Freundschaften durch Begegnung und künstlerische Arbeit

Fast zwei Wochen war „Arena y Esteras“ in Köln zu Gast beim Georg-Büchner-Gymnasium – eine wunderbare und vor allem beeindruckende Zeit. Die Schule hatte die Gruppe im Rahmen eines Partnerschafts-Aufbauprojekts eingeladen, gemeinsam mit einer Mädchenschule aus Kenia. Die Grundidee war, Freundschaften auf der Basis des gemeinsamen Austauschs und der künstlerischen Kreation zu stiften und eine längerfristige Kooperation zwischen den drei Ländern zu initiieren. Dabei stand nicht einebestimmte Metodik im Vordergrund, sondern der Schaffung von Freiräumen, in denen sich die TeilnehmerInnen der Gruppen aus den drei Städten miteinander treffen, übereinander erfahren und voneinander lernen konnten.

In der ersten Woche stand das Kennenlernen im Mittelpunkt, die zweite Woche war der Umsetzung des kulturellen Austauschs gewidmet. In Trommelworkshops, mit Bewegungstheater und Chorgesang haben die  Gruppen interkulturell zusammen gelernt. Sie haben Szenen entworfen, die sie dann gemeinsam bei der Abschlussveranstaltung aufgeführt haben.
Es gibt viele positive Erfahrungen und Schlüsse zu ziehen aus dieser intensiven Zeit, die zunächst auch für diese Schule ein Pilotprojekt war, aber auch ein Beispiel sein kann für andere Schulen. Vor allem sind es die zwischenmenschlichen Momente, das gemeinsame Lachen zum Beispiel. Es geht vielleicht am Ende nicht darum, eine tiefe Freundschaft aufzubauen – das wäre zu viel verlangt für eine dann doch kurze Zeit. Sondern eher darum festzustellen, dass die anderen eigentlich genauso fühlen oder die gleiche Musik mögen, wie man selbst. Die vermeintlichen kulturellen oder “Herkunfts“-unterschiede änderten nichts  an dem Gefühl, vor allem ein junger Mensch zu sein.

Und diese jungen Menschen schafften es, ohne die gesprochene Sprache und mit ganz wenig Mitteln nicht nur, sich zu verständigen. Sondern sie haben sich verstanden, sind sich nahe gekommen. Die vermeintlichen Unterschiede spielen kaum eine Rolle, Toleranz wird erfahrbar und Grenzen werden überschritten.

“Also für mich war es am schwierigsten, mich von der Familie zu verabschieden”, sagte Flor (von „Arena y Esteras“) “weil ich sie schon von der letzten Tour 2011 kenne und wir Freunde geworden sind. Aber ich weiß, dass meine Gastschwester jetzt meine richtige Schwester besuchen wird und ich die Familie hoffentlich auch irgendwann mal wieder sehen werde – und das beruhigt mich”. Der Abschied von den Gastfamilien in Köln viel allen schwer. Yosselhin (auch von „Arena y Esteras“ fand die Kölner so entspannt und herzlich waren und interessiert, ihr die Kultur und Geschichte der Stadt näherzubringen.
Und so ist das berührende Fazit der Gruppe aus Peru „Wir danken euch KölnerInnen für diese zwei Wochen, dafür dass ihr uns mit offenen Armen und Türen empfangen habt, dass wir alle voneinander gelernt haben und dass wir alle ein Stück zusammengewachsen sind.“

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