Schauspiel statt fliegender Steine

Vertrauensübungen der palästinensischen und deutschen Jugendlichen

Übung im Workshop: Sich einfach fallen lassen und darauf vertrauen, von den anderen aufgefangen zu werden. Foto: Rolf Oeser

Berlin, Hamburg, Kiel – überall sind die Theater ausverkauft, wenn „The Freedom Theatre“ (Jenin, Palästina) „Was noch?“ auf den deutschen Bühnen präsentiert. Ein toller künstlerischer Erfolg für eine phantastische Gruppe!
Da wirken die Workshops, die die jungen Darsteller aus Jenin in verschiedenen Städten in Deutschland geben fast schon wie ein Ruhepol zwischen den rasanten und kräftezehrenden Aufführungen. Zuletzt war die Gruppe 3 Tage bei SchülerInnen der 13. Klassen (Darstellendes Spiel) der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach a. Ts. zu Gast. Waren die Aufführungen schon in den Feuilletons u.a. in der „Zeit“ begutachtet worden, so wurden Workshop und Begegnungen in Schwalbach von der Regionalen Frankfurter Presse in längeren, lesenswerten Artikeln gewürdigt:
FAZ Rhein Main: „Schauspiel statt fliegender Steine“
Frankfurter Neue Presse: „Freundschaften mit Theaterkollegen aus Palästina“
Frankfurter Rndschau: „Theater gegen die Gewalt„.

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„The Royal Prince“ schließt erfolgreiches Projekt ab

Jungen des 6d tanzen einen südafrikansichen Tanz.

Szenenfoto aus „The Royal Prince“ mit Schülern der 6d des Gymnasium Hochrad

Vom 18. bis 24. September 2011 war der „Golden Youth Club“ aus Winterveldt (Südafrika), unter der Leitung von Johannah Mahlungu und deren Mutter „Granny“ zu Gast am Gymnasium Hochrad in Hamburg-Klein-Flottbek.
Die zehn südafrikanischen Jugendlichen erarbeiteten zusammen mit SchülerInnen aus den Klassen 6d und 8c das Theaterstück „The Royal Prince“, das von Johannah und einigen Schülern speziell für dieses Projekt geschrieben worden war. Vor 2 Jahren waren die Südafrikaner erstmals in der Schule zu Gast. Das Projekt erwies sich damals als sehr erfolgreich, so dass sich beide Seiten für eine erneute Zusammenarbeit einsetzten.
Durch das Projekt wurde allen Mitwirkenden ein Perspektivwechsel ermöglicht. Gleichzeitig wurde durch die Zusammenarbeit eine Plattform geboten, Erfahrungen auszutauschen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten kreativ zu erarbeiten und neue Ausdrucksformen zu erlernen.
Da die südafrikanischen Jugendlichen  in Gastfamilien untergebracht waren, wurde ein noch intensiverer Austausch ermöglicht und den Südafrikanern bot sich die Möglichkeit einen anderen Alltag zu erleben.
In dem Theaterstück „The Royal Prince“ geht es in erster Linie darum, ein ernstes Thema zu vermitteln: Aids. Mehr als 33 % der südafrikanischen Bevölkerung sind HIV-positiv, und durch mangelnde Aufklärung steigt die Rate weiter an.
Der Schauplatz des Theaters sind zwei Dörfer irgendwo in Südafrika. Das Stück handelt von einer Prinzessin, die beschuldigt wird, an Aids erkrankt zu sein und daraufhin von ihrem Dorf verstoßen wird. Ihr Studium, das sie in der Stadt begonnen hat, wird ihr von nun an ebenso verweigert. Gleichzeitig lebt ein junger Stammeskönig in einem anderen Dorf, dessen Bewohner ebenfalls versuchen, ihn aus seiner Heimat zu vertreiben. Die beiden treffen aufeinander, da die junge Prinzessin sein Dorf aufsucht, um sich durch den traditionellen Heiler Zondi heilen zu lassen. Natürlich hat das Stück ein Happyend, Intrigen werden aufgedeckt, die Drahtzieher entschuldigen sich – und es wird ihnen vergeben. Eine großes Fest ermöglicht zum Schluss noch mal allen, gemeinsam auf der Bühne zu tanzen.
Zum Ende des Projektes präsentierten die Klassen zusammen mit den südafrikanischen KünstlerInnen stolz ihr Ergebnis in der Schulaula vor über 300 Eltern, Geschwistern, LehrerInnen und FreundInnen. Alle Beteiligten und das Publikum waren begeistert.
Fotos zu dem Projekt und zur Aufführung findet man auf unserer Facebook-Seite.

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Zukunft ist jetzt!

Cover-Foto "Mädchen mit Gummistiefel am Ohr"

Titel-Foto des Tagungsflyers "Zukunft ist jetzt!"

Didaktikdialog: Zukunft ist jetzt!
Kulturelle und politische Bildung für nachhaltige Entwicklung

Alle reden über eine nachhaltige Entwicklung, aber in unserem alltäglichen Denken und Handeln spiegelt sich die Idee bisher kaum. Deshalb ist ein Bewusstseinswandel erforderlich, der nicht nur auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene ansetzt, sondern auch auf kultureller. Denn Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein Querschnittsthema. Welche Bedeutung kommen der politischen und der kulturellen Bildung zu, diesen Wandel herbeizuführen bzw. zu unterstützen? Und welche Zugänge, Methoden und Werkzeuge stehen den Akteuren aus den Bereichen hierfür zur Verfügung? Unter dem Motto „Zukunft ist jetzt!“ führt die von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung und der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltete Tagung im Rahmen des „Didaktik-Dialogs“ in das Konzept einer Bildung für nachhaltige Entwicklung ein. Ziel ist, sich fachübergreifend anhand von Impulsvorträgen, konkreten Praxisprojekten und Erfahrungen darüber auszutauschen,welche Potentiale eine Kultur der Nachhaltigkeit hat, wie das Konzept der BNE in die praktische Bildungsarbeit einfließen kann, welche innovativen Methoden und Zugänge interdisziplinäre Ansätze bieten, wie kulturelle und politische Bildung in Bezug auf BNE stärker zusammenarbeiten können. Zudem bieten wir Gelegenheiten zum Netzwerken und die Möglichkeit in Workshops selbst Methoden auszuprobieren. Die KinderKulturKarawane wird bei der Tagung ebenfalls vertreten sein.

17. bis 19. November 2011
GLS Sprachenzentrum
Kastanienallee 82
10435 Berlin
ANMELDUNG >>> www.bpb.de/zukunftistjetzt

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The Power of Culture

Konferenz »radius of art« – 8. + 9.02.2012 in Berlin
Kreative Politisierung des öffentlichen Raums
Kulturelle Potenziale für soziale Transformation

„Kultur ist ein Grundbedürfnis“, ein „basic-need“, wie die Fachleute der Entwicklungszusammenarbeit es nennen. Kultur ist aber zudem in der Lage, die Menschen und die Welt zu verändern. Das erleben wir Jahr für Jahr in der KinderKulturKarawane. Junge Menschen, die vor nicht allzu langer Zeit am äusserstern Rande der Gesellschaft gelebt haben – als Obdachlose, Kinderarbeiter, AIDS- oder Kriegswaisen, in Drogen- und Gewaltmilieus – haben über kulturelle Aktivitäten (Musik, Tanz, Theater, Zirkus, Bildende Kunst) ihre Würde zurückgewonnen, ihr Selbstbewusstsein gestärkt und Perspektiven für ihre Zukunft entwickeln können. Dabei greifen sie fast selbstverständlich in die Veränderungsprozesse der sie umgebenden Gesellschaft(en) ein, nehmen Partizipation ernst. Kultur wird so zum Motor nicht nur für individuelle, sondern vor allem für gesellschaftliche Veränderung.
„Arts for Social Transformation“ wird seit einiger Zeit auch in den Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit diskutiert. Unter anderem auch im Hinblick auf die geforderte Umsetzung der UN-Kovention zum Schutz und zur Förderung kultureller Ausdrucksformen.
Die internationale Konferenz und Federführung der Heinrich-Böll-Stiftung wird Fachleute aus aller Welt zusammenführen und ein Forum für Austausch und Vernetzung bieten. Aich die KinderKulturKarawane wird mit verschiedenen Projekte bei der Konferenz vetreten sein.
Soeben hat die Registrierung für diese Konferenz begonnen. Weitere Informationen zur Konferenz, die Registrierungsmöglichkeit und Programminformationen sind zu finden unter: http://www.radius-of-art.de/conference/

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“The Golden Youth Club“ erneut zu Gast in Klein-Flottbek

Probenarbeiten am Gymnasium Hochrad

Proben zum Theaterstück "The Royal Prince"

Am 19. September 2011 startete erneut ein Projekts zwischen der südafrikanischen Theater- und Musikgruppe “The Golden Youth Club“ aus Winterveldt und dem Gymnasiums Hochrad in Hamburg-Klein-Flottbek. Die Projektwoche knüpft an die im Jahr 2009 begonnene Arbeit an und wird am Freitag mit der Präsentantion des Theaterstücks “The Royal Prince“ abgeschlossen. Das Theaterstück behandelt das Thema “Aids“ und den Umgang mit dieser Krankheit.

Gemeinsam proben die SchülerInnen der 6d und 8c seit Montag zusammen mit den Jugendlichen des Golden Youth Club bis zu acht Stunden täglich. Dabei wird die eine oder andere Schulpause glatt vergessen. Lieder üben, Rollen auswendig lernen oder Kostüme anprobieren – alle sind fleißig und hoch motiviert dabei, so dass auf den Abschluss am Freitagabend (19,30 Uhr) sehr gespannt sein darf.

Rollenarbeit zum Theaterstück "The Royal Prince"

Rollenarbeit mit Johanna Mahlungu vom Golden Youth Club

 

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Wovon wir sprechen, wenn wir über Theater sprechen.

Am 15. September 2011 eröffnete „The Freedom Theatre“ aus Jenin (Palästina) das Internationale Festival für Junges Theater „EXPLOSIVE!“ in Bremen mit der aktuellen Produktion „Was noch?“ vor ausverkauftem Haus. Michael Büch von „Theaterwerkstatt“ des Bremer Kulturzentrums Schlachthof  führte ein Interview mit Nabil Alraee, dem Direktor der „Acting School“ des Freedom Theatre über Theater und Kultur in Palästina: Wovon wir sprechen, wenn wir über Theater sprechen: Episode 2 .

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Adios „Arena y Esteras“!

Szene aus der Theaterperformance "Urpila"
Szenenfoto aus dem Theaterstück „Urpila“, das „Arena y Esteras“ zu Beginn des Projektes im Bürgerhaus Wilhelmsburg vor 300 SchülerInnen aufgeführt hat

Zwei Wochen war „Arena y Esteras“ aus Villa el Salvador im Rahmen der KinderKulturKarawane in Wilhemsburg. Auf Einladung des Wilhelmsburger Bürgerhauses hat die Gruppe im „Bildungszentrum Tor zur Welt“ mit verschiedenen Schulklassen Workshops durchgeführt und Tanz, Jonglagen und Theater mit Kinder und Jugendlichen eingeübt.
Die jungen KünstlerInnen und Künstler aus Peru überzeugten dabei durch eine sehr große „pädagogische“ Erfahrung und konnten sich auf alle WorkshopteilnehmerInnen perfekt einstellen. Die Eindrücke der Gruppe von diesen 14 Tagen hat die Gruppe in ihrem Blog veröffentlicht.
Am Wochenende reist die Gruppe weiter nach Ehingen (in Baden Württemberg), um dort u.a. die „Faire Woche“ mit zu eröffnen.

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Die Fragmente Palästinas

Die „Süddeutsche Zeitung“ widmet dem Freedom Theatre in ihrer Ausgabe vom 9.9.2011 einen „Sechsspalter“ zur Deutschlandpremiere von „Was noch?“ im Staatstheater Braunschweig. Der Artikel kann hier als PDF-Datei (724 KB) heruntergeladen werden.

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Workshopprojekt in Hamburg mit „Arena y Esteras“

Schule einmal anders erleben.
Das gilt für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Kirchdorf/ Wilhelmsburg seit dem 6. September. In dieser Woche erarbeitet die 9te Klasse der Schule mit der Theater- und Zirkusgruppe „Arena y Esteras“ aus Peru zusammen eine Aufführung, die am Freitag den Abschluss des erfolgreichen Projekts darstellt. Zu Beginn der Workshops teilten sich die SchülerInnen je nach Interesse in Gruppen auf und üben sich seitdem fleißig in peruanischem Tanz, Musik und Akrobatik. Zudem wurden beidseitige Fragen besprochen, Erfahrungen und Eindrücke ausgetauscht und das Leben in Peru den SchülerInnen durch Fotos nahe gebracht.
Fotos des Projekts finden Sie auf unserer Facebook-Seite.

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Braunschweiger Publikum vom „Freedom Theatre“ beeindruckt

Szenenfoto der Inszenierung "Sho Kman?" des Freedom Theatre aus Jenin, Palästina

Szenenfoto aus "Was noch?"

Maschinengewehrfeuer, Angstschreie – die Situation kann kaum bedrohlicher sein. Schon in der ersten Szene macht das Freedom Theatre aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Jenin klar, es geht um ein existenzielles Problem. Mit dem Stück „Sho Kman?“ (Was noch?) hat am Dienstagabend in Braunschweig die Deutschlandtour des außergewöhnlichen Theaters begonnen.
In „Sho Kman?“ vermitteln die sieben Schauspieler in einer Folge von Szenen ein Gefühl für ihren Alltag, gekennzeichnet durch Gewalt, Wut, Ohnmacht, Schmerz, Verzweiflung, ohne Perspektiven – auch am Ende des Stücks ist keine Lösung in Sicht. „Verstörend und wuchtig“, umschreibt ein Zuschauer kurz seinen Eindruck.
Mal werden sie gefoltert, gedemütigt – dann wieder tanzen sie mit aufgesetzter Fröhlichkeit nach westlicher Musik. Dass es ihnen nicht um eine simple Anklage gegen die Israelis geht, zeigt schon die Wahl der Sprache: Auf der Bühne wird weitgehend eine Fantasiesprache gesprochen. Tänze, Mimik und Gesten sowie die durchdringenden in jeder Kultur verständlichen Schreie der Künstler sind ohnehin wichtiger als Worte. „Es sind junge Künstler und keine Politiker“, sagt der Braunschweiger Chefdramaturg Axel Preuß.

Der langanhaltende Applaus ließ keinen Zweifel: Das Braunschweiger Publikum war von der intensiven Darbietung der jungen Künstler sehr beeindruckt. Bis zum 10. November treten die Schauspielschüler in elf deutschen Städten und in Wien und Zürich auf.

„Durch die Besetzung wird die palästinensische Gesellschaft immer reaktionärer und konservativer“, sagt Tsafrir Cohen von der Hilfsorganisation medico international aus Frankfurt. „Das Theater gibt den jungen Menschen eine Art Heimat“, sagt der Braunschweiger Intendant Joachim Klement, der mit anderen Intendanten, Theaterschaffenden und medico international zur Unterstützung des Friedenstheaters aufruft.

aus:
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/14823711/menuid/2046

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