„Einhundert Prozent glücklich“

Die KinderKulturKarawane 2015 ist zu Ende, doch die Gesichter der jungen KünstlerInnen sind so schnell nicht vergessen. Im Rahmen der Interviewreihe „Gesichter der KinderKulturKarawane“ sprach ich Anfang November mit Cynthia Atieno, um mehr über ihre Geschichte zu erfahren.

Die 15-jährige Cynthia kommt aus den Baba Dogo Slums in Nairobi, Kenia. Dort lebt sie mit ihren Eltern und ihren drei Brüdern in einem Zimmer, ihr Bett ist ein Stuhl. Sie war das erste Mädchen in ihrem Viertel, das sich getraut hat bei den Nafsi Acrobats Akrobatik zu lernen. In meinem Gespräch mit ihr erzählt sie mir von ihrem Leben in den verwahrlosten Gegenden Nairobis, „In den Slums sind überall Menschen. Aber jeder kämpft für sich selber, wir sind keine Gemeinschaft. […] Wenn du Besuch hast, darfst du ihnen nicht zeigen, was du wirklich denkst. Du musst so tun, als wäre alles gut, auch wenn es das nicht ist.“

Ich bin beeindruckt und merke mit jedem Satz, den Cynthia spricht,  dass hinter dem quirligen Mädchen mit den traurigen Augen eine wahre Kämpferin steckt. Auf meine Frage, mit welchem Gefühl sie nach Kenia zurückfliege antwortet sie mit einem Lächeln „Ich bin einhundert Prozent glücklich.“

Das vollständige Gespräch mit Cynthia, in dem sie über ihr Leben in Kenia, ihre Träume und ihre Erfahrungen in Deutschland erzählt, gibt es auf dieser Seite.

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