„…nun werd ich für ein Jahr nach Lateinamerika gehen!“

kampnagel28

Das Finale auf Kampnagel

Fast zwei Wochen war „Arena y Esteras“ an der „Gretel-Bergmann-Schule“ in Hamburg Allermöhe. Allermöhe gilt als Stadtteil „mit Entwicklungsbedarf“ – die Elternhäuser vieler SchülerInnen gelten als eher bildungsfern. Wie ein Sprung ins kalte Wasser muss es für die verantwortlichen Lehrerinnen gewesen sein, als die zuständige „Kulturagentin“ das Projekt vorschlug. Um so größer ist jetzt nach dem erfolgreichen Abschluss des Projektes die Freude und Begeisterung eben diesen Sprung gewagt zu haben.
„Wir sind von dem Projekt so begeistert und möchten die Gruppe sehr, sehr gerne in 2 Jahren wieder zu uns einladen. Das haben wir schon mitgeteilt. Natürlich müssen wir dazu die Schulleitung fragen. Auch hätten wir die Gruppe dann gerne nicht gerade in der heißesten Phase bei uns, in der Realschulprüfungen und mündliches Abitur laufen, sondern lieber zu Schuljahresbeginn z.B. im September.  Wir werden unbedingt den Kontakt zu „Arena y Esteras“ aufrecht erhalten. Es sind tolle Freundschaften entstanden und wir hatten das Glück, sie 2 Wochen bei uns zu haben – kürzer fänden wir viel zu schade, dann kann man auch in den Workshops nicht so viel erreichen.
Bei unseren Schülern hat der Besuch wie eine Bombe eingeschlagen, so viel Begeisterung auf einmal (und so viele Tränen nach der Aufführung auf Kampnagel am Samstag, uns Lehrerinnen standen dann bei so viel Geheule auch die Tränen in den Augen – spätestens dann auch, als die Kleine aus Jg 6 meinte „Edith (eine junge Darstellerin von „Arena y Esteras“), du bist wie meine zweite Mutter geworden“. Ein Schüler, leistungsmäßig eher schwach, erklärte „nun werd ich für ein Jahr nach Lateinamerika gehen!!!“

Die Aufführung der in 8 Workshoptagen erarbeiteten Performance (in der Schule vor 17 Klassen, also knapp 400 SchülerInnen) zeigte sehr deutlich was sich in einer relativ kurzen Zeit künstlerisch entwickeln kann. Die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler zeigen zudem, wie intensiv eine solche Zusammenarbeit mit einer Gruppe der KinderKulturKarawane sein kann. Und es wird deutlich, dass ein solches Projekt nachhaltige Ergebnisse mit sich bringt.

 

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