ARENA Y ESTERAS

Arena y Esteras | Peru

Das Projekt „Arena y Esteras“ verbindet in seinen Zirkus-Theaterinszenierungen soziale und künstlerische Interessen mit politischem Engagement. Übersetzt heißt „Arena y Esteras“ Sand und Strohmatten. Denn „Villa El Salvador“ (VES) liegt in einem durch Armut und Gewalt geprägten Vorort von Lima (Peru) in einem Wüstengebiet, wo die einfachen Hütten aus Strohmatten hergestellt werden. Drei Viertel der Bevölkerung von VES sind jünger als 25 Jahre, und für sie scheint es dort keine Perspektive zu geben; die Gewaltrate ist eine der höchsten der Region.

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Das Stück: OSHI UND BARI

„Arena y Esteras“ ist in Villa El Salvador selbst mit dem Klimawandel konfrontiert. Viel dramatischer ist aber die Lage in den Anden bei Huaraz, wo das Projekt regelmäßig Theater- und Zirkusworkshops gibt.

Die Gruppe wird eine Zirkus- und Theaterperformance zeigen, die die Frage nach „Klimagerechtigkeit“ künstlerisch aufwirft. Ausgangspunkt ihrer Inszenierung ist ist von einer Geschichte des Universums inspiriert (die Sonne und der Mond) und  von der Legende von Oshi und Bari aus dem peruanischen Regenwald.

„Man erzählt sich, dass es ein großes Durcheinander gab: Die Steine, das Feuer und andere Götter waren vom Wind, dem Wasser und den Flüssen dazu eingeladen worden, überall umherzustreifen. Das löste bei den Menschen Besorgnis aus, und sie suchten nach Erklärungen. Paca Paca hielt ihnen einen strengen Vortrag. Die Männer und Frauen baten um Respekt und beschwerten sich bei der Sonne. Aber diese war in den Mond verliebt, und ihre Gleichgültigkeit verursachte noch mehr Chaos. Es war der Mond, der die Tragödie erkannte und mit Paca Paca sprach, um eine Lösung zu finden und das Universum neu zu ordnen.“

Mit dieser dritten Produktion nimmt das Projekt auch an „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ teil.

Zeitraum: 27.08. – 05.11.2018 | Personenzahl: 9 (3 Erwachsene, 6 Mädchen) | Technik: Bühne 6m x 4m, Grundlicht, CD-Player, 2 Mikrophone, Verstärker, Boxen | Workshop: Zirkustechniken, Theater