Zukunft? Es geht um die Gegenwart!

18.01.2019, Niedersachsen, Hannover: Schüler demonstrieren in der Innenstadt für eine bessere Klimapolitik. Wochen nach dem ersten Aufruf zur Kampagne #FridaysForFuture sind Schüler in Hannover 2.300 Schüler wieder für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gegangen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Stuttgarter Schülerin Lucia Parbel konnte in „die tageszeitung“ einen Kommentar veröffentlichen zu den Schülerstreiks im Rahmen von „Fridays for Future“. „Natürlich sind unsere Forderungen radikal“, sagt sie. Und: „Überhaupt haben wir hier im globalen Norden gut reden, wenn wir sagen: „Es geht um unsere Zukunft.“ In vielen Ländern der Südhalbkugel und vielen Inselstaaten geht es um die Gegenwart. Im letzten Semester wohnte ich ein paar Monate mit einer Doktorandin aus Nairobi zusammen, die sich mit den Folgen des Klimawandels für die kleinbäuerliche Landwirtschaft in Kenia beschäftigt.
Sie erzählte, dass es dort bereits Kämpfe um rar werdendes fruchtbares Land gibt, dass ein Dorf dem anderen eine Ziege stahl, weil die eigenen Tiere kein Futter mehr fanden. Es ist ein Privileg, dass wir protestieren können. Ich empfinde es deshalb als meine moralische Pflicht, am Bildungsstreik teilzunehmen.“

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Zeit, tschüss zu sagen?

Nach zwei Jahren des Networkings, Lernens und Entwickelns von Modulen und Methoden endet jetzt unser Projekt „CULPEER for integration“ – allerdings nur als ERASMUS+ – gefördertes Projekt. Die Partner und Lehrerenden in Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Italien und Slowenien werden ihre Arbeit tief beeindruckt fortsetzen und erfahren, was der kulturelle Peer-to-Peer-Ansatz zur Integration junger Flüchtlinge und anderer benachteiligter junger Menschen beitragen kann.

Einige von uns werden den Ansatz fortsetzen und ihn zur Stärkung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung in den Lehrplänen der Schulen nutzen unter dem Motto „CULPEER for change“. Aber für uns alle ist das wichtigste Ergebnis unserer Zusammenarbeit: WIR SIND ALLE EINS!

Und wegen dieser Erkenntnis präsentieren wir hier ein Video der Performance von rund 30 jungen Menschen aus Peru und den teilnehmenden Ländern:

Wir sind alle eins…

…das war das Fazit, das einer der jungen ArtistInnen des peruanischen Zirkustheater-Projektes ARENA Y ESTERAS zum Ende der KinderKulturKarawane 2018 in einem Interview zog. Unsere Freiwilligen Anna und Fredrick hatten am Rande des Netzwerktreffens von „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ einige Jugendliche, die mit „Arena y Esteras“ oder dem „Kigamboni Community Center“ (Tansania) zusammengearbeitet hatten, befragt nach ihren Erfahrungen und ihren Eindrücken.

Hier einige der Interviews:

20 Jahre KinderKulturKarawane – DAS PROGRAMM 2019

Ende August 2000 startete die erste KinderKulturKarawane mit sieben Gruppen aus vier Kontinenten: Bolivien, Indien, Philippinen, Rumänien, Südafrika, Uganda und Uruguay. Seitdem hat sich das Projekt immer weiterentwickelt – und vor allem auch die Projekte im Globalen Süden. Mit vielen von diesen Projekten haben wir noch Kontakt, immer wieder nehmen auch neue Gruppen aus diesen Projekten and der „KiKuKa“ teil. Im Laufe der Jahre hat sich eine „zweite Generation“ entwickelt: junge KünstlerInnen, die mit der KinderKulturKarawane unterwegs waren, nehmen jetzt mit einem eigenen Projekt daran teil. Weiterlesen…

Wieder AUSGEZEICHNET!

Das Projektteam, Friderike Seithel und Jan Laackmann, mit der Auszeichnung für „creACTiv für Klimagerechtigkeit

Gestern fand im Bonner Rathaus wieder eine Ehrung der Lernorte, Netzwerke und Kommunen des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung statt. Zu den ausgezeichneten gehörte zum dritten Mal in Folge unser Netzwerk „creACTiv für Klimagerechtigkeit“. In der Würdigung der Jury heißt es:

„Das außergewöhnlich innovative Netzwerk creACTiv für Klimagerechtigkeit der KinderKulturKarawane vermittelt Gestaltungskompetenz auf breiter Basis: Schülerinnen und Schüler sind Hauptgestaltende im Projekt und können kreativ bei der Entwicklung mitwirken. Darüber hinaus ist eine beeindruckende Steigerung von Qualität und Quantität des Netzwerks zu beobachten: Beratungsangebote wurden weiterentwickelt, BNE-Angebote deutlich häufiger genutzt und einige Schulleitungen ziehen in Betracht, das Projekt fest in ihre Curricula zu übernehmen. creACTiv trägt BNE in die breite Öffentlichkeit.“

Zu unserem Netzwerk gehören bislang 8 Hamburger Schulen, 6 Schulen bundesweit, Partnerprojekte in Bolivien, Peru, Tansania, Uganda, die Infostelle Klimagerechtigkeit der Nordkirche und Hamburger „KulturagentInnen für kreative Schulen“.

Seit 2016 zeichnen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche UNESCO-Kommission im Rahmen der nationalen Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung einmal im Jahr Bildungsinitiativen aus. Die Auswahl trifft eine Jury bestehend aus Mitgliedern der Nationalen Plattform BNE sowie Vertretern des BMBF, der Freien Universität Berlin und der DUK. Neben Lerninhalt, Methoden und Lernprozessen richten die ausgezeichneten Akteure ihr gesamtes Handeln auf Bildung für nachhaltige Entwicklung aus. Sie orientieren auch die eigene Bewirtschaftung an Prinzipien der Nachhaltigkeit. Somit tragen sie dazu bei, BNE strukturell in der deutschen Bildungslandschaft zu verankern.

Ein Brief von ARENA Y ESTERAS aus Peru

Fast zweieinhalb Monate war ARENA Y ESTERAS im Rahmen der KinderKulturKarawane im Herbst in Deutschland unterwegs. Vor allem im Rahmen von „creACTiv für Klimagerechtigkeit“, aber auch bei unserem CULPEER-Projekt in Köln und an anderen Orten hat die Gruppe unter der Leitung von Ana-Sofia Pinedo Toguchi beeidnruckende Arbeit geleistet. Seit dem 11. November ist Gruppe wieder zuhause und alle denken noch sehr gerne und intensiv an die Zeit in Deutschland zurück.

Hier ein Brief von Ana-Sofia an die „FreundInnen der KinderKulturKarawane… und alle“:

Nach einigen Tagen zurück in Peru hat sich unser Körper immer noch nicht wieder an die graue Landschaft hier gewöhnt, an den lauten Verkehr und an den Gestank der sich erhitzenden Abgase. Viele Bilder bleiben uns erhalten: so viel Grün war ein Geschenk an unsere Augen; keine einzige Plastiktüte, die die Märkte verlassen hat und kleine Kinder, die mit dem Fahrrad fahren, ohne Angst, angefahren zu werden; zu gehen ohne Angst, ausgeraubt oder getötet zu werden für ein Handy. Es gibt so viel Freiheit und Farben an den Schulen zu sehen, die uns aufgenommen haben, verglichen mit den grauen Uniformen und der militärischen Autorität der peruanischen Bildung. Sehr viele Unterschiede! Weiterlesen…

Das war unser Peru-Austausch 2018

In der letzten Woche vor der Heimreise war ARENA Y ESTERAS zu Gast in der Lessing-Stadtteilschule in Hamburg-Sinstorf. Im Rahmen von „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ gab es eine Woche kreativen Austausch in verschiedenen Workshops und eine gemeinsame Präsentation zum Schluss. Der S3-Videokurses 2018 der Schule hat einige Impressionen in einem tollen Video festgehalten. Die beteiligten Schüler/innen: Hüseyin Akkiran, Denis Isenov, Lukas Röhrdanz und Mehmet Andaç Yetgin. Die Leitung hatte Christian Trautsch, als Lehrer.
Hier der Bericht von Benjamin Knoll, der als Lehrer an dem Projekt beteiligt war:

„Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung vom Montag (05.11.2018) ging es beim Austausch der Spanischkurse der Jahrgänge 7 und 8 und der peruanischen Theatergruppe „Arena y Esteras“ ab Dienstag sportlich-kreativ zur Sache. Insgesamt sechs verschiedene Workshops hatte die Gruppe im Gepäck mit dabei. Die Tanz- und Schminkgruppe hat einen traditionellen peruanischen Tanz gelernt, der auch die Abschlussveranstaltung am Freitag eröffnete.

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Ins Herz geschlossen – KCC am Hansa-Gymnasium in Köln

Akrobatikworkshop

Eine Woche lang war die Gruppe des „Kigamboni Community Centre“ zu Gast am Hansa-Gymnasium in Köln. Hier zwei Berichte: aus Sicht der verantwortlichen Lehrerin und aus Sicht einer Schülerin:

„Zum dritten Mal bekam das Hansa-Gymnasium Besuch vom Kigamboni Community Center (KCC) aus Tansania, dessen Arbeit wir seit acht Jahren unterstützen. Schon in den Jahren 2014 und 2016 machte das KCC Workshops und Auftritte mit Schüler*innen an unserer Schule. Zustande gekommen ist die diesjährige dreimonatige Tournee des KCC durch die Zusammenarbeit mit der KinderKulturKarawane (Hamburg) im Rahmen von „creACTiv für Klimagerechtigkeit“.

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Wir sind kreativ für Klimagerechtigkeit!

In Hamburg sind es in diesem Jahr sechs Schulen gewesen. Bundesweit kommen sechs Schulen dazu: in Wettenberg, Marburg, Bad Iburg, Köln, Schöllkrippen und Ahrensburg. Sie alle bilden das Netzwerk „creACTiv für Klimagerechtigkeit“, das sich anlässlich des großen FINALE der KinderKulturKarawane am 2.11.2018 in der Altonaer FABRIK zum ersten Mal zum Austausch traf. Mit dabei die beiden Gruppen aus Peru und Tansania. Für das FINALE wurde ein kurzes Video zusammengestellt, das einen Einblick in die (kreative) Arbeit des Jahres gibt:

Wenn sich der Mond in die Sonne verliebt

KinderKulturKarawane thematisiert den Klimawandel
Zum zehnten Mal wuchsen in Herrenberg junge Menschen bei einem Auftritt der Kinderkulturkarawane über sich hinaus. Dieses Jahr war die peruanische Zirkustheatergruppe „Arena y Esteras“ zu Gast. Im evangelischen Gemeindehaus fanden die sieben Nachwuchs-Artisten sprechende Bilder für die altperuanische Legende „Oshe und Bari“. So schreibt Nadine Dürr im „Gäubote“ am 16.10.2018.

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