Malala Yousafzai: Bildung macht uns Frauen stark!

Nein, die 16-jährige Malala Yousafzai hat den Friedens-Nobelpreis nicht bekommen (sondern die „Organisation für das Verbot von Chemiewaffen“ (OPCW), also die Chemiewaffen-Kontrolleure, die zuletzt in Syrien unter Lebensgefahr die Giftgasanschläge untersucht haben), dafür aber den „Sacharow-Preis für Menschenrechte“ der Europäischen Union. Und das ist für eine 16-jährige nahezu unglaublich.
In London wurde ihr Buch „I am Malala“ am 8.10. vorgestellt. Die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai will Politikerin werden. Ihr Ziel sei es, die Zukunft ihres Landes zu verändern, sagte die 16-Jährige in einem BBC-Interview. Obwohl sie selbst vor einem Jahr von den Taliban angegriffen wurde, weil sie sich für das Recht von Mädchen auf Schulbildung eingesetzt hatte, sprach sich Yousafzai für Gespräche mit den Islamisten aus. „Der beste Weg, Probleme zu lösen und den Krieg zu beenden, führt über Dialog und friedliche Mittel“, sagte sie.
Als Politikerin wolle sie ein Recht auf Bildung festschreiben lassen, um „Terrorismus und Extremismus“ den Nährboden zu entziehen, sagte Yousafzai. Allerdings sei die Frage der Terrorismusbekämpfung letztlich „Aufgabe der Regierung, und auch Aufgabe der Amerikaner“.
Unglaublich ist aber auch ihr selbstbewusster und unbefangener Auftritt im US-Fernsehen bei Jon Stewart („The Daily Show“). Ihr couragiertes und überzeugendes Plädoyer für Bildung machte den Moderator für kurze Zeit sprachlos.

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