{"id":963,"date":"2012-04-20T13:54:09","date_gmt":"2012-04-20T12:54:09","guid":{"rendered":"http:\/\/powerofculture.info\/blog\/?p=963"},"modified":"2025-12-17T21:26:19","modified_gmt":"2025-12-17T20:26:19","slug":"muka-project-in-joburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/?p=963","title":{"rendered":"Zu Gast bei M.U.K.A. &#8211; Project in Jo&#8217;burg"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_973\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC45261.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-973\" class=\"size-medium wp-image-973\" title=\"_DSC4526\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC45261-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC45261-300x199.jpg 300w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC45261.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-973\" class=\"wp-caption-text\">M.U.K.A. Kids &quot;in action&quot;<\/p><\/div>\n<p>Von Mitte Februar bis Mitte M\u00e4rz war Bianca Waldvogt mit ihrer Familie zu Gast bei M.U.K.A. &#8211; Project in Hillbrow, einem Stadtteil im Zentrum von Johannesburg. Tief beeindruckt von der Arbeit des Projektes hat sie nach ihrer R\u00fcckkehr einen Bericht geschrieben, den wir gerne hier ver\u00f6ffentlichen. Zur Zeit bereitet Bianca eine Fotoausstellung in Bielefeld vor, \u00fcber die wir rechtzeitig informieren werden. Die hier eingef\u00fcgten Fotos stammen ebenfalls alle von Bianca Waldvogt.<\/p>\n<p><strong>Not Set Uhuru &#8211; M.U.K.A. &#8211;\u00a0 Project in 2012<br \/>\n<\/strong><em>Children are the most vulnerable citizens in any society and the greatest of our treasures. Nelson Mandela, 1993<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_971\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4597.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-971\" class=\"size-medium wp-image-971\" title=\"_DSC4597\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4597-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4597-300x199.jpg 300w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4597.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-971\" class=\"wp-caption-text\">Training bei M.U.K.A. - Project<\/p><\/div>\n<p>Am 15.02.2012 ging unser Flieger, mein Mann mein Sohn und ich machten uns auf die Reise nach Johannesburg. Die Stadt in S\u00fcdafrika in der man die Folgen der Apartheit noch zu sp\u00fcren bekommt, wie nirgends sonst in S\u00fcdafrika. Ich hatte ein Diktierger\u00e4t und jede Menge Fragen im Gep\u00e4ck und neben dem Namen M.U.K.A. wusste ich dank &#8222;Google&#8220; noch, dass mich meine Reise in das gef\u00e4hrlichste Viertel der Stadt -Hillbrow- f\u00fchren sollte. Ein wenig mulmig war mir dabei schon, schlie\u00dflich bin ich seit 9 Monaten Mutter eines kleinen Sohnes und den m\u00f6chte ich ja schlie\u00dflich noch lange durchs Leben begleiten.<br \/>\nIch meint:\u00a0 Bianca, Masterstudentin der Fachhochschule Bielefeld, die ihre Masterarbeit zum Thema &#8222;Community Theatre &#8211; Theater f\u00f6rdert Resilienz&#8220;, schreiben will. Das galt es also in Interviews herauszufinden. Bevor ich aber Interviews durchf\u00fchren konnte, wollte ich zuerst drei Wochen die Gruppen bei ihren Proben zu begleiten und so das ganze Projekt von innen heraus kennenlernen.<\/p>\n<div id=\"attachment_974\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4484.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-974\" class=\"size-medium wp-image-974 \" title=\"_DSC4484\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4484-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4484-300x199.jpg 300w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4484.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-974\" class=\"wp-caption-text\">Tanz-Training<\/p><\/div>\n<p>M.U.K.A. steht f\u00fcr &#8222;Most united Knowledgeable artists&#8220; und genau diese fand ich in dem Projekt. Kinder und Jugendliche mit unglaublichem Talent und einer extrem hohen Motivation. Der Ehrgeiz und die Professionalit\u00e4t, mit der das aktuelle St\u00fcck [Not yet uhuru] entwickelt und vorangetrieben wurde, war beeindruckend. Und an der ein oder anderen Stelle erinnerte ich mich an die Disziplin in unserer Theatergruppe zu Hause und sch\u00e4mte mich fast daf\u00fcr, dass wir unsere Professorin nach 90 Minuten immer um eine Pause anflehen. Tja, wir sind eben nicht M..U.K.A.\u00a0 musste ich mir selbst eingestehen.<\/p>\n<div id=\"attachment_976\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4851.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-976\" class=\"size-medium wp-image-976\" title=\"_DSC4851\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4851-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4851-300x199.jpg 300w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4851.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-976\" class=\"wp-caption-text\">M.U.K.A. Kids<\/p><\/div>\n<p>Nun aber zur\u00fcck zum Projekt: Das Projekt teilt sich auf in M.U.K.A.\u00a0 Kids, Youth und Seniors, wobei die Seniors aus einer Gruppe von &#8222;Alten&#8220; besteht die sich hin und wieder treffen. Die Kids und die Youth Gruppe sind die aktiven Mitglieder der Gruppe und hier werden die Geschichten aus der Community erz\u00e4hlt. Die erste Zeit verbrachte ich mit den Kids. Dany, der Artist Director, hatte gro\u00dfes Vertrauen in mich &#8211; ich war selbst \u00fcberrascht &#8211; so konnte ich den Kindern viele Spiele zeigen, die wir in Deutschland spielen und mir im Gegenzug T\u00e4nze und Spiele von ihnen beibringen lassen. Damit verbrachten wir die ersten H\u00e4lften der Trainingstage. Von Dienstags bis Freitag treffen sich die M.U.K.A. &#8218; s, um sich auszutauschen, zu trainieren und Theater zu spielen. Nach meiner &#8222;Spa\u00dfeinheit&#8220; gab es dann Theatertraining mit Dany &#8211; leider habe ich vers\u00e4umt ihn zu fragen, woher das unglaublich gro\u00dfe Wissen \u00fcber Theaterspiel hat. Mein kleines B\u00fcchlein kritzelte ich derweil voll mit seinen \u00dcbungen und Anmerkungen.\u00a0 Das war Theaterschule, wie man sie besser nicht bekommen kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_981\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4846.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-981\" class=\"size-medium wp-image-981\" title=\"_DSC4846\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4846-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4846-300x199.jpg 300w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/DSC4846.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-981\" class=\"wp-caption-text\">Jungs und ihr Trainer<\/p><\/div>\n<p>Nach ca. neun Tagen wechselte ich die Gruppe zu den M.U.K.A. Youth. Hier wurde an dem St\u00fcck &#8222;Not Yet Uhuru&#8220; gearbeitet. Ein St\u00fcck, welches zeitgem\u00e4\u00dfer kaum sein kann. Ein St\u00fcck, dass die Geschichte eines Mannes erz\u00e4hlt, der aus Simbabwe nach Johannesburg kommt um dort Geld zu verdienen. Er versucht so seiner Familie zu Hause ein besseres Leben zu erm\u00f6glichen. Schon die Reise nach Johannesburg ist schwer und er verliert dabei seine Frau und eine Tochter. In Johannesburg scheint sich alles zum Guten zu wenden, aber er hat nicht damit gerechnet, dass die Einwohner des Townships ihre Wut \u00fcber die Armut und Perspektivlosigkeit schon bald gegen ihn und andere &#8222;Fremde&#8220; richten.\u00a0 Eine wahre Geschichte, die die Gruppe in ihren Worten und ihren kreativen Darstellungsformen erz\u00e4hlt.<\/p>\n<div id=\"attachment_977\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/akrobatik.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-977\" class=\"size-medium wp-image-977\" title=\"akrobatik\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/akrobatik-300x198.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/akrobatik-300x198.jpg 300w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/akrobatik.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-977\" class=\"wp-caption-text\">Akrobatik bei M.U.K.A. - Project<\/p><\/div>\n<p>Das St\u00fcck schildert ergreifend, echt und anr\u00fchrend das Schicksal der Betroffenen ohne dabei die Perspektive der Bewohner der Townships au\u00dfer acht zu lassen. Es versucht eben nicht diese als &#8222;gef\u00fchllose Kriminelle&#8220; darzustellen, sondern auf die Not beider Seiten aufmerksam zu machen. Und es fordert dazu auf, sich daran zu erinnern, dass sie alle das gleiche Schicksal teilen und gemeinsam gegen Armut und Not k\u00e4mpfen m\u00fcssen. Der Zuschauer wird zu Tr\u00e4nen ger\u00fchrt von der Kraft, die von den Schauspielern, den T\u00e4nzen und dem Gesang ausgeht. Zugleich r\u00fcttelt es auf und hinterl\u00e4sst das Gef\u00fchl etwas \u00e4ndern zu wollen. Das Thema ist kein s\u00fcdafrikanisches. Es ist ein &#8222;menschliches&#8220; \u00fcberall auf der Welt, auch bei uns &#8211; wie wir in Deutschland gerade zu sp\u00fcren bekommen. Dort wo Menschen nach Perspektiven suchen, wo Armut die Seele krank macht und wo die Politik es nicht schafft Hoffnung zu s\u00e4hen, werden Menschen auf andere losgehen denen sie eine vermeintliche Schuld f\u00fcr ihr Ungl\u00fcck geben k\u00f6nnen.<br \/>\nM.U.K.A. schafft es auf ihre Art diese wahre Geschichte in einem St\u00fcck zu verarbeiten, dass zum Denken und Austauschen anregt. Ein wundervolles Projekt, eine professionelle Crew, tolle Schauspieler und einzigartige Menschen &#8211; eben M.U.K.A!<br \/>\nDanke f\u00fcr vier gro\u00dfartige Wochen!<br \/>\nBianca<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Mitte Februar bis Mitte M\u00e4rz war Bianca Waldvogt mit ihrer Familie zu Gast bei M.U.K.A. &#8211; Project in Hillbrow, einem Stadtteil im Zentrum von Johannesburg. 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