1035 Althandys für Espace Masolo

Vorderseite des Flyers zur Sammelaktion

Mitte Oktober war „Espace Masolo“ aus Kinshasa zu Gast in Freiburg. Die Organisatoren des Aufenthaltes (Südwind e.V.) hatten die naheliegende Idee, den Aufenthalt der Gruppe aus der DR Kongo mit der Frage zu verbinden, was denn das wohl mit Handys und Smartphones zu tun hat. Aus dieser Diskussion um „Seltene Erden“ allgemein und Coltan ins besondere wurde die Idee entwickelt, Althandys zu sammeln und an die Deutsche Umwelthilfe e.V. (http://www.handysfuerdieumwelt.de) zu schicken. Von dort gibt es € 1,50 pro Handy für gemeinützige Projekte.
In Kooperation mit dem Agenda 21 Büro der Stadt und dem Eine Welt Forum, mit Unterstützung durch Weltläden, einzelnen Firmen und viele Einzelpersonen wurden bei verschiedenen Sammelstellen in Freiburg in drei Monaten 1035 Althandys abgegeben. Diese sind inzwischen an die Umwelthilfe geschickt und nun wartet man bei Südwind darauf, dass 1.552,50 Euro an „Espace Massolo“ weitergeleitet werden können.

Im August wird Espace Masolo ein großes Fest feiern zum 10-jährigen Bestehen. Mit dabei wird die Wuppertaler Partnerband „Belakongo“ sein. Auch MusikerInnen des „Ostbayrischen Jugendorchesters“ wollen dabei sein und im Rahmen des Festes einem „klassische Woche“ anbieten. Die jungen MusikerInnen des Orchesters hatten im September bei dem gemeinsamen Projekt mit ihren kongolesischen KollegInnen Geld für  die Reparatur einiger der Instrumente und für neue Instrumente bereitgestellt.

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Bella Italia in Montevideo

Im Frühjahr 2009 war DE NINGUNA MANERA aus Montevideo bei der KinderKulturKarawane dabei. Die junge MURGA aus der Esquina Cultural MERCADITO BELLO ITALIA überzeugte durch ihre fantastische Präsentation der Murga, einer ur-uruguayischen Form von Karnevalsmusik. Die meisten jungen MusikerInnen von damals sind auch heute noch kreativ unterwegs, wie die kleine Fotogalerie weiter unten zeigt.

4 Jahre später erstrahlt der „Mercadito“ in neuem Glanz. Mit Veranstaltungssaal, Tonstudio und vielen anderen Details, die die alte Markthalle zum idealen Zentrum für die Kreativen des Stadteils „Bella Italia“ machen. Hier ein kurzes Video über das neu-erstrahlte Kulturhaus – ideal für Menschen die Spanisch gut verstehen können:

Und hier einige Fotos von jungen KünstlerInnen von 2009:

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Experimental Theatre Foundation in Hamburg-Wilhelmsburg

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„Zauberflöte“ in Shangilia

46 Schüler des Mallinckrodt Gymnasiums (Dortmund) verbrachten Ihre Herbstferien in Nairobi. Der Grund für die Reise: Die Aufführung ihres Musicals „Die Zauberflöte“.
Im vergangenen Jahr hatten einige kenianische Jugendliche die Dortmunder Schüler besucht und diese mit ihrer Akrobatik beeindruckt. Nun folgte der Gegenbesuch. Begleitet wurden die Schüler von zwei Eltern, der Sekretärin der Schule, ihrem Musiklehrer Dr. Matthias Korten und natürlich war auch Anja Faber dabei, die die Reise mit den Kenianern organisierte. „Die Offenheit auf beiden Seiten hat mich sehr beeindruckt. Beide Seiten haben jede Menge Erfahrungen gesammelt. Es waren sehr intensive zehn Tage.“, meinte Anja Faber nach der Reise.

Die musikalische Leitung hatte der Musikpädagoge und Shangilia- Vereinsmitglied Dr. Matthias Korten. Er integrierte die kenianischen Kinder in das Stück, so dass bei der Aufführung deutsche und kenianische Kinder zusammen auf der Bühne standen.
Aber bei der Reise ging es nicht nur darum, ein Musical im Slum aufzuführen. In Workshops tauschten sich die Jugendlichen aus und beide Seiten lernten Vieles über die Länder Deutschland und Kenia.

Die Besuche bei einigen Familien der Community sowie die Einblicke in die Arbeitswelt in einem Slum, hinterließen tiefe Spuren. „Ich habe wirklich einen anderen Blick auf mein Leben bekommen. Wenn man hier so im Slum steht, dann relativiert dieser Blick doch viele Probleme, die wir zu Hause haben.“, sagt der 18 Jahre alte Lennart Hieke. Insgesamt war die Reise für alle Beteiligten eine gelungene Aktion und ein großer Erfolg. Auch der WDR berichtete mehrfach im Rundfunk und Fernsehen von diesem Abenteuer.
Weitere Informationen zur Kooperation mit „Shangilia“ in Nairobi mit ausführlichen Berichten über die Reise nach Kenia und Videos sowie einer Fotogalerie sind auf der Website der Schule zu finden: http://www.mallinckrodt-gymnasium.de/
Einen Bericht des WDR-Fernsehens findet man hier: http://www1.wdr.de/mediathek/

 

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„Es gibt viele Kinder, die Ideen haben, die Welt zu ändern“

Esther Namitla, 12 Jahre alt, war im Frühjahr 2013 mit einer Theatergruppe des „Rainbowhouse of Hope“ aus Kampala (Uganda) mit der KinderKulturKarawane in Deutschland, Österreich und Slowenien unterwegs. Die Reise hat sie so beeindruckt – „Erst später realisierte ich, dass ich nicht nur dorthin gegangen war um aufzutreten, sondern auch um Vieles zu lernen.“- , dass sie nach der Rückkehr in ihre Heimat an den Deutschen Botschafter in Kampala, Herrn Duxmann, geschrieben hat.

Hier ihr Brief:

Monday , 2nd September 2013
Kampala – Uganda
Rainbow House of Hope Uganda.

Dear Mr. Duxmann,
ich bin Esther Namitala aus Nsambya in Kampala. Ich bin am 15.4.2001 geboren und 12 Jahre alt, Schülerin in der 6. Klasse der Grundschule in Makindye. Mein Vater heißt Alex Kiiza und meine Mutter Bitrice Nabakooza. Ich habe 4 Brüder und 2 Schwestern.

Mit der KinderKulturKarawane unterwegs
Zuerst möchte ich Ihnen sagen, dass ich mein Heimatland Uganda liebe und stolz darauf bin Uganderin zu sein. Seit ich 11 Jahre alt bin, habe ich den Traum Uganda zu verändern, aber ich konnte ihn nicht erfüllen, weil ich jung war. Ich bin Tänzerin im Rainbow House of Hope Uganda, von dem ich unterstützt werde, weil ich so gut mitmache und weil Gott auf meiner Seite war.

Vor einigen Monaten hatte ich die Chance nach Deutschland zu gehen. Wir waren 7 Jugendliche und ein Erwachsener, die diese Reise machten. Wir wurden von der Kinderkulturkarawane in Hamburg eingeladen, mit dem Ziel, vor unterschiedlichem Publikum zu tanzen und aufzutreten. Erst später realisierte ich, dass ich nicht nur dorthin gegangen war um aufzutreten, sondern auch um Vieles zu lernen.

Wir haben hier Sonne von Januar bis Dezember
Als ich in Deutschland war, war es Sommer. In Deutschland scheint die Sonne nicht oft, aber die Leute versuchen, sie so viel wie möglich zu nutzen. Sie benutzen Solaranlagen, sogar einzelne Menschen benutzen Solarzellen und setzen sie auf ihre Häuser. Das ist etwas, worüber die ugandische Regierung noch nicht nachgedacht hat. Hier haben wir Sonne von Januar bis Dezember. Wenn die Regierung oder reiche Leute Solaranlagen guter Qualität aus Deutschland oder anderswoher importieren und hier einrichten würden, wäre es besser, als die Natur durch Wasserkraftwerke zu zerstören oder gar Wasserkraft nach Kenia und Tansania zu verkaufen. Wenn Energie nur an andere Länder verkauft wird, haben wir nicht genug, aber Solarkraft wäre eine gute Lösung.

Mülltrennung
Zweitens schreibe ich über Umweltverschmutzung. In Deutschland sah ich, wie Müll getrennt wird. Sie trennen verwertbare Produkte, Glas, Plastik und Papier um die Umwelt sauber und sicher zu halten und wieder andere Produkte herstellen zu können aus dem benutzten Material, z.B. wird Plastik in etwas neues geschmolzen auch um die Bodenverschmutzung zu verhindern, indem man Polyethylenbeutel und Metallgegenstände trennt. Sonst dringt alles in die Erde und verschmutzt sie. Polyethylenbeutel verhindern, dass das Regenwasser in die Erde dringt und wenn Metall rostet, wenn es in der Erde ist, verursacht das Schaden. Die Leute sollten selbst dagegen kämpfen.

Uganda in 50 Jahre eine Wüste?
Deutschland und Europa sind so grün! Was mich überrascht hat, war, als ich hörte, dass man die Polizei oder die Regierung informieren muss, wenn man einen Baum fällt und man Geld bezahlen muss um den Baum zu ersetzen.
Einen anderen Baum zu pflanzen passiert in Uganda nicht. Die Regierung muss ein Gesetz dazu machen, sonst wird Uganda in 50 Jahren eine Wüste sein. Ich habe mir vorgenommen eifrig zu lernen um in der Zukunft Uganda verändern zu können, aber ich brauche noch 7 Jahre um die Schule zu beenden. Wenn ich nicht jetzt beginne wird es zu spät sein. Vielleicht ist es sogar zu später, um all das zu bekämpfen, aber da Gott weiß, was ich tun will, wird er mich unterstützen, bis ich mein Ziel verwirklicht habe.

Drittens: das Wasser- und Abwassersystem
Ich weiß, dass wir in Uganda ein Wasser- und Abwasseramt haben. Aber in vielen Bereichen ist das nicht organisiert. In Deutschland hat uns der Bürgermeister einer kleinen Stadt eingeladen, um uns über ihr Wasser- und Abwassersystem zu erzählen. Ich habe realisiert, dass sie viel Geld investiert haben um ihre Stadt zu verändern, z.B. um das Wasser zu reinigen. Sie haben gekämpft, bis ihr Wasser- und Abwassersystem in Ordnung war. Sie haben gesagt, dass sie in einem Jahr 400 Mio Euro ausgegeben haben. Wenn man das in Uganda Schilling umrechnet ist das so viel! In Lörrach bauen sie Häuser und verbinden sie so mit dem Abwassersystem, dass man Brauchwasser von Abwasser trennen kann, und sie benutzen spezielle Medizin um Keime und Bakterien im Wasser abzutöten. Es wird sauber und danach kann es in Flüsse und Seen fließen. In die Kläranlage geben sie Medizin um Düngemittel zu machen. Wenn diese Technologie in Uganda eingeführt würde, könnte sie helfen Abwasser in sauberes Wasser zu verwandeln.

Viertens: Straßensicherheit
In Deutschland sah ich, dass sie sich um Straßensicherheit und die der Bürger kümmern. Sie haben viele Straßenschilder wie Zebrastreifen, Ampeln und viele andere Zeichen. Sie haben Ampeln an jeder Kreuzung in der Stadt oder auf dem Land. Sie stellen möglichst viele Ampeln auf, um Verkehrsunfälle zu verhindern. Sie haben gute Straßen, die auch zur Sicherheit beitragen. Die Straßen in Uganda sind schlecht, Müll liegt rum und niemand kümmert`s. Das liegt an korrupten Führern. Anstatt Geld richtig zu verwenden kaufen sie Autos und schöne Häuser. Leute zahlen Steuern, weil sie denken, bessere Dienstleistungen z.B. im Gesundheitsbereich, Ausbildung oder Nahverkehr dafür zu bekommen. Aber am Ende weigern sie sich Steuern zu zahlen, weil es nicht passiert. Kinder haben Angst Straßen zu überqueren, weil es keine Zebrastreifen gibt oder weil niemand anhält. Die Fahrer kümmert es nicht und sie werden auch nicht kontrolliert. Es gibt ja keine Kameras, die kontrollieren könnten. Wenn die Sicherheit in einem Land gut ist, werden die Gesetze auch nicht mehr gebrochen.

Ich habe noch mehr Ideen, wie man Uganda verändern könnte. Ich wünsche mir, dass die ugandische Regierung die Ideen der jungen Generation aufgreift. Dann wäre die Welt ein Wunder, weil es viele Kinder gibt wie ich, die Ideen haben um die Welt zu ändern.

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Theater aus Palästina: ASHTAR THEATRE

Szene aus einer Produktion des Ashtar-Theatre

Das „Ashtar Theatre“ ist ein sehr lebendiges palästinensisches Theater mit einer globalen Perspektive. Mit ihrer Schauspiel-Schule und den professionellen Theaterstücken versuchen die Mitglieder, auf kreative Weise gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen. Ashtar war die erste Organisation, die in Palästina Theater-Trainings für Jugendliche anbot.
Es wurde 1991 in Jerusalem von den bekannten palästinensischen Schauspieler_innen Edward Muallem und Iman Aoun gegründet. Mittlerweile befindet sich der Hauptsitz des Theaters in Ramallah. Um auch die Menschen in abgelegenen Gegenden mit in das Projekt einzubeziehen, bietet das Theater außerhalb der Zentren Projekte an.

Szenefoto aus einer Jugendtheaterproduktion

Theater-Trainings
Das Ashtar-Theatre bietet Theater-Workshops sowohl für junge Palästinenser_innen, als auch für internationale Student_innen an, die meist in Aufführungen münden. Dabei trainieren die Teilnehmer_innen mehr als nur das Schauspiel. Sie arbeiten an ihren Kompetenzen in Teamwork und Kommunikation, lernen sich selbst besser kennen und entwickeln so Selbstvertrauen. In den „Master Classes“ können sich die einheimischen und internationalen Teilnehmer_innen von professionellen Schauspieler_innen unterrichten lassen. Die Kurse finden jedes Jahr in den Sommermonaten statt und bieten neben dem intensiven Training die Möglichkeit zu einem kulturellen Austausch.

Bühnenprogramm
Neben den Workshops für Schauspiel- und Theaterinteressierte führt das Ahstar Theatre auch eigene Theaterproduktionen auf. Die Theaterstücke zeugen von hohem künstlerischem Niveau und regen zu kritischem Nachdenken an. Das Theater unterhält Kooperationen mit Schauspieler_innen und Regisseur_innen in vielen Ländern der Welt, um den eigenen Standard weiter zu entwickeln. Für seine Arbeit wurden die Theatermacher aus Palästina bereits mit einigen internationalen Preisen ausgezeichnet.

Szenenfoto der Aufführung in Ramallah

Gaza-Monologe
2010 entstand das Projekt „The Gaza Monologues“. Das Ashtar Theatre begann mit Unterstützung von Unicef mit Kindern und Jugendlichen der Gaza Region zu arbeiten. Sie unterrichteten sie in Schauspiel und kreativem Schreiben. Aus dieser Arbeit entstanden 31 Monologe der Kinder und Jugendlichen, in denen sie von ihren Erfahrungen und Ängsten erzählen, aber auch von ihren Träumen und Hoffnungen. Diese „Monologe“ wurden mit den Jugendlichen im Gaza auf die Bühne gebracht – und parallel in weltweit 49 Ländern von jungen Theatergruppen inszeniert und am selben Tag aufgeführt. In Deutschland haben in Berlin die „Zwiefachen“ (Schaubühne) und das Jugendtheaterprojekt „Grenzen-Los! e.V“ und einige palästinensische Jugendliche die Monologe auf die Bühne gebracht.

Forum-Theater
Das Ashtar-Theatre ist das nationale Zentrum für „Forum Theater“ in Palästina. Entwickelt wurde das Forum Theater von Augusto Boal, einem brasilianischen Schauspieler. Im Gegensatz zur klassischen Theateraufführung, bei der das Publikum eher passiv ist, wird es nun dazu animiert, in das Geschehen auf der Bühne einzugreifen, es zu ändern und in Dialog mit den Schauspieler_innen zu treten.
Das Ashtar-Theatre nutzt diese Form des Theaters, um den Menschen zu zeigen, wie sie durch ihr Handeln das Stück und auch die Welt verändern können. In diesem Sinne ist Forum Theater ein Werkzeug zur Demokratiebildung.
www.ashtar-theatre.org/

Für die KinderKulturKarawane wird das Ashtar-Theater ein spezielles Theaterstück inszenieren.

Das „Gaza-Monologe-Projekt“ von 2010 im Video. U.a. auch mit Szenen der Berliner Aufführung und der Aufführung vor der UN am 29.11.2010 in New York:

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ESPACE MASOLO in Wuppertal – Eine Dokumentation

ESPACE MASOLO ist längst wieder in Kinshasa angekommen. Sie haben sich auch schon wieder im „Maison Schengen“ zurückgemeldet – damit man weiß, dass auch alle aus der Gruppe nach Hause zurückgekehrt sind…
Über das BRASSPROJEKT in Wuppertal zu Beginn der Reise durch Deutschland und Frankreich gibt es eine schöne und lebendige Dokumentation. Empfehlenswert!

Brassprojekt 2013 from moving pixel on Vimeo.

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Rechtsanwalt Marcelo Bazan

Marcelo hat es endlich geschafft: er ist jetzt Rechtsanwalt. Das berichtete er letzte Woche:
„Ich bin sehr glücklich, eine der schwierigsten Prüfungen für meinen Beruf hinter mir zu haben. Jetzt muss ich nur noch ein Diplom oder einen Master machen, um sowas wie ein „Dr. des Rechts“ sein zu können.“
Anwälte mit der einfachen Prüfung, wie sie Marcelo jetzt hat, gibt es viele. Man kann so nicht viel Geld verdienen. Wenn man als Anwalt in Bolivien leben will, geht das nur mit Diplom oder dem Master.

Studieren und Geld verdienen
„Es ist ein wenig schwierig gewesen“, schreibt er weiter, „gleichzeitig zu studieren, Geld zu verdienen und auch mein Leben ‚auf die Reihe zu bekommen‘. Vielleicht schien es euch so, dass ich nicht viel Kontakt suche nach Deutschland, dafür entschuldige ich mich tausendfach.
Die letzten Monate sind ein wenig schwierig gewesen, da ich nicht ausreichende Unterstützung des Staates erhalten habe, um die Kosten für meine Medikamente decken zu können. Zumal da noch Kosten für Untersuchungen und Bluttests hinzukommen.
So fing ich an zu arbeiten, vor allem im Musikbereich. Das ZETA – Projekt geht jetzt zu Ende, aber ich kümmere mich um die „Tribus Urbanas“ (jugendliche Subkulturen, d. Red.) im Auftrag des Bürgermeisters.

Neues TV-Programm
Der Name meines TV-Programmes, das gerade startet, ist „cooltura urbana“. Ich habe meine Lebensgeschichte dem Bürgermeister von La Paz erzählt und ihm gefiel die Idee, die Jugendlichen zu ermutigen, sich untereinander verbundener zu fühlen.Von dort gibt es auch finanzielle Unterstützung.
Letztendlich glaube ich, dass meine Träume jedes Mal wachsen und ich meinen Zielen immer ein Stück näher kommen. Dabei vergesse ich nicht, dass ich meine Tabletten zum Teil weiter selbst finanzieren muss und vor allem dafür arbeiten muss – um dann meine Träume zu verwirklichen.
Danke nach Deutschland, Dank an meine Geschwister, Eltern, Freunde und an alle, die mich in meinem Kampf bislang begleitet haben.“

Marcelo ist nach wie vor leidenschaftlicher Schlagzeuger – nur wie anderswo auf der Welt auch: damit lässt sich nicht viel Geld verdienen.

Dauerauftrag
Wir haben Marcelo versprochen, ihn finanziell zu entlasten und regelmäßig (per Dauerauftrag) € 200,00 – € 300,00 monatlich zusammen zu bringen. So kann er die Kosten für seine Medikamente abdecken und für die zusätzlichen Bluttests und Untersuchungen.
Da bleibt ihm mehr Zeit, noch ein Diplom oder einen Master zu machen und dann vielleicht in zwei oder drei Jahren von unserer Unterstützung unabhängig zu sein.
Wer da mitmachen möchten (ein monatlicher Dauerauftrag von € 5,00 (also € 60,- im Jahr) , ist herzlich willkommen. Die IBAN ist DE34 2005 0550 1268 1360 98. Die BIC lautet HASPDEHHXXX. Kontoinhaber „Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH“. Das Stichwort „Marcelo“ ist nicht notwendig aber macht es eindeutiger.

 

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NAFSI ACROBATS – Mit Leidenschaft die Zukunft gestalten

„Nafsi Acrobats“ ist eine Gruppe von Künstler_innen aus den Slums um Kenias Hauptstadt Nairobi. Die Gruppe will Kindern und Jugendlichen aus den ärmsten Gegenden der Stadt mit Hilfe von Kunst, Akrobatik und anderen kreativen Ausdrucksformen einen Sinn für Gemeinschaft, Respekt, Selbstbestimmung und Kultur näherbringen. Entstanden ist die Idee zu „Nafsi Acrobats“, als sich im Jahr 2000 eine Gruppe junger Artist_innen im Kivuli Center, einem christlichen Gemeindezentrum in einem der armen Viertel Nairobis, zusammenfand.

Träume verwirklichen
Die Artist_innen und Trainer_inen stammen zum großen Teil ebenfalls aus armen Familienverhältnissen. Für die Verwirklichung ihrer Träume haben sie hart gearbeitet und sind deshalb stolz auf ihr professionelles Niveau. Die Akrobat_innen sind schon viele Male international mit ihrem Programm aufgetreten und konnten Menschen in Kenia und in Europa begeistern. Die Mehrheit der mehr als drei Millionen Einwohner Nairobis ist arm. Viele Kinder leben auf der Straße. In ganz Kenia gibt es Millionen von Kindern und Minderjährigen, die arbeiten müssen, unter Drogenmissbrauch und Misshandlungen leiden. Vielen von ihnen ist der Zugang zu Bildung verwehrt. Nafsi will diesen Kindern mit seinem Programm etwas Lebensfreude und Perspektiven für die Zukunft geben.

Mit Enthusiasmus und Leidenschaft
Neben der Akrobatik und der Ausbildung des professionellen Teams bietet Nafsi auch ein Trainingsprogramm in den Slums und schlecht ausgestatteten Schulen Kenias an. Es reicht von Akrobatik und Tanz über Yoga bis hin zu Malerei und Fotografie. Die Nafsi Acrobats, die selbst keinen Zugang zu guter Bildung hatten, wollen den Kindern zeigen, dass es mit genug Leidenschaft, Enthusiasmus und einem guten Konzept trotz schwieriger Umstände möglich ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

„Berlin lacht“
Nafsi hat zahlreiche Helfer und Unterstützer, sowohl in Nairobi und Kenia als auch in Europa. Ein langjähriger Partner ist das „Agape Centro Ecumenico“, ein ökumenisches Zentrum in der Nähe von Turin in Italien. Mehrmals schon waren die Akrobat_innen von Nafsi in Italien zu Gast, wo sie mit Agape zusammenarbeiteten und auch eigenständige Tourneen durchführten. Auch in Dänemark, Norwegen, Litauen, Lettland und den Niederlanden waren sie schon unterwegs. 2013 war Nafsi zum ersten Mal zu Gast in Deutschland. Die Gruppe trat in Berlin bei dem internationalen Straßentheater Festival „Berlin lacht“ auf dem Alexanderplatz auf. Die Künstler_innen aus Kenia bringen eine langjährige internationale Bühnenerfahrung mit, wenn sie 2014 das erste Mal mit der KinderKulturKarawane durch Deutschland touren.
http://nafsiafrica.webs.com/

Das Programm
Die 12 jungen Artist_innen der Nafsi Acrobats zeigen ein rasantes und professionelles Akrobatikprogramm, das bereichert wird von andern Zirkuselementen wie Jonglagen, Einradnummern und Balanceakten.

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Die Magie des Augenblicks

Die letzte Aufführung vom „Teatro Teatro“ mit „Bis zum letzten Tropfen im Rahmen der KinderKulturKarawane 2013 fand am 2.11.13 im Regenbogen-Kino in Berlin Kreuzberg statt. Hier ein Trailer der Veranstaltung:

Teatro Trono ‚Hasta la última Gota‘ November 2013 in Berlin from COMPA Berlin on Vimeo.

80 Plät­ze hat das Re­gen­bo­gen­ki­no in Ber­lin-Kreuz­berg. Über 150 kamen ver­gan­ge­nen Sams­tag. Lei­der fan­den nicht alle Platz. Alle die nicht mehr rein­ka­men sei ge­sagt: es tut uns sehr leid, aber spä­tes­tens 2015 gas­tiert die Trup­pe wie­der in Ber­lin. Die, die einen Platz fan­den wur­den vom jun­gen En­sem­ble aus Bo­li­vi­en ver­zau­bert. Tea­tro Trono legte einen fu­rio­sen Auf­tritt hin. Die Bot­schaft ihrer Auf­füh­rung: Was­ser ist Men­schen­recht. Eine Bot­schaft für den Nor­den, dar­ge­stellt als po­pu­lä­re Ko­mö­die in clow­nes­ker Ma­nier, die in der Komik eine Ver­bin­dung mit dem Pu­bli­kum her­stellt und über sprach­li­che Hin­der­nis­se und kul­tu­rel­le Gren­zen hin­weg die Bot­schaft des Re­spekts für den Regen und das Was­ser und seine Un­pri­va­ti­sier­bar­keit trans­por­tiert.

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