{"id":7164,"date":"2016-02-23T12:28:12","date_gmt":"2016-02-23T11:28:12","guid":{"rendered":"http:\/\/powerofculture.info\/blog\/?p=7164"},"modified":"2025-12-17T21:24:08","modified_gmt":"2025-12-17T20:24:08","slug":"unesco-stand-didacta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/?p=7164","title":{"rendered":"Was will die Bundeswehr auf der \u201edidacta \u2013 die bildungsmesse\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Meine ersten Eindr\u00fccke auf der Didacta<\/strong><br \/>\nNachdem Friderike und ich die UNESCO-Sonderschau in Halle 7 erreichten und den Stand der KinderKulturKarawane entdeckt hatten, fingen wir mit dem Aufbau<a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/bpfxFBf.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7166\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7166\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/bpfxFBf-300x247.jpg\" alt=\"bpfxFBf\" width=\"300\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/bpfxFBf-300x247.jpg 300w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/bpfxFBf-768x632.jpg 768w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/bpfxFBf-1024x842.jpg 1024w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/bpfxFBf-600x494.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> und der Dekoration des Standes an. Um uns herum hatte sich unter anderem die BUND Jugend, eine Initiative zur Errichtung von Nachhaltigkeitsb\u00fcros in (Hoch-)Schulen und die UNESCO-Schule aus Grevenbroich eingerichtet. Schr\u00e4g gegen\u00fcber von unserem Stand war die Bundeswehr platziert und auf der anderen Seite eine Bildungsst\u00e4tte zum r\u00f6mischen Zeitalter. Insgesamt war ein sehr buntes und vielf\u00e4ltiges Angebot an Bildungsvereinen, -verlagen und \u2013unternehmen auf der Didacta vertreten, die f\u00fcr ihre Angebote werben wollten. 800 Ausstellende waren auf den f\u00fcnf Messetagen zu sehen. Um auf der Messe unter den zahlreichen St\u00e4nden aufzufallen, schm\u00fcckten die Vertreter*innen ihre St\u00e4nde besonders aus. Zudem hatten sie Brosch\u00fcren, Zeitschriften oder sonstige Werbegeschenke f\u00fcr die Besucher*innen im Angebot. Gleichzeitig fanden Foren, Diskussionen und Gespr\u00e4chen zu jeglichen Bildungsthemen in den Messehallen statt. Zudem initiierten einige St\u00e4nde Zirkusshows, Chorauftritte oder sonstige k\u00fcnstlerische Auff\u00fchrungen. Insofern war das Programm sehr bunt und wir wurden \u00fcberflutet mit Veran-staltungsm\u00f6glichkeiten. Zu den vielen optischen Eindr\u00fccken kamen auch noch die akustischen Eindr\u00fccke hinzu. Alles in allem wurden wir und die Besucher*innen \u00fcbersch\u00fcttet mit Impressionen auf dem riesigen Messegel\u00e4nde.<\/p>\n<p><strong>Bepackte Konsument*innen auf Schn\u00e4ppchensuche<\/strong><br \/>\nSobald ich mich einmal auf den Weg machte, konkret zu St\u00e4nden zu gehen und Gespr\u00e4che mit deren Vertreter*innen zu f\u00fchren, wurde es erst richtig spannend. Ich musste mir also durch den Wirrwarr an St\u00e4nden einen Weg schaffen und konkrete Zielpunkte ausfindig machen, um etwas von dieser Messe mitzunehmen. So zog ich gleich zu Beginn am Dienstagmorgen durch die Halle 7, in der Angebote f\u00fcr Schulbildung pr\u00e4sentiert wurden. Besonders \u00fcberrascht haben mich die riesigen St\u00e4nde des Cornelsen- und auch des Klett-Verlags. Dort ging es meiner Meinung nach nur um den Verkauf der B\u00fccher. Auch einige Online-Programme sollten an die Lehrkr\u00e4fte vermittelt werden. So erschien mir diese Ecke als sehr kommerziell und \u00fcberhaupt nicht so kreativ und innovativ wie beispielsweise die Ecke der UNESCO-Sonderschau. Doch viele der 100.000 Besucher*innen innerhalb der f\u00fcnf Messetage stellten sich auf die Shoppingtour durch die Messe ein und fuhren mit ihren Rollkoffern \u00fcber das Messegel\u00e4nde. F\u00fcr mich hatten die kleinen St\u00e4nde, die manchmal auch etwas einfach eingerichtet waren, einen viel gr\u00f6\u00dferen Charme als die riesigen Fl\u00e4chen<a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/didacta2016.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7159\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7159 alignleft\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/didacta2016-300x300.jpg\" alt=\"didacta2016\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/didacta2016-300x300.jpg 300w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/didacta2016-130x130.jpg 130w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/didacta2016.jpg 600w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/didacta2016-180x180.jpg 180w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/didacta2016-144x144.jpg 144w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> der gro\u00dfen Unternehmen. Das hat mich fast eher abgeschreckt. Genauso schockiert war ich \u00fcber den gro\u00dfen Platz, der der Bundeswehr einger\u00e4umt wurde. Mir war im Vorfeld nicht bewusst, dass sie eine so gro\u00dfe Rolle in unserem Bildungssystem spielt. Ich hoffe sehr, dass der Schein tr\u00fcgt. Besonders nett habe ich mich mit einem Mann des Welthauses Bielefeld unterhalten. Das Welthaus hat sich mit elf anderen NRO des \u201eP\u00e4dagogischen Werkstattgespr\u00e4ch\u201c zu einer langen Standreihe des Globalen Lernens zusammengetan. Dort ist mir die Vielfalt des Bildungsprogramms des Globalen Lernens aufgefallen, die ich sehr interessant und notwendig finde. Ich habe davon in meiner Schulzeit nichts kennengelernt. Erschreckt hat mich der \u201eAfrika-Koffer\u201c, der von einer dieser Gruppe an Schulen verliehen wird. In dem Koffer waren auch viele Gegenst\u00e4nde enthalten, die das stereotype Bild von dem afrikanischen Kontinent wieder hervorrufen. Insofern ist mir anhand dieser St\u00e4nde erneut aufgefallen, wie vorsichtige das Thema Globales Lernen behandelt werden muss, um keine Stereotype und Vorurteile zu reproduzieren.<\/p>\n<p><strong>Das Geschehen am Stand der KinderKulturKarawane<\/strong><br \/>\nAm Stand der KinderKulturKarawane habe ich ein paar nette Gespr\u00e4che mit Interessierten f\u00fchren k\u00f6nnen, die das Konzept noch nicht kannten. Die meisten haben sich einen Flyer mitgenommen, um hoffentlich bald eine Gruppe zu buchen. Einige Personen kamen im Laufe der Messe auf uns zu, die die KinderKulturKarawa<a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/TBH7o9T.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7168\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7168\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/TBH7o9T-169x300.jpg\" alt=\"TBH7o9T\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/TBH7o9T-169x300.jpg 169w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/TBH7o9T-768x1367.jpg 768w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/TBH7o9T-575x1024.jpg 575w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/TBH7o9T-600x1068.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/a>ne schon kannten oder vor Jahren mal ein St\u00fcck einer Gruppe gesehen haben. Das fand ich irgendwie sch\u00f6n und faszinierend, dass ein Projekt, welches aus so wenigen Personen besteht, sich so verbreitet hat. Aber vielleicht habe ich auch noch keine ganz genauen Vorstellungen von den Vernetzungen der KinderKulturKa-rawane. Ich habe das Praktikum erst vor drei Wochen im B\u00fcro f\u00fcr Kultur- und Medienprojekte begonnen. Die Fragen der Interessierten konnte ich manchmal nicht beantworten, sodass es spannend war von Ralf mehr dar\u00fcber zu erfahren. Insgesamt hat mir die Zeit auf der Messe die M\u00f6glichkeit gegeben mehr \u00fcber das Projekt, dessen Entwicklung und dessen H\u00fcrden zu erfahren.<\/p>\n<p><strong>UNESCO-Tag auf der Bildungsmesse<\/strong><br \/>\nAm Mittwochvormittag waren wir nicht am Stand pr\u00e4sent, sondern haben an dem UNESCO-Tag teilgenommen. Auf dieser Veranstaltung ging es darum, welche Rolle die Jugend im aktuellen UNESCO-Weltaktionsprogamm Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung und in der nachhaltigen Entwicklung in G\u00e4nze einnimmt. Dazu hat erst Hannes Jaenicke einen Vortrag gehalten, in dem er seine Arbeiten und seinen Aktionismus im Umweltschutz dargelegt hat. Zudem berichtete er von seinen Dokumentationen \u00fcber Umweltthemen. W\u00e4hrenddessen sprach er sehr zynisch \u00fcber die geringe Verhaltensver\u00e4nderung der Menschen seit den 1970er Jahren. Es sei damals schon klar gewesen, dass die Menschen ihr umweltsch\u00e4dliches Verhalten \u00e4ndern sollten. Dennoch ist er ambitioniert weiter zu k\u00e4mpfen. Diese Motivation hat sich auch bei den n\u00e4chsten G\u00e4sten auf der B\u00fchne gezeigt. So fand im Anschluss an den Vortrag eine Diskussion zwischen einem Greenpeace-Vertreter, Ralf von der KinderKulturKarawane, einem Lehrer der UNESCO-Schule und drei jungen Menschen, die eine Initiative im Bereich Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung gegr\u00fcndet haben, statt (Informationen zu den Initiativen und Projekten sind in der unten verlinkten Pressemitteilung \u00fcber den UNESCO-Tag zu finden.). Dabei konnten die Diskutant*innen ihre Projekte vorstellen und unterhielten sich \u00fcber die Bereitschaft der Jugend nachhaltig zu handeln. Dabei bezogen sie sich auf das Weltaktionsprogramm der UNESCO. Doch nicht nur die Personen auf dem Podium konnten mitdiskutieren, sondern auch zahlreiche Menschen aus dem Publikum brachten sich mit Fragen, Erfahrungen und Gef\u00fchlen in die Diskussion ein. Dadurch wurde das Gespr\u00e4ch sehr lebhaft und zeigte, dass das Thema Nachhaltigkeit viele Menschen besch\u00e4ftigt. Allerdings ist es noch \u00fc<a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/cN393Fc-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7167\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7167 alignleft\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/cN393Fc-1-300x219.jpg\" alt=\"cN393Fc-1\" width=\"300\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/cN393Fc-1-300x219.jpg 300w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/cN393Fc-1-768x561.jpg 768w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/cN393Fc-1-1024x749.jpg 1024w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/cN393Fc-1-600x439.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>berhaupt nicht ausreichend in den Strukturen der (Hoch-)Schulen verankert. Dennoch gilt es zu erw\u00e4hnen, dass die G\u00e4ste des UNESCO-Tages im Vergleich zum Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr Nachhaltigkeit stark sensibilisiert sind. Gleichzeitig war es f\u00fcr mich spannend zu sehen, dass es Schulen gibt, die das Thema Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Formaten in den Schulalltag integrieren. So hat die UNESCO-Schule aus Grevenbroich eine Nachhaltigkeits-AG gegr\u00fcndet, baut in ihrem Schulgarten Gem\u00fcse an und greift Nachhaltigkeit in den Schulf\u00e4chern auf. Das halte ich f\u00fcr eine positive Entwicklung, die allerdings noch l\u00e4nder\u00fcber-greifend ins Bildungssystem \u00fcbernommen werden sollte. F\u00fcr mich war es w\u00e4hrend der Debat-te sehr aufschlussreich, dass durch Schulen Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung zwar vermittelt werden soll, aber es nicht nur zu einem akademischen Thema werden darf. Sonst wird die gesamte Gesellschaft nicht erreicht.<\/p>\n<p><strong>Flexiblere Schulen<\/strong><br \/>\nAbschlie\u00dfend habe ich f\u00fcr mich festgestellt, dass Bildung der Schl\u00fcssel zu vielem ist und es in Deutschland ein riesiges (externes) Bildungsangebot gibt. Damit k\u00f6nnen sich aber nicht alle Schulen besch\u00e4ftigen. Dennoch ist diese Angebotsvielfalt wichtig und erlaubt es den Sch\u00fcler*innen, sich neben ihren F\u00e4chern auch in andere Richtungen zu entwickeln. Au\u00dferdem sind Bildung und die Umstrukturierung des Bildungssystems Prozesse, die st\u00e4ndig \u00fcberarbeitet und an die aktuellen Umst\u00e4nde angepasst werden m\u00fcssen. Allerdings fehlt es den deut-schen Schulen und ihren Angestellten in diesem Zusammenhang bislang an Flexibilit\u00e4t.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/UNESCO-Meldung.pdf\" rel=\"\">UNESCO-Meldung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine ersten Eindr\u00fccke auf der Didacta Nachdem Friderike und ich die UNESCO-Sonderschau in Halle 7 erreichten und den Stand der KinderKulturKarawane entdeckt hatten, fingen wir mit dem Aufbau und der Dekoration des Standes an. 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