Aller Anfang macht Spaß

Liebe Welt da draußen,

ich bin Julie Frost, ein waschechtes Hamburger Deern und neu im Team der KinderKulturKarawane.
Nachdem ich meine Schule vor knapp drei Monaten beendet habe und eine Zeit lang in Indonesien rumgereist bin, möchte ich mich nun neuen Herausforderungen stellen. Da ich schon immer sehr viel Spaß an interkulturellen Austauschen hatte, habe ich schließlich am 23. August im Rahmen des „FSJ-Kultur“ bei der KinderKulturKarawane angefangen.

 

Ein Blick hinter die Kulissen

Schon während meiner ersten Tage bekomme ich die Möglichkeit hinter die Kulissen der KinderKulturKarawane zu blicken – bei einem zweiwöchigen Workshop der tansanischen Tanz- und Akrobatikgruppe KCC an der Gretel-Bergmann-Schule in Allermöhe.

Die Gruppe

Ab jetzt heißt aufstehen, Kultur zu erleben, heißt mit „Mambo“ (was geht?) begrüßt zu werden und mit „Poa“ (alles klar) zu antworten, heißt in begeisterte Kindergesichter zu schauen, heißt die Gruppe aus dem Kigamboni Community Centre zu begleiten. Und das macht Spaß!

Das Kigamboni Community Centre ist ein
Gemeindezentrum in der Großstadt Daressalam in Tansania. Mit vielen Beschäftigungsangeboten ist es ein Zufluchtsort für Kinder und Jugendliche.
Jetzt ist eine Gruppe von 7 Jungs und einem Mädchen unterwegs in Deutschland, Österreich und Slowenien um Kindern ihre Fähigkeiten in Tanz und Akrobatik näher zu bringen.

Im Akrobatikworkshop werden Pyramiden gebaut

 Der Workshop

Ich selber habe schon lange vergessen wie man ein Rad schlägt und bin froh mich hinter der Kamera verstecken zu können. Die deutschen Kinder sind da zum Glück anders und möchten am liebsten alle Kunststücke gleichzeitig lernen. Nach anfänglichem Chaos haben sich dann dennoch drei Gruppen (Akrobatik, Modern-Dance und Break-Dance) gefunden und die Trainingsphase beginnt.

Tag für Tag kann ich die Fortschritte der Kinder beobachten und sehe wie sich langsam aber sicher ein Stück aus den einzelnen Elementen zusammensetzt. Oft kommen die Kinder nach dem Training zu mir und berichten Stolz, wie sie über sich hinausgewachsen sind. Auch die tansanische Gruppe ist zufrieden und erzählt mir wie viel Spaß es ihnen macht „die Veränderungen bei den Kindern zu spüren“.

 

Gemeinschaftsgefühl

Die Gruppe probiert sich im Inlineskaten aus

Auch wenn der Workshop jeden Tag gegen Mittag endet, ist das Programm damit noch lange nicht vorbei. Gemeinsam gehen wir Nachmittags zum Beispiel noch Eisessen, versuchen ihnen zu erklären, dass man auf Inlineskatern tatsächlich auch fahren kann oder veranstalten ein gemeinsames Picknick.

Im Laufe zwei Wochen ist somit neben einer großartigen Show auch ein richtiges Gemeinschaftsgefühl entstanden. Kein Wunder also, dass zum Abschied der Schmerz groß ist und bei niemandem – weder deutschen noch tansanischen Kindern – ein Auge trocken bleibt.

Als einer der tansanischen Jungs dann zum Abschluss noch erklärt „Julie ist jetzt unsere Schwester“, macht sich ein warmes Gefühl in mir breit und ich stelle fest, dass ich jetzt richtig angekommen bin, bei der KinderKulturKarawane.

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