{"id":1399,"date":"2012-08-14T12:04:48","date_gmt":"2012-08-14T12:04:48","guid":{"rendered":"http:\/\/kkkarchiv.strengthen-creative-cooperation.eu\/?p=1399"},"modified":"2022-10-18T07:28:06","modified_gmt":"2022-10-18T07:28:06","slug":"yes-theatre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kinderkulturkarawane.de\/archiv\/?p=1399","title":{"rendered":"Yes &#8211; Theatre"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201eWir versuchen Hoffnung zu geben.\u201c<\/em>, sagt Reed Shukri, Mitarbeiter des YES-Theatre in Hebron. <em>\u201eEin Mensch ohne Hoffnung ist ein gef\u00e4hrlicher Mensch. Gelingt es aber, jemanden mit Hoffnung zu erf\u00fcllen, auf Morgen, auf die eigene Zukunft, stellt er keine Gefahr mehr dar.\u201c <\/em><\/p>\n<p><strong>Theaterp\u00e4dagogische Friedensarbeit in Pal\u00e4stina<br \/>\n<\/strong>Im pal\u00e4stinensischen Hebron sind die Bedingungen f\u00fcr eine positive Zukunftsperspektive f\u00fcr junge Menschen denkbar schlecht. Die israelische Armee ist st\u00e4ndig pr\u00e4sent, die Grenze zu israelisch-j\u00fcdischen Siedlungen verl\u00e4uft quer durch die Stadt. Repressionen durch die Armee und gewaltt\u00e4tige Auseinandersetzungen mit israelisch-j\u00fcdischen Siedlern sind an der Tagesordnung. Diese Erfahrungen k\u00f6nnen traumatisieren, Hoffnungslosigkeit verbreiten, Hass sch\u00fcren und die Spirale der Gewalt in der pal\u00e4stinensisch-israelischen Krisenregion weiter vorantreiben.<br \/>\nDas Yes-Theatre in Hebron versucht diesen Entwicklungen mit theater-p\u00e4dagogischen Mitteln zu begegnen. Kinder und Jugendliche k\u00f6nnen im Yes Theatre durch darstellendes Spiel traumatische Erfahrungen verarbeiten, lernen andere Blickwinkel auf sich selbst und ihr Umfeld kennen und erlernen M\u00f6glichkeiten der gewaltfreien Konfliktbearbeitung.<br \/>\nF\u00fcr Tausende Sch\u00fclerInnen in Hebron werden inzwischen Theatervorstellungen organisiert. Im Anschluss an die Auff\u00fchrungen werden die gesehenen St\u00fccke mit dem Publikum diskutiert. Alternative Handlungen und k\u00fcnstlerische Aspekte kommen zur Sprache und helfen Sichtweisen zu hinterfragen.<br \/>\nIn Workshops und Rollenspielen werden 40 Jugendliche mit Methoden der Mediation und konstruktiven Konfliktbearbeitung vertraut gemacht. Sie sollen selbst zu Multiplikatoren f\u00fcr das Erlernte werden. Die pal\u00e4stinensischen M\u00e4dchen und Jungen wachsen so zu Hoffnungstr\u00e4gern f\u00fcr die pal\u00e4stinensische Gesellschaft heran und setzen dem Schauspiel allt\u00e4glicher Gewalt, Hoffnung und Solidarit\u00e4t entgegen.<br \/>\nDar\u00fcberhinaus f\u00fchrt das Yes-Theatre auch an Schulen und im eigenen Zentrum Theater-Workshops\/-Schulung durch f\u00fcr Kinder und Jugendliche ab ca. 12 Jahren. Diese inszenieren dann wiederum St\u00fccke f\u00fcr Kinder und Jugendlichen, die in dem Projekt \u201ekids for kids\u201c (K4K) vorgestellt werden. In diesem Programm k\u00f6nnen Kinder und Jugendliche f\u00fcr einen bestimmten Zeitraum k\u00fcnstlerisch zusammen arbeiten, zum Beispiel zu einem Thema, dass alle betrifft. So wurde z.B. ein St\u00fcck entwickelt, das Schulh\u00f6fe als idealen Spielort f\u00fcr die Zeit nach der Schule darstellt (The Treasure), weil sehr viele Unf\u00e4lle im Fl\u00fcchtlingslager mit Kindern passierten, die keinen anderen Spielplatz als die Stra\u00dfe kannten.<br \/>\nDas Programm wird vom Pal\u00e4stinensischen Erziehungsministerium und Hilfswerk der Vereinten Nationen f\u00fcr Pal\u00e4stina-Fl\u00fcchtlinge im Nahen Osten gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kinderkulturkarawane.de\/gruppen_2010\/yes\/index.htm\">Weitere Informationen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.yestheatre.org\/pages\/main?lan=ge\">Website des Projekts<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWir versuchen Hoffnung zu geben.\u201c, sagt Reed Shukri, Mitarbeiter des YES-Theatre in Hebron. \u201eEin Mensch ohne Hoffnung ist ein gef\u00e4hrlicher Mensch. 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