{"id":2473,"date":"2013-07-01T13:47:54","date_gmt":"2013-07-01T12:47:54","guid":{"rendered":"http:\/\/powerofculture.info\/blog\/?p=2473"},"modified":"2025-12-17T21:25:40","modified_gmt":"2025-12-17T20:25:40","slug":"gracias-a-la-vida","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/?p=2473","title":{"rendered":"&#8222;Gracias a la vida que me ha dada tanto&#8220;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2476\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/marcelo_vaupel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2476\" class=\"size-medium wp-image-2476\" title=\"marcelo_vaupel\" src=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/marcelo_vaupel-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/marcelo_vaupel-225x300.jpg 225w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/marcelo_vaupel-600x800.jpg 600w, https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/marcelo_vaupel.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2476\" class=\"wp-caption-text\">Marcelo zusammen mit Oberb\u00fcrgermeister Vaupel in Marburg kurz vor der Abreise<\/p><\/div>\n<p>Jetzt ist Marcelo seit einer Woche wieder zuhause in El Alto. Nat\u00fcrlich geht es ihm blendend &#8211; er vermisst eigentlich nur die W\u00e4rme aus Deutschland, die er zum Schluss in Marburg und Frankfurt erleben konnte.<br \/>\nDer Empfang f\u00fcr ihn war sehr emotional. Sein Mutter vergoss viele Tr\u00e4nen, weil sie ihren Sohn so lange nicht gesehen hatte und er jetzt viel kr\u00e4ftiger und vor allem gesund wieder vor ihr stand. Der Vater weinte vor Freude und sagte zu Marcelo: &#8222;Willkommen in Deinem Zuhause, Sohn.&#8220;<br \/>\nF\u00fcr Marcelo war aber der sch\u00f6nste Moment, seinen Bruder Alex umarmen zu k\u00f6nnen und diesem Helden, wie Marcelo meinte, noch einmal &#8222;Muchas gracias!&#8220; sagen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Obwohl es sehr fr\u00fch am Morgen war, kam die ganze Familie, um Marcelo willkommen zu hei\u00dfen. Er genoss aber nicht nur diese famili\u00e4re W\u00e4rme, sondern auch, die frische Luft seiner Heimat zu sp\u00fcren. Er nahm die Menschen der Nachbarschaft war, die zur Arbeit gingen und sp\u00fcrte, dass er wieder in seinem Leben zur\u00fcck ist. Gleich hat er mit seiner Mutter \u00fcberlegt, wie man Unterst\u00fctzung finden kann f\u00fcr die, die noch in der Dialyse sind. Sie sind\u00a0 in den letzten Jahren f\u00fcr Marcelo zu Freunden geworden.<br \/>\nIm Laufe des Vormittags kamen dann auch viele Freundinnen und Freunde von Marcelo zu Besuch, um ihn willkommen zu hei\u00dfen. Es war eine sehr sch\u00f6ne Stimmung, berichtet Marcelo, und es wurde viel gelacht. Marcelo verteilte seine kleinen Geschenke (vor allem wohl Schokolade&#8230;) und zu erz\u00e4hlen gab es wahrlich genug.<\/p>\n<p>Gleich am n\u00e4chsten Tag hat Marcelo damit begonnen, Arbeit zu suchen, zun\u00e4chst zwar erfolglos, aber es scheint gut m\u00f6glich, dass er das ZETA-Projekt im Fernsehen bald weiterf\u00fchren kann. Der B\u00fcrgermeister von La Paz hat in willkommen gehei\u00dfen, hatte aber nicht viel Zeit an dem Tag und wird sich in K\u00fcrze mit Marcelo treffen. Auch da gibt es also bald Unterst\u00fctzung bei der Jobsuche.<br \/>\nAn der Universit\u00e4t war Marcelo auch schon, um zu kl\u00e4ren, wie es jetzt mit dem Abschluss seines Studiums laufen wird. Gleich danach hat er seinen Arzt aufgesucht, der jetzt f\u00fcr Marcelo auf Dauer verantwortlich ist. Der war erstaunt und erfreut zugleich, Marcelo so entspannt zu sehen und zu erfahren, dass die Transplantation so phantastisch gelaufen ist. Er hat Marcelo dann die notwendigen Medikamente gegeben und ihm gesagt, dass er sich keine Sorgen machen m\u00fcssen, alles sei f\u00fcr die Zukunft bestens organisiert. Die Kosten f\u00fcr die Medikamente werden zwar im Prinzip vom Staat \u00fcbernommen, aber nur bis zu einem gewissen H\u00f6chstsatz. Die von der Uni-Klinik Marburg verschriebenen Medikamente kosten \u20ac 200,00 pro Monat mehr, die Marcelo selbst tragen muss. Wir haben aus den Spendengeldern &#8211; mit Einverst\u00e4ndnis von OB Vaupel &#8211; Marcelo f\u00fcr die ersten sechs Monate diesen Mehrbetrag finanziert und werden auf Dauer &#8211; zumindest f\u00fcr einige Jahre &#8211; \u00fcber Dauerauftr\u00e4ge diese Mehrkosten \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Irgendwann wird Marcelo dann hoffentlich so viel Geld verdienen, dass er die Mehrkosten selber tragen kann.<\/p>\n<p>Marcelo hat viele Pl\u00e4ne. Vor allem will er auch wieder Kunst machen, bei Teatro Trono, in einer Band als Schlagzeuger &#8211; wo auch immer. Das Lied von Violetta Para &#8222;Gracias a la vida que ha dado tanto&#8220; geht ihm dabei nicht auch dem Kopf:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben:<\/em><br \/>\n<em>Es gab mir mein Lachen, es gab mir mein Weinen,<\/em><br \/>\n<em>und l\u00e4sst mich das Gl\u00fcck von dem Leid unterscheiden.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt ist Marcelo seit einer Woche wieder zuhause in El Alto. Nat\u00fcrlich geht es ihm blendend &#8211; er vermisst eigentlich nur die W\u00e4rme aus Deutschland, die er zum Schluss in Marburg und Frankfurt erleben konnte. 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