{"id":3217,"date":"2013-11-26T11:32:47","date_gmt":"2013-11-26T10:32:47","guid":{"rendered":"http:\/\/powerofculture.info\/blog\/?p=3217"},"modified":"2025-12-17T21:25:22","modified_gmt":"2025-12-17T20:25:22","slug":"es-gibt-viele-kinder-die-ideen-haben-die-welt-zu-aendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/?p=3217","title":{"rendered":"&#8222;Es gibt viele Kinder, die Ideen haben, die Welt zu \u00e4ndern&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/girls_write_down_the_different_forms_of_violence_committed_to_them_during_the_workshop..jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3218\" title=\"girls_write_down_the_different_forms_of_violence_committed_to_them_during_the_workshop.\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/girls_write_down_the_different_forms_of_violence_committed_to_them_during_the_workshop.-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>Esther Namitla, 12 Jahre alt, war im Fr\u00fchjahr 2013 mit einer Theatergruppe des &#8222;Rainbowhouse of Hope&#8220; aus Kampala (Uganda) mit der KinderKulturKarawane in Deutschland, \u00d6sterreich und Slowenien unterwegs. Die Reise hat sie so beeindruckt &#8211; &#8222;Erst sp\u00e4ter realisierte ich, dass ich nicht nur dorthin gegangen war um aufzutreten, sondern auch um Vieles zu lernen.&#8220;- , dass sie nach der R\u00fcckkehr in ihre Heimat an den Deutschen Botschafter in Kampala, Herrn Duxmann, geschrieben hat.<\/p>\n<p><strong>Hier ihr Brief:<\/strong><\/p>\n<p>Monday , 2nd September 2013<br \/>\nKampala \u2013 Uganda<br \/>\nRainbow House of Hope Uganda.<\/p>\n<p>Dear Mr. Duxmann,<br \/>\nich bin Esther Namitala aus Nsambya in Kampala. Ich bin am 15.4.2001 geboren und 12 Jahre alt, Sch\u00fclerin in der 6. Klasse der Grundschule in Makindye. Mein Vater hei\u00dft Alex Kiiza und meine Mutter Bitrice Nabakooza. Ich habe 4 Br\u00fcder und 2 Schwestern.<\/p>\n<p><strong>Mit der KinderKulturKarawane unterwegs<\/strong><br \/>\nZuerst m\u00f6chte ich Ihnen sagen, dass ich mein Heimatland Uganda liebe und stolz darauf bin Uganderin zu sein. Seit ich 11 Jahre alt bin, habe ich den Traum Uganda zu ver\u00e4ndern, aber ich konnte ihn nicht erf\u00fcllen, weil ich jung war. Ich bin T\u00e4nzerin im Rainbow House of Hope Uganda, von dem ich unterst\u00fctzt werde, weil ich so gut mitmache und weil Gott auf meiner Seite war.<\/p>\n<p>Vor einigen Monaten hatte ich die Chance nach Deutschland zu gehen. Wir waren 7 Jugendliche und ein Erwachsener, die diese Reise machten. Wir wurden von der Kinderkulturkarawane in Hamburg eingeladen, mit dem Ziel, vor unterschiedlichem Publikum zu tanzen und aufzutreten. Erst sp\u00e4ter realisierte ich, dass ich nicht nur dorthin gegangen war um aufzutreten, sondern auch um Vieles zu lernen.<\/p>\n<p><strong>Wir haben hier Sonne von Januar bis Dezember<\/strong><br \/>\nAls ich in Deutschland war, war es Sommer. In Deutschland scheint die Sonne nicht oft, aber die Leute versuchen, sie so viel wie m\u00f6glich zu nutzen. Sie benutzen Solaranlagen, sogar einzelne Menschen benutzen Solarzellen und setzen sie auf ihre H\u00e4user. Das ist etwas, wor\u00fcber die ugandische Regierung noch nicht nachgedacht hat. Hier haben wir Sonne von Januar bis Dezember. Wenn die Regierung oder reiche Leute Solaranlagen guter Qualit\u00e4t aus Deutschland oder anderswoher importieren und hier einrichten w\u00fcrden, w\u00e4re es besser, als die Natur durch Wasserkraftwerke zu zerst\u00f6ren oder gar Wasserkraft nach Kenia und Tansania zu verkaufen. Wenn Energie nur an andere L\u00e4nder verkauft wird, haben wir nicht genug, aber Solarkraft w\u00e4re eine gute L\u00f6sung.<\/p>\n<p><strong>M\u00fclltrennung<\/strong><br \/>\nZweitens schreibe ich \u00fcber Umweltverschmutzung. In Deutschland sah ich, wie M\u00fcll getrennt wird. Sie trennen verwertbare Produkte, Glas, Plastik und Papier um die Umwelt sauber und sicher zu halten und wieder andere Produkte herstellen zu k\u00f6nnen aus dem benutzten Material, z.B. wird Plastik in etwas neues geschmolzen auch um die Bodenverschmutzung zu verhindern, indem man Polyethylenbeutel und Metallgegenst\u00e4nde trennt. Sonst dringt alles in die Erde und verschmutzt sie. Polyethylenbeutel verhindern, dass das Regenwasser in die Erde dringt und wenn Metall rostet, wenn es in der Erde ist, verursacht das Schaden. Die Leute sollten selbst dagegen k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><strong>Uganda in 50 Jahre eine W\u00fcste?<\/strong><br \/>\nDeutschland und Europa sind so gr\u00fcn! Was mich \u00fcberrascht hat, war, als ich h\u00f6rte, dass man die Polizei oder die Regierung informieren muss, wenn man einen Baum f\u00e4llt und man Geld bezahlen muss um den Baum zu ersetzen.<br \/>\nEinen anderen Baum zu pflanzen passiert in Uganda nicht. Die Regierung muss ein Gesetz dazu machen, sonst wird Uganda in 50 Jahren eine W\u00fcste sein. Ich habe mir vorgenommen eifrig zu lernen um in der Zukunft Uganda ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen, aber ich brauche noch 7 Jahre um die Schule zu beenden. Wenn ich nicht jetzt beginne wird es zu sp\u00e4t sein. Vielleicht ist es sogar zu sp\u00e4ter, um all das zu bek\u00e4mpfen, aber da Gott wei\u00df, was ich tun will, wird er mich unterst\u00fctzen, bis ich mein Ziel verwirklicht habe.<\/p>\n<p><strong>Drittens: das Wasser- und Abwassersystem<\/strong><br \/>\nIch wei\u00df, dass wir in Uganda ein Wasser- und Abwasseramt haben. Aber in vielen Bereichen ist das nicht organisiert. In Deutschland hat uns der B\u00fcrgermeister einer kleinen Stadt eingeladen, um uns \u00fcber ihr Wasser- und Abwassersystem zu erz\u00e4hlen. Ich habe realisiert, dass sie viel Geld investiert haben um ihre Stadt zu ver\u00e4ndern, z.B. um das Wasser zu reinigen. Sie haben gek\u00e4mpft, bis ihr Wasser- und Abwassersystem in Ordnung war. Sie haben gesagt, dass sie in einem Jahr 400 Mio Euro ausgegeben haben. Wenn man das in Uganda Schilling umrechnet ist das so viel! In L\u00f6rrach bauen sie H\u00e4user und verbinden sie so mit dem Abwassersystem, dass man Brauchwasser von Abwasser trennen kann, und sie benutzen spezielle Medizin um Keime und Bakterien im Wasser abzut\u00f6ten. Es wird sauber und danach kann es in Fl\u00fcsse und Seen flie\u00dfen. In die Kl\u00e4ranlage geben sie Medizin um D\u00fcngemittel zu machen. Wenn diese Technologie in Uganda eingef\u00fchrt w\u00fcrde, k\u00f6nnte sie helfen Abwasser in sauberes Wasser zu verwandeln.<\/p>\n<p><strong>Viertens: Stra\u00dfensicherheit<\/strong><br \/>\nIn Deutschland sah ich, dass sie sich um Stra\u00dfensicherheit und die der B\u00fcrger k\u00fcmmern. Sie haben viele Stra\u00dfenschilder wie Zebrastreifen, Ampeln und viele andere Zeichen. Sie haben Ampeln an jeder Kreuzung in der Stadt oder auf dem Land. Sie stellen m\u00f6glichst viele Ampeln auf, um Verkehrsunf\u00e4lle zu verhindern. Sie haben gute Stra\u00dfen, die auch zur Sicherheit beitragen. Die Stra\u00dfen in Uganda sind schlecht, M\u00fcll liegt rum und niemand k\u00fcmmert`s. Das liegt an korrupten F\u00fchrern. Anstatt Geld richtig zu verwenden kaufen sie Autos und sch\u00f6ne H\u00e4user. Leute zahlen Steuern, weil sie denken, bessere Dienstleistungen z.B. im Gesundheitsbereich, Ausbildung oder Nahverkehr daf\u00fcr zu bekommen. Aber am Ende weigern sie sich Steuern zu zahlen, weil es nicht passiert. Kinder haben Angst Stra\u00dfen zu \u00fcberqueren, weil es keine Zebrastreifen gibt oder weil niemand anh\u00e4lt. Die Fahrer k\u00fcmmert es nicht und sie werden auch nicht kontrolliert. Es gibt ja keine Kameras, die kontrollieren k\u00f6nnten. Wenn die Sicherheit in einem Land gut ist, werden die Gesetze auch nicht mehr gebrochen.<\/p>\n<p>Ich habe noch mehr Ideen, wie man Uganda ver\u00e4ndern k\u00f6nnte. Ich w\u00fcnsche mir, dass die ugandische Regierung die Ideen der jungen Generation aufgreift. Dann w\u00e4re die Welt ein Wunder, weil es viele Kinder gibt wie ich, die Ideen haben um die Welt zu \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Esther Namitla, 12 Jahre alt, war im Fr\u00fchjahr 2013 mit einer Theatergruppe des &#8222;Rainbowhouse of Hope&#8220; aus Kampala (Uganda) mit der KinderKulturKarawane in Deutschland, \u00d6sterreich und Slowenien unterwegs. 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