BMZ fördert Mangroven-Aufzucht bei Saber Viver

12670623_1123388507692932_5657629072534795629_nIm Herbst wird die „Companhia Dança Nativos“ aus dem Zentrum von Saber Viver in Recife bei der KinderKulturKarawane dabei sein. Mit dem Stück „Tote Flüsse, verödete Mangroven, hungerndes Volk“ wollen die jungen Darstellerinnen und Darsteller auf den Zusammenhang von Umweltzerstörung und Armut hinweisen – ganz im Sinne der „Sustainable Development Goals“.

Säen und Ernten
Am 30. März startete auf der „Ilha de Deus“, der Heimat der Jugendlichen ein Projekt als Kooperation vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Aktionskreis Pater Beda für Entwicklungsarbeit e.V.  25 Jugendliche und Erwachsene nehmen am Projekt „Semear e Colher“ (dt. Säen und Ernten) des BMZ teil.
Jugendliche Bewohner der Ilha de Deus haben einen Aufzuchtgarten für Mangroven konstruiert, der 20.000 Setzlinge jährlich produzieren soll.  Das Ziel ist, die Samen zu pflanzen und so alle 3 Monate 5.000 Setzlinge der roten Mangrove (Rizophora) zu produzieren. Die jungen Pflanzen können idealerweise nach 3 Monaten dann in den Flüssen und Mangrovenwäldern um die Ilha de Deus eingepflanzt werden.

6146_1117266321638484_3374693263775455810_nPET-Flaschen als Anwuchsschalen
Hierfür soll ein neues natürliches Bewässerungssystem eingesetzt werden, das vom Koordinationsteam des Projekts „Novo da Ilha“ (dt. Neues der Insel) schon getestet wurde. Aus den bisher gesammelten Erfahrungen in der Aufzucht der Mangroven stellt die Bewässerung der Pflanzen eine große Herausforderung dar. In der Saber Viver-Gärtnerei wird sich hierzu ein natürlicher Prozess zu Nutze gemacht, wobei das Meereswasser die nötige Bewässerung und die Nährstoffe, die die Pflanzen für ein gesundes und rasches Wachstum brauchen, liefert. Außerdem werden PET-Flaschen eingesetzt, die aus den verschmutzten Flüssen und Mangrovenwäldern gesammelt wurden, um als Anwuchsschalen für die Mangrovensetzlinge zu dienen. So leisten die Teilnehmer sowohl einen Beitrag zum Umweltschutz als auch in Sachen Nachhaltigkeit.

Jetzt hoffen die Verantwortlichen auf alle mögliche Unterstützung der lokalen Verwaltung, damit auch nach Auslaufen des zweijährigen Projekts des BMZ die Bewohner der Ilha de Deus genügend Mittel zur Verfügung haben, um den Prozess der Wiederaufforstung der Mangrovenwälder und des Wiederbelebens der Flüsse um Recife herum fortführen zu können.

Wir sind gespannt, wie sich das Projekt bis zum Herbst entwickelt hat und was die Jugendlichen der „Companhia Dança Nativos“ darüber erzählen werden.

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