit den Proben, denn am Samstagabend wird es ein gemeinsames Konzert mit dem Ostbayrischen Jugendorchester im Festsaal des Bezirkskrankenhauses in Wöllershof geben. Beginn ist um 19.30 Uhr. Auf dem Programm steht zunächst Beethovens 9. Sinfonie (Ode an die Freude) – und die spielen beide „Klangkörper“ zusammen. Danach spielt das Jugendorchester, und zum Schluss spielt die Fanfare Masolos eigene Stücke.
Das heißt natürlich für die jungen Kongoles_innen: üben, üben, üben! Vom Jugendorchester gab es dabei sehr viel und sehr freundliche Unterstützung. Überhaupt ist das junge Orchester ein hervorragender Gastgeber. Am Freitag gab es dann die Orchesterproben, die eine völlig neue Erfahrung für die Gruppe der KinderKulturKarawane waren. Heute noch eine Generalprobe – und dann…
Das Projekt wird von einem Videoteam begleitet, so dass man schon jetzt gespannt sein kann, wie das Projekt insgesamt gelaufen ist.

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